Mittwoch, 31. Januar 2018

Tosatti läßt erst RVC zu Wort kommen und veröffentlicht dann die Botschaft, die Papst Johannes Paul I an die Jesuiten richtete, und die aus den Annalen des Hl. Stuhls verschwunden sind.

das tut er bei Stilum Curiae und stellt kommentierend den Bezug zu den heutigen Jesuiten her.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ROMANA VULNERATUS CURIA, PAPST, FUNDAMENTALISMUS. WAS SAGTE LUCIANI DEN JESUITEN. EIN FÜR ALLE MAL?"

"Romana Vulneratus Curia (RVC für Freunde und Feinde) war sehr verblüfft über Pater Armando Spadaros Scoop in Civiltá Cattolica, Direktor derselben, und einer der diversen medialen Spin-Doktoren des amtierenden Pontifex. Und das ist das Kolloquium mit den Jesuiten, die der jesuitische Pontifex während seiner kürzlichen Reise nach Myanmar und Bangladesh. Es wurde über Fundamentalismus gesprochen....

Und dazu und über die Jesuiten von heute und nach dem Brief von RVC haben wir etwas zu sagen. Eher zu erinnern...Aber hier zu RVC:

"Entschuldigen Sie Dr. Tosatti, aber RVC als wahre Nervensäge,  würde Sie um eine winzige Einmischung bzgl. des Interviews mit dem Corriere von heute bitten.
Er kann ohne das nicht auskommen, er wird ein bisschen exhibitionistisch medial, beneidet Antonio Spadaro und er scheint neidisch auf PezzoGrosso zu sein. Bitte sei gnädig ....
Er kann nicht ohne das auskommen, wird ein medial ein bißchen exhibitionistisch, beneidet Antonio Spadaro imd wie mir scheint neidisch auf Pezzo Grosso. Bitte seien Sie gnädig.....

Sagt der Papst zu Spadaro (Corriere vom 14. September, S.33)
"Schau mal, Fundamentalisten gibt es überall. Und wir Katholiken haben die Ehre welche unter unseren Getauften zu haben.....Der Fundamentalismus negiert die Geschichte, die Person. Und der christliche Fundamentalismus negiert die Inkarnation."
Verflixt, was für eine zweideutige Aussage! und was für eine raffinierte Spache der Hl. Vater benutzt hat, die scheint nicht von ihm zu stammen, das ist keine Sprache, die von den Armen und denen am Rande verstanden wird.





Das ist eine zu schwierige evangelikale Sprache. Was werden sie im Feldlazarett davon verstehen?
Vielleicht wollte er sich an die selbstbezogenen und prometheischen Neopelagianer wenden, um sie zu warnen?
Aber um sie davor zu warnen, was zu tun? Die Inkarnation zu leugnen?
Wer aber mit einer etwas mehrdeutigen Sprache die Inkarnation verwirrt hat, war kein anderer als sein Lehrer Karl Rahner, als er sich entschloss, die Inkarnation in neuer Form zu überdenken, anders als die von Augustinus und den Scholastikern, um sie glaubwürdiger zu machen.
Dazu mußte er statt eines unwandelbaren Gottes einen dialektisch veränderlichen Gott annehmen, einen Gott, bei dem die Inkarnation nur eine Umsetzung der menschlichen Realität ist, die Prämisse für die menschliche Natur ist (s. Rahner  Grundkurs für den Glauben, 1990) .
Und in jüngerer Zeit wurde der, der die Inkarnation indirekt wieder zur Diskussion stellt, -Walter Kasper-sein theologischer Berater geworden, der (in seinem Hauptwerk "Jesus, der Christus" 1974) alle theologisch-biblizistischen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Evangelien bzgl. der jungfräulichen Empfängnis Mariens, der Auferstehung Christi, der Himmelfahrt, der Realpräsenz Christi in der Eucharistie, zum Wert der Beichte etc. etc wieder auftreten läßt.
Ich hege den Verdacht, wenn ich überdenke, wer es ist, der die Dogmen und Doktrinen in Frage stellt (einschließlich der Inkarnation) -daß es besonders die Personen sind, die dem Papst am nächsten stehen und die der allermächtigste Antonio Spadaro jetzt vielleicht bestrafen wollte.
Wäre das nicht der Fall, könnte er von La Civiltá Cattolica entlassen und zum Direktor von "Famiglia Cristiana" (unter kontrollierter Verwaltung) ernannt werden, mit sie innerhalb von 12 Monaten in Zusammenarbeit mit "Luxuria e Vendola"  neu erscheinen zu lassen.
Bis dahin RVC.

