Sonntag, 17. Dezember 2017

Father Hunwicke spricht (2)

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                                        "DIE RÖMISCHE KURIE (2)"
"Es ist wohlbekannt, daß in den frühen Jahren der Kirche, der Bischof das sakramentale Zentrum seiner Ortskirche und ihr Lehrer war, der -mit Unterstützung des Hl. Geistes- die authentische Lehre, die der Kirche überliefert wurde, bewahrte und ausdrückte.
Aber es sieht so aus, als sei das Presbyterium, das Priesterkollegium, ihre administrative Körperschaft gewesen, das Komitée, das Entscheidungen traf, eine Körperschaft von Männern, an die der Bischof sich um Zustimmung wandte, bevor er sich auch nur frei genug fühlte, einem Beichtenden die Absolution zu erteilen oder einen Subdiakon zu weihen.
Und das scheint auch besonders in Rom gegolten zu haben. 
Es gibt Historiker. die glauben, daß die Römische Kirche jahrhundertelang von ihren Presbytern geleitet wurde und keinerlei "monarchischen Bischof" hatte.
Ich glaube nicht an diese Theorie, aber die Beweise, auf die sie sich stützt, weisen auf die Bedeutung der Römischen Priester hin.
Wenn ein Brief nach Korinth geschickt werden sollte, um die Unordnung in der dortigen Kirche zu beheben, stellt das älteste Dokument, das wir haben, die Ausübung eines disziplinarischen Primates durch Rom dar und er wurde nicht im Namen des Bischofs geschickt.

Es ist argumentiert worden, daß der Hl. Clemens nicht so sehr Bischof/Papst war sondern nur der Priester, der mit der Korrespondenz beauftragt war. Noch einmal-ich glaube das nicht, die Tatsache, daß ein solches Argument benutzt wurde, zeigt die Bedeutung der Presbyteratus Romanus.
Etwas später haben wir eine Nachricht von Papst Cornelius darüber, wie ein früherer Papst um das Zugeständnis gebeten hatte, einen bestimmten Priester weihen zu dürfen, der vom Klerus und großen Teilen der Laien abgelehnt worden war; und Tertullians  (bildreichen und bissigen) Bericht über Papst Callixtus, der um die Zustimmung der fraternitas flehte, einem Ehebrecher die Absolution erteilen zu dürfen- 
Die Kirche jener Jahrhunderte sah sich selbst auf eine Weise als Gemeinschaft an, die wir uns nur schwer vorstellen können.
Nehmen wir den ersten Brief an die Römer- nach dem des Hl. Paulus-, den Brief des Hl. Ignatius: der erwähnt nicht ausdrücklich einen Bischof, es wird von der Kirche gesprochen, die den Vorsitz hat (Kathemene). Auch ordnet die Passage beim Hl Irenäus, unser erster Hinweis auf die Idee der Römischen Kirche als dem Ort der authentischen Lehre contra haereses, diese Rolle nicht spezifisch dem Papst zu, sondern der Kirche.
Das läuft natürlich alles auf das Selbe hinaus: wenn die Römische Kirche authentisch die Doktrin lehrt, und ihr Bischof das kirchliche Organ ist, der diese authentische Lehre der Römischen Kirche verkündet, dann....
Aber diese Tatsachen bringen mich zun Ausgangspunkt zurück: Jorge Bergoglio ist nichts, der Bischof von Rom ist alles, Papst Bergoglio ist Episcopus Romanus in et cum Ecclesia Romana.
Er ist kein "vagans".

Meine Schlußfolgerung ist die selbe wie am Ende meines ersten Teils. Die Römische Kurie ist eine Körperschaft mit theologischer Bedeutung. Wenn ich im altehrwürdigen Stil dieser Universität ein scherzhaftes Zitat bringen wollte und es mir in den Sinn käme, es als Aufgabe stellen zu stellen: "Diskutiere: Papa sine Curia Papa nullus", würde ich denjenigen ein Delta geben, die zugunsten oder gegen den Titel.argumentierten und denjenigen bessere Noten, die ihre Thesen unterteilten und irgendwo in der Mitte herauskämen.

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke


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