Dienstag, 20. Januar 2015

Von den Händen der gesamten intellektuellen Klasse und vieler Christen des Westens tropft das Blut der Christen des Ostens."

Das sind die Worte von Rabbi Laras, die er anklagend an die Europäer richtet, die die Christen in Muslimischen Ländern ungeschützt und allein lassen.
LESEN! LESEN! LESEN!
Worte wie Donnerhall, die auch christlichen Wortführern gut angestanden hätten und die besonders unseren politischen und intellektuellen "Eliten" mit Großbuchstaben ins Stammbuch geschrieben werden müssen.
Leider würde bei deren verstockter Blind-und Taubheit auch das nichts nützen.

Sandro Magister schreibt Tacheles darüber auf seinem blog im L´Espresso "www.chiesa".
Hier geht´s zur englischen Fassung seines Textes:  klicken

"CHRISTEN IN MOSLEMISCHEN LÄNDERN. SELIG SIND DIE VERFOLGT WERDEN "

"Sie werden allein und ungeschützt gelassen wie die Juden" - klagt ein Rabbiner. "Wegen der Illusion, daß man so leichter einen Frieden mit den Muslimen erreichen könne" . Die Beobachtungen eines israelischen Jesuiten.

                                       

"Die Reise von Papst Franziskus nach Asien hat seine erinnerungswürdigen Worte über das Massaker von Paris in den Hintergrund rücken lassen, mit denen er demonstrierte, daß er die gewalttätigen Reaktionen jener, die ihren Glauben als beleidigt betrachteten, verstehe und spottete: "Wenn jemand meine Mutter beschimpft, kriegt er die Faust zu spüren, das ist  normal."

Diese Worte lösten ein weltweites Echo aus und waren Musik in den Ohren vieler Muslime, die mit den Mördern der unfrommen Illustratoren von Charlie Hebdo sympathisieren.
In der selben Pressekonferenz jedoch sagte  Franziskus noch etwas anderes: "Für mich ist es das Beste immer milde zu antworten, milde zu sein, demütig wie Brot, ohne aggressiv zu werden."

Und diese Worte klangen wie ein Gebot für die Christen in muslimischen Ländern: die andere Wange hinzuhalten, selbst wenn der Feind sie nicht nur verletzt und verspottet, sondern sie im Namen Allahs tötet.



In einem kraftvollen Kommentar im Corriere della Sera vom 13. Januar antwortete einer der höchstangesehenen italienischen Rabbiner, Giuseppe Laras, ein enger Freund des verstorbenen Kardinals Martini, und warnte vor dieser katastrophalen Strategie jener, die glauben, daß sie den kulturellen und religiösen Frieden mit den Moslems leichter erreichen können, indem sie die Juden und den Staat Israel allein lassen und fortfahren die Christen ungeschützt zu lassen.
Diese katastrophale Strategie haben die arabischen Christen schon gegenüber dem Pan-Arabismus und dem Antizionismus probiert. Die Resultate sind bekannt.
Nachdem sich fast alle arabischen Staaten ihrer Juden entledigt hatten, richteten sie ihre Gewalt und ihre Massaker gegen substantielle christliche Minderheiten,.
Es eine Geschichte, die sich immer wiederholt. und vom Völkermord an den Armeniern ( vor 100 Jahren) zu den ägyptischen Kopten, den Äthiopischen und Nigerianischen Christen und bis jetzt nach Mossul führt.
Und von den Händen vieler Europäischer Länder, der ganzen intellektuellen Klasse, und vieler westlicher Christen tropft das Blut der Christen des Ostens, weil sie willens sind, sie auf dem Altar des Pazifismus, des politischen Opportunismus, eines falsch verstandenen Toleranzkonzeptes einer konformistischen Kultur, chicer Radikalität und eines guten Gewissens zu opfern."

An der Wurzel dieses Abdankens sieht Rabbi Laras den Niedergang des Juden-und Christentums.
Die Krise, die wir erleben, ist weder eine wirtschaftliche noch eine demographische, es ist eine Krise der Kultur und der Werte, gebunden an die Krise des Christentums und -auf gewisse Weise- der Krise des Verstehens der Bibel- der Heftklammer unserer gesamten Kultur.
Carlo Maria Martini hatte Recht, als er sagte, daß die Bibel das Zukunftsbuch für Europa und den Westen ist, aber man hörte nicht auf ihn.
Benedikt XVI hatte mit seiner wohlbekannten Regensburger Rede Recht, aber er wurde das Opfer medialer und kultureller Mißachtung.
Die Bibel als Grundelement von Kultur und Ethik zurückzubringen, wird einer religiösen Anstrengung bedürfen, aber es ist möglich, ist von außerordentlicher Fruchtbarkeit und kann von Christen und Juden geteilt werden.

Aber kehren wir zu den Christen in moslemischen Ländern, besonders denen des Mittleren Ostens, zurück.
Ein sowohl zuverlässiger als auch aktueller Bericht über die dramatischen Umstände, in denen sie leben, erschien in der ersten Ausgabe der diesjährigen "Civilta Cattolica", dem Magazin der Römischen Jesuiten, das mit vaticanischem Imprimatur gedruckt wird.
Autor ist ein israelische Jude, der zum Christentum konvertierte und in die Gesellschaft Jesu eintrat.
David Neuhaus S.J.  vom lateinischen Patriarchat Jerusalem für hebräischsprachige Katholiken.
Der Titel seines Artikels lautet:      "Die Zukunft der Christen im Mittleren Osten"


                                                    .Christus nobiscum state

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