Donnerstag, 25. Januar 2018

Maike Hickson: Abschaffung des Zölibats oder wann ist genug genug?

Maike Hickson analysiert bei OnePeterFive die neuesten Wortmeldungen des Papstes und von Kardinälen zur Frage der Frauenordination und der Viri Probati und stellt am Ende die Frage wann die glaubenstreuen Katholiken-nach Amoris Laetitia & den Dubia - jetzt mit einem "genug ist genug" aufstehen werden.
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"DER KARDINALPRÄFEKT DER KLERUSKONGREGATION UNTERSTÜTZT DIE MÖGLICHKEIT DER EHE FÜR PRIESTER"

In dieser Woche gibt es Nachrichten aus Italien, daß Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der Kleruskongregation, einige zusätzliche Informationen über mögliche Pläne zu einer Reform in der Kirche zur Frage verheirateter Priester preisgegeben hat. In einem Interview für ein neues italienisches Buch über Papst Franziskus und seine engsten Berater im Kardinalsrang mit dem Titel "Alle Männer von Franziskus" (St.Paul-Edition) vom Vatican-Journalisten Fabio Marchese Ragona, macht Stella einige Bemerkungen die in größerem Zusammenhang den eigenen Gesamtplan von Papst Franziskus betreffen.
Stella spricht hier von der Möglichkeit "alte,verheiratete Männer" zum Priestertum zu weihen. Es geht nicht darum generell verheiratete Männer zu weihen.
Wie Andrea Torniellis "Vatican Insider" es heute darstellt:

  Stattdessen geht es darum, auf einen Notfall auf bestimmten Gebieten zu antworten, die Führung
  von Gemeinden-die oft für einen Priester unmöglich zu erreichen sind-älteren, verheriateten Männer
  erwiesenen Glaubens anzuvertrauen, damit sie die Sakramentet feiern können.

Das hier Stella selbst spricht-auch in Gedanken mit dem Papst- wird durch einen anderes Zitat von Vatican Insider klar:

  Aus diesem Interview aber geht die Absicht des Papstes hervor, die die Kirche anweist, "den                richtigen Augenblick zu erkennen, in dem der Geist etwas vorschlägt."
  Das heißt, es nicht die Frage ob man für oder gegen etwas ist, sondern sorgfältig die verschiedenen
  Möglichkeiten abzuwägen- ohne sich zu verschließen oder Rigidität.
  Im HInblick auf den Mangel an Berufungen in manchen Teilen der Welt- denken Sie z.B. an den
  Amazonas oder entfernte Pazifil-Inseln, aber nicht nur dort- weil es dort akutes Leiden wegen eines
  "sakramentalen Notfalls", dem die wenigen anwesenden Priestern nicht allein abhelfen können.





Der Vatican-Insider weist auch auf die kommende Amazonas-Synode hin, die sich mit diesem Thema befassen wird, wenn es heißt:

  Man sollte bemerken, daß Stella von "sakramentalem Notfall" spricht: den Weg zur Ordination der
  viri probati - es ist nur eine Hypothese , daß das bei der kommenden Amazonas-Synode diskutiert
  werde wird- würde durch das oberste Gesetz der Kirche[das Wohl der Seelen] motiviert

Sehr wichtig enthüllt der Vatican-Insider-Journalist Andrea Tornielli- selber ein enger Vertrauter des Papstes- daß eine der Inspirationsquellen für diese Reformideen  Bischof emeritus Fritz Lobinger (Südafrika)  ist, den Papst Franziskus schon 2015 in Gegenwart der deutschen  Bischöfe anläßlich ihres Ad-Limina-Besuchs in Rom pries.

Tornielli sagt:

  Aus der Studie -bemerkt Kardinal Stella im Interview- gehen interessante Perspektiven hervor,
  deren wahrer Umfang gewichtet werden könnte, z.B. wie die Möglichkeit ältere Männer dafür
  weihen könnte, in isolierten Katholischen Gemeinden die Eucharistie zu feiern -nach den
  Vorschlägen die er emeritierte Bischof von Aliwal in Südafrika, Msgr. Lobinger vor einigen Jahren
  gemacht hat; hier liegt der Focus nicht auf der Ordination individueller viri probati sondern auf der
  Reife und dem Verantwortungsbewußtsein der Gemeinde, aus der seinige "Ältere" hervorgehen
  könnten und die -wenn sie einmal ihre Weihe empfangen  haben- dafür verantwortlih wären. die
  Feier der Eucharistie, das Sakrament der Buße und die Krankensalbung zu sichern.

So enthüllt uns Kardinal Stella, der als Präfekt der Kleruskongregation  bei dieser Sache eine wichtige Rolle spielt- das Folgende: Daß der Papst erwägt, verheiratete, (ältere) Priester in der
Amazonas-Region und auf manchen Pazifik-Inseln (und anderswo) zuzulassen; daß sie den Ideen
Bischof Lobingers- der auch immer noch öffentlich die Idee zur Sprache bringt, Frauen zu weihen - und daß das aller Wahrscheinlichkeit nach 2019 in der kommenden Synode zur Amazonas-Region
diskutiert werden wird.

Wie der deutsche Journalist Giuseppe Nardi während der letzten Wochen berichtete, wurden klare Hinweise gegeben- vor und während des Papstbesuches in Chile und Peru-  auch von Kardinal Lorenzo Baldisseri- daß es Teil der päpstlichen Agenda ist, sich mit den Bischöfen der Amazonas-Region zu treffen, um über die Amazonas-Synode zu diskutieren- als eine Art vorbereitendes Vor-Synode-Treffen.
Giuseppe Nardi berichtete auch, daß dieses neue Stella-Interview klar macht, daß der Papst in Richtung Weihe für  verheiratete Männer geht.
Außerdem hat Nardi Teile des Interviews übersetzt, die Bischof emeritus Erwin Kräutler  gegeben hat, der ebenfalls andeutet, daß die kommende Synode über "Gemeinden ohne Eucharistie" und die Möglichkeit verheiratete Männer zu weihen, sprechen wird.

Schließlich habe wir am 11. Januar über einen Priester berichtet, Professor Paul Zulehner, der  Co-Autor Bischofs Lobingers selbst war, der jetzt vorhersagt: "vor weiblichen Priestern werden wir verheiratete Priester haben" und fuhr dann fort :

  Ich denke, daß die lateinamerikanischen Bischöfe das bei der Synode zur Pan-Amazonas-Region        2019 entscheiden werden. Der Papst wird sie voraussichtlich unterstützen. Das wird dann andere        unter Druck setzen, dem Beispiel der Lateinamerikaner zu folgen. Auf dieser Weise wird sich die        Kirche verändern.

Wir sehen also an allen Fronten eine immense Förderung der sich ausbreitenden progressistischen Agenda, namentlich in der Frage verheirateter Priester, homosexueller Verbindungen, Empfängnisverhütung. Euthanasie und Abtreibung.
Wann wird wohl die gläubige Katholische Welt aufstehen und sagen "genug ist genug!" ?

Quelle: OnePeterFive, Maike Hickson 

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