Montag, 14. März 2016

Mary Poppins in der Kathedrale von Omaha....

Matteo Matzuzzi macht seine Leser in IlFoglio und uns mit einem bemerkenswerten Ereignissen in der Kathedrale von Omaha /USA bekannt. Eine nicht nur kuriose Geschichte. Wir wissen ja wie herausfordernd sakrale Räume auf Heiden und Atheisten wirken, die immer und  immer wiederkehrenden, als Kunst getarnten Versuche, die Sakralität durch Banalisierung und bewußte Entweihung zu zerstören beweisen. Hier geht´s zum Original: klicken


"MARY POPPINS UND BUDDHA IN DER KATHEDRALE. KEINERLEI DESAKRALISIERUNG, MAN FÖRDERT NUR DIE KULTUR."

"Es ist in Omaha/USA passiert. Ein Sakristan,  der alles als Sakrileg weggeräumt hat, endete in einer Zelle. Der Bischof schweigt.

Mark Kenney war Sakristan der Kathedrale von Santa Cecilia in Omaha, Nebraska. Am vergangenen 29. Januar kam er am frühen Morgen in die Kirche und hat mit einer Schere Seile durchtrennt, an denen die riesige Mary Poppins-Puppe mit geöffnetem Schirm hing. Unmittelbar danach ging er in die Kapelle (die Nash-Kapelle) und riss ein riesiges Buddhabild in Stücke.
Teile, die die Kathedrale anläßlich des örtlichen Blumenfestivals "schmückten"

Der Pfarrer, Michael Gutgsell - ein überzeugter Pazifist, der einige Zeit im Gefängnis verbracht hat, weil er in mehreren Militärbasen gegen Nuklearwaffen demonstriert hatte - rief ihn an - sobald er die Kirche betreten hatte und fragte ihn, was passiert sei:  "Pater ich war es, rufen Sie die Polizei". 

Die Polizei kam, hat Mark Kenney verhaftet und ihn eine Nacht in der Zelle verbringen lassen.
Es wird einen Prozess geben, das Urteil wird für den kommenden 24. März, erwartet - Gründonnerstag, wie Kenney sofort bemerkte.

Die Verteidigung des Sakristans basiert auf einem sehr wichtigen Punkt:
"Ich werde alles ersetzen, aber säkulare Elemente wie Persönlichkeiten aus Filmen im Heiligen Raum einer Kathedrale sind Sakrilege und Idolatrie."

Der Pfarrer von Santa Cecilia sieht das nicht so: "keinerlei Sakrileg oder Mangel an Respekt. Die Kathedralen sind eine Art Epizentrum für die Präsentation und Entwicklung von Kultur."
Pater Gutgsell, schon Kanzler der Erzdiözese und Kirchenrechtler der Katholischen Universität, hat erklärt, daß von Desakralisierung zu sprechen, bedeutet, jeden zu verleumden, der das gesamte Projekt verfolgt hat, das Mary Poppins und Buddha in die Kathedrale brachte.
Dazu gehörten auch historische Kostüme wie das Elizabeths I, das Kenney ebenfalls aus der Kirche warf.
Die Versicherungsgesellschaften machen bereits Aufstellungen der Schadenssumme. Bischof George Lucas, hat das Ganze nicht kommentiert.
Sein Sprecher sagt, daß es keine Stelle im Katechismus gibt, die es verbietet Mary Poppins zwischen den  Bildern in einer Kathedrale aufzuhängen.  Er lädt dazu ein, auf den Kontext zu achten."


Quelle: IlFoglio, Matteo Matzuzzi

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