Donnerstag, 14. Dezember 2017

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über ein temporäres Aussetzen der Lehre des Magisteriums und fragt sich -anhand von historischen Beispielen-über dessen Auswirkungen.
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"DIE ZEITWEILIGE AUFHEBUNG DER FUNKTION DER ECCLESIA DOCENS" 
"Eine Gruppe von Laien aus aller Welt hat gerade eine Verteidigung der Katholischen Lehre zu Familie und Leben veröffentlicht. Die Hauptpassage ist meiner Meinung nach diese:

"Wir fordern von der Hierarchie der Katholischen Kirche vollen Gehorsam bei der Ausübung ihrer Autorität. Dennoch wird uns niemals etwas überzeugen oder zwingen, irgendeinen Artikel des Katholischen Glaubens oder auch nur eine definitiv festgestellte Wahrheit zu verlassen oder ihnen zu widersprechen. Wenn es irgendeine Diskrepanz zwischen den Worten und den Handlungen eines Mitglieds der Hierarchie gibt, sogar des Papstes und der Doktrin, die die Kirche immer gelehrt hat, werden wir der immerwährenden Lehre der Kirche treu bleiben. Wenn wir vom Glauben der Kirche abweichen, würden wir uns von Jesus Christus trennen, mit dem wir für alle Ewigkeit vereint bleiben wollen."

Mir scheint es genau richtig und genau proportional zur aktuellen Situation in der Katholischen Kirche zu sein. Durch ein günstiges Eingreifen der Vorsehung, hat dieses Statement die Medien im gleichen Augenblick erreichte, wie Walter Kaspers hämische Überzeugung, daß Amoris Laetitia jetzt unreformierbar ist und daß die Kontroverse jetzt vorüber ist.
Meine Güte, was für ultrahyperüberpapolatriksche Ansichten diese Liberalen doch vom Petrinischen Amt haben, wenn ihnen ein fauliger Wind in die Segel bläst.

Und die Statements erinnern mich an den Satz, den der Selige John Henry Newman im Zusammenhang mit der Arianischen Kontroverse benutzte, in der die große Mehrheit der Bischöfe, die Ecclesia docens einschließlich des Nachfolgers des Hl. Petrus entweder Häretiker waren oder von den Häretikern zum Schweigen oder zum Kompromiss genötigt wurden. Es ist der Satz, den ich über diesen post gesetzt habe und den ich in dem Sinn übernehme, wie Newman dann seinen Gebrauch erklärte- und nicht anders. 

Ich nehme an, daß wir für dieses Phänomen der "Aufhebung" im Pontifikat des Seligen Pauls VI in der Zeit seiner Einrichtung einer Kommission zur Frage der Empfängnisverhütung und seiner mutigen nachfolgenden Bestätigung der lehramtlichen Lehre der Kirche durch die Veröffentlichung von Humanae Vitae ein gutes Beispiel hatten. 

Wir befinden wir uns jetzt in einer weiteren Periode solcher Spannung. Die Frage der Zulassung von Ehebrechern zur Hl. Kommunion wurde lehramtlich zuletzt 2007 behandelt, nur 10 Jahre zurück in "Sacramentum Caritatis", § 29.
Die hatte sowohl synodale als auch päpstliche Klräung in beiden vorangegangenen Pontifikaten bekommen; und sie ist im Katechismmus eingebettet. 
Aber eine solche Periode der Aussetzung begann, als die Frage für die Synodale Diskussion geöffnet wurde; und diese Aussetzung wurde noch erweitert, als PF ein Dokument erstellte, das auf diametral entgegengesetzte Weise interpretiert wird. Die Suspendierung wird enden. wenn dieser oder ein folgender Römischer Pontifex oder ein Ökumenisches Konzil mit unmißverständlicher Klarheit die Lehre des Magisteriums bestätigen (oder wenn möglicherweise der Irrtum nachdem  er seinen Laug beendet hat,eines natürlichen Todes stirbt.)

Der gelehrte Patron des Orinariats, der Sel. John Henry Kardinal Newman, machte klar, daß während einer "Aussetzung" die Lehre des Magisteriums oder Amtes aufhört. Das Dogma von Nicäa ist de jure voll in Kraft geblieben; aber es wurde von vielen Bischöfen nicht so gehandhabt und funktionierte also nicht. 
Die Bischöfe blieben ex officio Bewahrer und Lehrer des Glaubens; nicht ein Mikrogramm ihrer gottgegebenen Autorität, den Glauben zu lehren, ging ihnen verloren; aber de facto versagten sie  dabei, diesen Glauben zu bewahren und zu lehren. Das Konzept der Aussetzung ist nicht so sehr theologisch als vielmehr historisch.




Die Dinge sind jetzt sehr ähnlich. Die Lehre des Magisteriums ist -offensichtlich-. noch in voller Kraft; aber untreue und nachlässige Bischöfe benehmen sich so, als sei das nicht der Fall, sie scheinen und/oder behaupten, das mit Zustimmung des Nachfolgers Petri zu tun.

EINE FRAGE
Fordert während einer "Aussetzung" das Bischofsamt jener Bischöfe, die in nur einem Punkt heterodox sind, bei den anderen Themen das religiosum obsequium? Oder ist man verpflichtet, ihren gesamten Bischofsdienst durch diesen einen Punkt von Heterodoxie als hinfällig betrachten?

Schaut man auf auf das reiche Anglikanische Erbe zurück, das in die Katholische Einheit mitzubringen, uns Papst Benedikt einludt, erinnere ich mich an einen Satz, der einem hervorragenden und gelehrten Bischof von Oxford, Charles Gore [1853-1032], einem beherzten Verteidiger der Lehre die in Casta Connubi ereut bestätigt wurde, so lieb war: "die wundervolle Kohärenz der Christlichen Lehre".
Ein späterer sogar noch gelehrterer Inhaber des selben Bischofsstuhls, Kenneth Kirk [1886-1954] kommentierte: "Gore sah die Christliche Lehre als ein einziges Ganzes....das war seine Überzeugung, geteilt natürlich von der großen scholastischen Tradition in der Theologie, daß wenn ein einziger Artikel dieses Ganzen angegriffen, verändert oder verzerrt würde, dieser Angriff, Veränderung oder Verzerrung würde mehr oder weniger ausgeprägt,  jeden anderen Artikel des großen Ganzen betreffen, was man bei genauer Kontrolle sehen könne....
wenn zwei Systeme, die beide einen gewissen Grad von logischen Prinzipien beanspruchen, sich in irgendeinem Punkt widersprechen, wird eine Untersuchung am Ende beweisen daß sie sich in jedem Punkt unterscheiden, auch wenn es auf den ersten Blick  alles andere als deutlich ist. Weil jedes System -durch Hpothese. in sich selbst konsistent ist und deshalb alle seine Glieder untereinander verbunden sind und was immer eines von ihnen betrifft alle betreffen muß."

Das ist immer noch eines meiner hermeneuischen Werkzeuge. Deshalb bin ich während dieser bedauernwerten Aussetzung versucht zu zögern, irgendeine Lehräußerung eines augenscheinlich weniger als orthodoxen Mitglieds dieser Hierarchie ernst zu nehmen.

Ich werde die oben genannte Position in die Diskussion, im vollen Bewußtsein meiner eigenen Fehlbarkeit und in jeder Hinsicht bemüht, in allem ein gelehriger Schüler des authentischen Lehramtes der katholischen Kirche zu sein.

Und ich applaudiere dem Zeugnis der Treue zur Katholischen Lehre, das von diesen hervorragenden und bewundernswürdigen Laien formuliert wurde."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke



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