Montag, 17. August 2015

11 Kardinäle nehmen den Kampf auf,


um die Protestantisierung der Kirche zu beenden.
So überschreibt Lorenzo Bertocchi seinen Artikel in La Nuova Bussola Quotidiana und läßt sich dabei durch die Zahl 11 zu einigen Anleihen beim Fußball inspirieren.
Hier geht´s zum Original:    klicken

"ELF KARDINÄLE BETRETEN DAS SPIELFELD,  UM DIE PROTESTANTISIERUNG DER KIRCHE ZU BEENDEN"

"Auch wenn die Nachricht immer noch streng vertraulich behandelt wird und niemand die Texte bisher lesen konnte, wird kurz vor der Synode im Oktober ein Buch erscheinen, das den Titel "In der Wahrheit Christi bleiben 2" tragen könnte.
Laut einem Bericht, der in den Vereinigten Staaten in Umlauf gebracht (siehe hier) wurde, haben einige Kardinäle- von denen u.a.Raymond Burke und Walter Brandmüller genannt werden, gemeinsam an einem Text gearbeitet, der den Thesen von Kardinal Kasper und anderen zu den Themen des Synode widerspricht.
Aber nach allem, was wir wissen- ist es nicht ganz so.

Die Polemiken, die die Veröffentlichung des Buches "In der Wahrheit Christi bleiben" (Edition Cantagalli) begleiteten waren scharf.
Wenige Tage von der Synode 2014 wurden die Autoren, die 5 Kardinäle, zusammen mit dem Herausgeber aus Siena einer Veröffentlichungs-Kampagne gegen den Papst beschuldigt.
Kardinal Walter Kasper höchstselbst sagte am 18.9.2014 in einem Interview ganz offen: "Das Ziel der Kontroverse bin nicht ich- sondern der Papst."
Kardinal De Paolis, einer der fünf Kardinäle, die zu dem Text beigetragen hatte, erklärte in der Repubblicca seine ganze Überraschung. "Es gibt welche, die dahinter eine gewollte Operation vermuten. Es gibt kein Komplott, nur den Willen zu einer Stellungnahme."

Aber jemand schien die abweichenden Stimmen angesichts eines bereits vorgegebenen Weges zum Schweigen bringen zu wollen, ohne jede Rücksichtnahme auf die "parresia", die der Papst selbst als die Methode, die Arbeiten durchzuführen, bezeichnet hatte

Nachdem was "La Nuova Bussola" erfahren hatkönnte sich das Szenario wiederholen.
Die Nachricht, daß eine Gruppe von Kardinälen an einem neuen Text für die kommende Ordentliche Synode gearbeitet hat, entspricht den Tatsachen.
Es soll den Titel "Ehe und Familie" tragen, mit einem Untertitel, der noch auf etwas anderes hinweist. Man spricht in der Tat von "pastoralen Perspektiven von 11 Kardinälen," einer nicht unerheblichen Gruppe, von der man-wenn man an den Fußball denkt- sagen könnte, daß da eine respektable Formation das Spielfeld betritt.

Unter diesen befinden sich- wie aus Übersee durchgesickerte Indiskretionen zeigen- nicht nur Kardinal Burke und Kardinal Brandmüller, sondern auch die Kardinäle Carlo Caffara, Erzbischof von Bologna, Baselios Cleemis, Großerzbischof der syro-malankaresischen katholischen Kirche und Präsident der Bischofskonferenz von Indien, Paul Josef Cordes, emeritierter Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum", Dominik Duka, OP, Erzbischof von Prag, Primas von Böhmen, Willem Jacobus Eijk, Erzbischof von Utrecht, Joachim Meisner, Erzbischof em.von Köln, John Olorunfemi Onaiyekan, Erzbischof von Abuja (Nigeria), Antonio M. Rouco Varela, Erzbischof von Madrid, Camillo Ruini, Generalvikar Emeritus Seiner Heiligkeit für die Diözese Rom, Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Disziplin der Sakramente und Jorge Liberato Urosa Savino, Erzbischof von Caracas, Santiago de Venezuela.


Herausgeber des Buches ist der deutsche Professor Winfried Aymans, Experte für Kirchenrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im vergangenen Juni schrieb Aymans im Osservatore Romano: "in einer Zeit, in der das Zivilrecht die Ehe tendenziell und in jeder Hinsicht immer mehr der Gnade der Willkür überlläßt, muß die Verkündigung der Kirche umso klarer sein. "

Wieder werden alle beschuldigt werden, die Debatte zu behindern und, schlimmer noch, sich gegen den Papst zu stellen. Jemand könnte versuchen, ein Spiel der Parteien aufzuziehen, das dazu tendiert, Allianzen zu bilden und Unterstützer zu gewinnen, aber die elf Kardinäle "auf dem Feld" scheinen nicht bereit zu sein, sich "in der eigenen Hälfte" einschließen zu lassen
Sie scheinen nicht geneigt zu sein-die Taktik des "catenaccio" anzuwenden,dessen man sie wahrscheinlich bezichtigen könnte, um sie als banale Kristallisatoren der Doktrin erscheinen zu lassen.

Soweit wir wissen, sind die Fragen, auf die die 11 Kardinäle antworten wollen absolut pastoraler Natur und beziehen sich so auf unser aller Fleisch und Blut. Wie: wie können wir die besser begleiten, die von ihrem Ehepartner verlassen worden sind und die so "Freigegebenen" der Ehe treu bleiben? Wie könnte die Ehevorbereitung effektiver die Situation von jungen kaum katechisierten und stark von einer säkularen Kultur beeinflussten jungen Paaren angehen?

Für Antworten auf diese und ähnliche Fragen, müssen wir nicht auf das Erscheinen des Buches Ende September warten. Was den Namen der Verlegers angeht, weisen alle Inidzien erneut auf den Sienesen Cantagalli hin. Es wird kurz vor der Synode sein, und unter den möglichen pastoralen Antworten auf die Fragen von Ehe und Familie müssen wir auch mit diesen rechnen.

Schließlich ein letztes Wort. Gleichzeitig mit dem Buch der 11 Kardinäle soll auch ein anderer Text von großem Interesse erscheinen. In diesem Fall sind es 11 Bischöfe und Kardinäle, aber alles Afrikaner. 
Um uns von Afrika zu berichten, sowie die Stimme Afrikas zu den Themen der Synode und darüber hinaus hören zu lassen.
Es wird besser sein, gut zuzuhören und der Titel gibt dem eine Stimme: "Die neue Heimat Chisti ist Afrika".

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana, Lorenzo Bettocchi












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