Aber zufällig habe ich mich in diesen Tagen, in denen so viel über Papst Luciani gesprochen wird, dessen Seligsprechungsverfahren begonnen hat, an die Botschaft erinnert, die Papa Luciani für die Jesuiten vorbereitet hatte und die posthum (am 30. September 1978) veröffentlicht wurde.
Ich habe sie auf der website des Vaticans gesucht, die die wenigen Reden Albino Lucianis bewahrt haben, aber ich habe sie nicht gefunden.
Leider kann ich nicht sagen, ob sie dort je gestanden hat oder ob eine umsichtige Hand sie in den letzten vier Jahren hat verschwinden lassen....So wie es mit dem Dokument des damaligen Ordensgeneral der Jesuiten, Pater Kolvenbach, geschehen zu sein scheint, das wegen bekannter charakteristischer menschlicher und mentaler Verhaltensweisen, dringend davon abriet, Bergoglio zum Bischof zu machen.
Es ist sicher eindrucksvoll diese Zeilen jetzt zu lesen.
Es ist kein Zufall, daß nicht lange danach, die Gesellschaft Jesu durch den Hl. Johannes Paul II kommissioniert wurde.

Hier einige Sätze aus jener Botschaft:
Der Papst erinnerte daran, daß die Gesellschaft Jesu: "Prinzipiell zur Verteidigung des Glaubens und zum Gewinn der lebenden Seelen und der christlichen Lehre gegründet wurde."
Diesem spirituellen und übernatürlichen Zweck wird jede andere Aktivität untergeordnet, der auf eine einem religiösen und priesterlichen Institut angemessene Weise verwirklicht werden muß. Das wissen Sie gut und zu Recht beschäftigen Sie sich mit den großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen, die heute die Menschheit quälen und so sehr mit dem christlichen Leben verbunden sind.
Aber bei der Lösung dieser Probleme- müßt ihr immer die religiösen Pflichten der Priester von denen der Laien unterscheiden können
Die Priester müssen die Laien zur Erfüllung ihrer Pflichten inspirieren und animieren, aber sie dürfen sich nicht an ihre Stelle setzen, und ihre eigene spezifische Aufgabe, die Evangelisierung, zu vernachlässigen.
Wegen dieser Evangelisierungsaufgabe fordert der Hl. Ignatius von seinen Söhnen eine solide Doktrin, erworben in einer langen und sorgfältigen Vorbereitung."

Papa Luciani erinnert daran. daß die Gesellschaftbrühmt ist für die dringende Sorge in Predigt, Lehre und Veröffentlichung von Büchern und Zeitschriften eine solide und sichere Lehre, die in voller Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche steht, darzubieten, für die das Siegel der Gesellschaft eine Garantie für das christliche Volk darstellte und die euch das Vertrauen des Episkopates einbrachte. Sorgt dafür, diese lobenswerte Eigenschaft zu bewahren;
Laßt es nicht zu, daß die jesuitischen Lehren und Veröffentlichungen der Jesuiten Verwirrung unter den Gläubigen auslösen;
erinnert euch daran, daß die Mission, die der Stellvertreter Christi euch anvertraut hat, ist, die im Erbe der Offenbarung enthaltene Botschaft in ihrer Integrität, Reinheit, -wohl an die heutige Mentalität angepaßt- zu verkünden- deren authentischer Interpret das Lehramt der Kirche ist."

Das beinhaltet natürlich auch, daß in den Instituten und Fakultäten, wo die jungen Jesuiten ausgbildet werden, eine ebenso solide wie sichere Doktrin gelehrt wird, konform mit den in den konziliären Dekreten und den folgenden Dokumenten des Hl.Stuhles enthaltenen Direktiven , die die Ausbildung der Kandidaten für das Priesteramt betreffen.
Das ist umso wichtiger, als eure Schulen für viele Seminaristen, Ordensangehörige und Laien offen sind, die sie speziell wegen der Festigkeit und Sicherheit der Lehre, die sie bei euch zu erhalten hoffen, besuchen."

Und schließlich empfahl er "Erlaubt nicht, daß die Tendenzen zur Säkularisierung in Eure Gemeinschaft eindringen und sie stören, dieses Ambiente von Sammlung und Gebet, in dem der Apostel wiederkehrt, und Einstellungen und säkulare Verhaltensweisen einführen, nicht zu Ordensangehörigen passen.
Der verpflichtende apostolische Kontakt mit der Welt bedeutet keine Anpassung an die Welt; vielmehr erfordert er jene Differenzierung, die die Identität des Apostels bewahrt.sodaß man wirklich Salz der Erde und Sauerteig sein kann, fähig, die Masse zum Gären zu bringen."

Ein genaues Abbild der Jesuiten von heute- ohne Ausnahme, nicht wahr?"

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

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