Freitag, 6. Oktober 2017

M. Tosatti über die Atmosphäre der Angst im Vatican

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die aktuelle Atmosphäre der Angst im Vatican, von der sowohl Abt Faria als auch Kardinal G.Müller berichtet haben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"ABT FARIA HAT ANGST DAVOR, IN DEN VATICAN ZU GEHEN.  UND KARDINAL MÜLLER BESCHREIBT DAS KLIMA DER ANGST IN DER KURIE."

"Nach einer seltsamen Periode des Schweigens schreibt Abt Faria mir jetzt wieder. Ich hatte mir wegen dieses Verhaltens ein bißchen Sorgen gemacht, aber jetzt verstehe ich es.
Lesen Sie selbst:

"In diesern Tagen mehr oder weniger brüderlicher Korrektur bin ich etwas weniger in der Nachbarschaft des Vaticans spazieren gegangen, um den Mitbrüdern nicht zu begegnen und ihre Klagen gegen oder für den obersten Pontifex nicht zu hören. In Rom aber gibt es ein Chaos, der Vatican erscheint wie Fort Apache. Ich bin auch mit meinen Mitbrüdern und selfies mit ihnen im Park sehr vorsichtig, ich möchte mich nicht morgen in den Zeitungen neben einem Priester wiederfinden, gegen den irgenwie ermittelt wird, es vergeht kein Tag, an dem nicht einer auf der schwarzen Liste endet."

Das mißfällt mir wegen des Papstes, könnte ich mit ihm sprechen, würde ich ihm sagen, daß viele fromme Seelen,  wenn es zu vertraulichen Geständnissen kommt, mir zuflüstern: die Reform des Klerus ist wirklich eine Priorität.
Wenn er so schlau ist, wie man sagt: "werfen Sie einen Blick auf die Arbeitsbedingungen in Ihrem Vatican und Sie würden sehen, daß es nicht nur gute Menschen gibt, sondern auch Priester von grenzenloser Arroganz.
In manchen Institutionen des Vaticans sind Kessel, die köcheln und köcheln ... aber der Papst sollte sich denen nicht anvertrauen, die die eigene Lobby schützen, geographisch, politisch, freimaurerisch oder sexuell. Werden Sie sie jemals bekämpfen? "
Abt Faria

Klar oder? Bravo Abt Faria!
Und wir erlauben uns, einen Auszug aus dem Interview hinzuzufügen, das Edward Pentin für den National Catholic Register mit Kardinal Müller über das Klima, das jetzt schon seit Jahren im Vatican und unter der Regierung dieses Pontifex´ herrscht, gemacht hat.
Wir haben in der Vergangenheit mehrmals darüber geschrieben; daß wit in den vielen Jahren der Besuche der Hl. Paläste nie eine solche Atmosphäre wahrgenommen haben.
Und es tut mir leid, das zu sagen, die Verantwortung liegt - leider - im Regierungsstil des Pontifex.
Es gefällt mir, daß ein Kardinal, der gegenüber dem Papst loyal ist, das ganz klar sagt.

"Die Karrieristen und Opportunisten sollten nicht befördert werden und andere Personen, die kompetente Mitarbeiter sind, sollten nicht grundlos entlassen oder aus der Kurie entlassen werden. Das ist nicht gut.
Ich habe gehört, daß in einigen Häusern, in denen die Leute für die Kurie arbeiten, große Angst herrscht; wenn man auch nur ein kleines oder harmloses Wort der Kritik äußert, Spitzel die Kommentare sofort an den Hl. Vater weitergeben und die fälschlich beschuldigten Leute keine Chance haben, sich zu  verteidigen.




Diese Leute, die schlecht über andere Personen sprechen und Lügen über sie verbreiten, den guten Ruf und den guten Namen der anderen, die sie ihre Brüder nennen, stören und zerstören.
Das Evangelium und die Worte Jesu gegen jene, die ihre Brüder verleumden und eine schlechte Atmosphäre des Mißtrauens schaffen, sind sehr stark. 
Ich höre, daß niemand spricht; alle haben ein bißchen Angst, weil sie Ziel von Ausspähungen sein können...."

Pentin hat das so kommentiert: "Ein alter Prälat der Kirche, der anonym sprach, hat das "eine Terrorherrschaft" genannt......

Der Kardinal antwortete: "Und das selbe in einigen Theologischen Fakultäten - wo einer, der zu Amoris Laetitia Beobachtungen macht oder Probleme damit hat, entlassen wird usw....
eine bestimmte Interpretation der Fußnote 351 des Dokumentes kann nicht das Kriterium dafür sein, Bischof zu werden. Ein zukünftiger Bischof sollte Zeuge für das Evangelium sein, ein Nachfolger der Apostel und nicht einer, der irgendwelche Worte aus einem einzelnen Dokument des Papstes wiederholt, ohne Verständnis für eine reife Theologie."

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti 

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