Montag, 14. September 2015

Neun namhafte Juristen klopfen an die Synodentür

Sandro Magister berichtet in Settimo Cielo über ein weiteres, in Spanien erschienenes Buch, das von 9 namhaften Juristen aus 8 Nationen verfaßt wurde.
Hier geht´s zum Original:     klicken

"NEUN WELTBERÜHMTE JURISTEN KLOPFEN AN DIE TÜR DER SYNODE."

"Silvio Brachetta hat mir ein wichtiges Buch -von 9 namhaften katholischen Juristen aus 8 Nationen verfaßt- vorgestellt, das in Spanien herausgekommen ist.
Man muß wissen, daß das Buch erschienen ist, bevor Papst Franziskus sein Motu Proprio veröffentlichte, das die Dimension der Masse der Anträge auf Nichtigkeitserklärung sakramentaler Ehen vervielfacht. Und deshalb wäre es von großem Interesse, möglichst bald die Urteile dieser Juristen zu diesem Thema kennen zu lernen.
Brachetta ist den Lesern des Settimo Cielo bekannt, und hat schon als Gast Synodenthemen kommentiert. Er hat sein Diplom am Institut für Religiöse Wissenschaften von Triest erworben und hat sich besonders der Theologie Bonaventuras gewidmet. Er schreibt für die Wochenzeitschrift "Vita Nuova".
Erteilen wir ihm das Wort:

"Anfang September ist im Verlag Marcial Pons in Madrid das von Prof. Miguel Ayuso Torres -auf Initiative der "Union Internationale des Juristes Catholiques" (UIJC) herausgegebene Buch "De matromonio" veröffentlicht worden.

Kurz vor der Synode über die Familie wird dieses Werk die Reihe der Publikationen, die den Thesen Kardinal Kaspers kritisch gegenüber stehen, verstärken, der in der ersten Sitzung der Synode eine Art von "Toleranz" für die geschiedenen und zivilrechtlich in zweiter Ehe Wiederverheirateten vorgeschlagen und ihr Recht, Zugang zu den Sakramenten der Beichte und der Eucharistiezu erhalten, anerkannt hat.

"De matrimonio" ist eine Sammlung von 9 Beiträgen zur Unterstützung der Institution Ehe aus Sicht der Rechtswissenschaft.
Außer der Signatur von Migeul Ayuso, dem Präsidenten der Union, finden sich noch die von 8 weiteren Juristen von Weltruf, Akademikern und hochrangigen Richtern in 3 Kontinenten, unter denen auch der emeritierte Rektor der Universität Salzburg, Wolfgang Waldstein, und der Generalstaatsanwalt von Kolumbien, Alejandro Ordóñez sind.




Die UIJC -wie die website des Päpstlichen Rates für die Laien berichtet- ist 1986 in Paris gegründet worden und gehört zu .....
Am 17. Oktober 2002 hat der Päpstliche Rat für die Laien "die Anerkennung der UIJC als Internationale Vereinigung der Gläubigen nach pontifikalem Recht"  dekretiert. Die UIJC solle "zur Erhaltung oder der Wiedereinführurng der christlichen Prinzipien in die Philosophie und die Rechtswissenschaft, in die Legislative, juristische und administrative Tätigkeit, die Lehre und die Forschung beitragen- sowohl im öffentlichen- als auch im Berufsleben."

Der einzige italienische Beitrag zu diesem Buch ist der von Danilo Castellano, Ordinarius, der der Rechtsfakultät der Universität von Udine vorsteht,.
Castellano führt den Ursprung der heutigen Angriffe auf die Familie durch die lasisierte und säkularisierte Welt auf die Vorschläge der 70-er Jahre zurück, als man Marx und Reich verband,- die sich jeder Insitution gegenüber als unduldsam erwiesen. Mit anderen Worten: man arbeitete vorsichtig aber entschlossen. Die traditionelle Familie wurde als überholt betrachtet- mit Einwilligung der"herrschenden christlichen Kultur"  die diese Thesen des Protestes und de Bestreitung akzeptierte.

Der wirkliche Startschuss fiel- nach Castellano- in Italien 1975 mit dem Gesetz Nr- 151 der Reform des Familienrechts. Nach Ansicht des Autors verdrehte die Reform die Fundamente der Institution Ehe-die natürlicher-und notwendigerweise als "heterosexuell, monogam, unauflöslich, einzig und subsidiär" definiert worden war.
Diese Verzerrung wurde durch eine neue und mißbräuchliche Art, das Recht zu verstehen, hervorgerufen.
Mit Hilfe einer gewissen "rechtlichen Geometrie" oder eines gewissen juristischen Formalismus- nach positivistischem Geschmack- plante man die wirkliche Aufgabe des Gesetzes im Namen eines angeblichen Rechtes auf Allmacht zu verraten. Castellano zeigt, daß die Abweichung bereits in der italinieschen Nachkriegsverfassung entstand, die in gewisser Weise eine Tochter der Ideologie der Aufklärung und des Code Napoléon war.
Hier das Inhaltsverzeichnis von "De matromonio"

Miguel Ayuso, Professor der Päpstlichen Universität Comillas, Madrid, Präsident der UIJC
" Sonnenuntergang oder Sonnenfinsternis der Familie? Die Ehe und ihr fundamentales phílosophisch-juristisches Probem."

Danilo Castellano, Professor und Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Udine
"Die Familie und die neuen Modelle sexueller Verbindungen"

Ricardo Dip, Richter am Obersten Gerichtshof Brasiliens
"Die Ehe, die Natur und das Gesetz",

Brian M. McCall, Professor an der Universität von Oklahoma
"Können wir die Ehe nach Belieben definieren?"

Wolfgang Waldstein, Rektor Emeritus der Universität Salzburg
"Die unauflösliche Ehe und die Moderne"

Bernard Dumont, Herausgeber und Direktor der Zeitschrift für politische und religiöse Studien "Catholica", Paris
" Die Unverletzbarkeit der Unauflöslichkeit der Ehe"

Alejandro Ordóñez Maldonado, Generalstaatsanwalt von Kolumbien
"Die Ehe, Institution des Naturrechts, vor dem Staatsrecht"

José María Sánchez, Professor an der Universität von Sevilla
"Die Auswirkungen des Mangels an Vertrauen der Vertragspartner in die Gültigkeit der Ehekonsenses"

Luis María de Ruschi, Rechtsanwalt für Eherecht,  Buenos Aires
"Einige (politische) Gedanken  über die Natur von Ehe und Familie"

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