Donnerstag, 3. Juli 2014

Irlands Massengrab-Hysterie


Nachdem die Fußball-WM und andere Ereignisse den medialen Echauffierungshype um das angebliche Kinder-Massengrab in Irland aus den Schlagzeilen und Köpfen der dahinter stehenden Redakteure verdrängt haben, wird es Zeit, sich die Tatsachen einmal genauer anzusehen. Dabei stellt sich so manches Erstaunliche heraus. Nachzulesen in der von Bill Donahue erstellten PDF-Datei "Irelands-Mass-Grave-Hysteria"   klicken

Zunächst einmal: es gibt kein Massengrab. Entgegen einer aus Wahrheit, Halbwahrheit, platten Lügen zusammengewundenen Story mit 3 Erzählsträngen : die grausamen Nonnen, die ihre Schutzbefohlenen mißhandelten, die Magdalen-Laundries und die durch den gleichnamigen Film berühmt gewordene causa "Philomena" gibt es weder ein Massengrab noch wurde Philomena Lee ihr Kind von bösen Nonnen weggenommen und zum höchsten Gebot verkauft.
Das giftige Gebräu, das von der irischen Presse, voran die Irish Mail, nicht zufällig zusammen gebraut und dann von der einschlägigen internationalen nur zu gern aufgegriffen wurde, hatte ein Ziel: antikatholische Ressentiments zu schüren.
Was die "Magdalen Laundries" angeht, kann man alles Wissenswerte im 2012 veröffentlichten McAlees-Report der Irischen Regierung nachlesen. So z.B. daß keine einzige der dort aufgenommenen Frauen von den Nonnen sexuell belästigt wurde und daß die Bedingungen in der Wäscherei eben nicht gefängnishaft waren.
Philomena Lee hat ihr Baby im Alter von 22 Jahren den Nonnen freiwillig-wie in einem ebenso freiwillig unterzeichneten Vertrag bekundet- den Nonnen übergeben, die ihr halfen einen bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Sie haben das Baby nicht an die Meistbietenden verkauft und im Gegensatz zu dem, was der larmoyante und ziemlich realitätsferne Film behauptet, hat Philomena Lee die USA erst betreten, als der Film gedreht wurde- niemals vorher, auch nicht, um angeblich ihren Sohn zu suchen.
Was nun das angebliche Massengrab oder eine als Grab genutzte Klärgrube angeht, mit angeblich 800 kindlichen Skeletten, -es existiert schlicht nicht.



Die Irish Mail hatte mit der Schlagzeile " Ein Massengrab für 800 Babys" aufgemacht, im nachfolgenden Artikel allerdings hieß es schon "das Grab könnte die Überreste von 800 Kindern enthalten"- über das vielleicht und den Konjunktiv gingen sie nie hinaus, aber der internationale Empörungshype  mit Steigerungsspotential war angeheizt.
Regierungsvertreter und Historiker nahmen Stellung, so M.O´Reilly : " These are historical burials going back to famine time"  ( das wäre 1879) und Erziehungsminister Quinn sagte: "Es ist bekannt, daß dort Kinder begraben wurden- in der Zeit von 1920 bis 1961"
Um es ganz klar zu machen: es sind keine 800 Kinderleichen gefunden worden.
Nach dem ersten internationalen Massenaufschrei begannen die Washington Post und die New York Times zurück zu rudern und gaben kleinlaut zu, daß die Sensationsstory von bösen, hexenartigen Nonnen, die unzählige kleine Kinderkörper in einem Mahlstrom von Exkrementen versenkten, so nie stattgefunden hatte.
Die Nachrichtenagentur Associated Press veröffentlichte sogar eine Entschuldigung für die zahlreichen von ihr verbreiteten Falschmeldungen.
Aber wie wir aus leidvoller Erfahrung mit vorangegangenen katholikenfeindlichen Pressekampagnen wissen:
"semper aliquid haeret". 
Und darauf setzen die Lügenerfinder und Lügenverbreiter.
Für Menschen mit viel Zeit lohnt es sich, die vielseitige PDF-Datei von Donahue zu lesen, u.a. auch, weil sie beispielhaft zeigt, wie sich so eine Kampagne aufbaut.

Quelle: Bill Donahue/ Irelands-Mass-Grave-Hysteria, rorate caeli

3 Kommentare:

  1. Find ich gut, dass das langsam auch im deutschen Sprachraum zur Kenntnis genommen wird. Woanders weiß man das schon längst:
    http://www.standaard.be/cnt/dmf20140610_01135529
    Aus dem Artikel geht übrigens nicht nur hervor, dass da keine Spur von einem Massengrab ist, sondern auch, dass die "Historikerin", die das alles "aufgedeckt" hat, in Wirklichkeit eine Hausfrau mit dem Hobby Ahnenforschung ist. Und die mal vermutete, dass auf dem Grundstück zwischen 1925 und 1961 Babys vergraben sind. Dann hat sie festgestellt, dass auf einer Karte aus dem Jahr 1891 auf dem Grundstück eine Klärgrube eingezeichnet ist. Messerscharfer Schluss: Die Babyleichen sind in der Klärgrube. Und schon hat man ein Thema für eine Kampagne.

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    1. Das erschreckende an dieser "Kampagne" ist ja auch eigentlich, dass die irischen Bischöfe sofort in vorauseilendem Gehorsam Untersuchungen angekündigt hatten, mit einem mehrfachen "MeaCulpa" auf den Lippen.

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    2. Es ist absolut unvorstellbar, dass sofort geglaubt wird, was an Unfug über die Kirche erzählt wird!
      Und noch unglaublicher ist, dass die Bischöfe sofort einknicken, wenn ein Zeitungsartikel irgendwas zusammenerfindet, was keinerlei realen Hintergrund hat.
      Nicht das ich denke, dass Mönche und Nonnen lauter Engel sind, aber man fragt sich schon woher diese sprungebereite Feindseligkeit auch bei den eigenen Leuten kommt!

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