Donnerstag, 9. August 2018

Abt Faria schreibt bei Marco Tosatti aus gegebenem Anlass über die Bedeutung der priesterlichen Kleidung.

Marco Tosatti gibt bei Stilum Curiae einen Brief wieder, den ihm "Abate Faria" aus einer abgelegenen Einsiedelei in den Abruzzen geschrieben hat, in dem er Papst Franziskus wegen einer Äußerung tadelt, die der gegenüber einer Gruppe Jesuiten machte, von denen während ihres Besuches beim Pontifex keiner den Talar trug. Dabei zitiert der Abt die Worte des Hl. Johannes Pauls II.
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"ABT FARIA ZUM PAPST: DEN TALAR ZU TRAGEN, IST KEINE MODE HEILIGKEIT. ES IST EIN ZEICHEN DES RESPEKTS GEGENÜBER DEM PRIESTERTUM."

"Bis ich einen Brief aus der abgelegenen Einsiedelei in den Abruzzen bekam, wußte ich nicht, was Abt Faria macht. Ein spiritueller Rückzugsort mitten in der Natur und mit wenig Moderne.
Der gute Abt mußte also auf die italienische Post zurückgreifen, um mich hören und Ihnen seine Entrüstung über eines der seltsamen Dinge, die wir unvorhergesehen aus dem Mund des Pontifex hörten, mitteilen zu können.
Um was es sich handelt, werden sie sofort sehen.

Bei seinem Treffen mit einer Gruppe von Jesuiten am 1. August sagte der Hl. Vater: "Ich freue mich, Sie begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für Ihren Besuch, der mir gut tut.
Wenn wir-als ich Student war- zum General gehen und mit dem General zum Papst gehen mussten, trug er Talar und Umhang. Ich sehe, daß es diese Mode nicht mehr gibt, Gott sei Dank ".
Auf dem Foto sehen wir den Papst mit einer Gruppe von Jesuiten, die in verschiedenen Stilen gekleidet sind, alle klerikal und mit dem Kragen; aber keiner von ihnen trägt die Soutane mit Ausnahme des Papstes.




Als Priester bin ich daran gewöhnt, dem Papst Respekt entgegenzubringen, aber diese Äußerung verstehe ich nicht. Ich glaube, man versteht nicht, daß wenn man so hinausgeht, mehr Schaden als Gutes anrichtet. Soutane und Umhang zu tragen, ist keine "Mode" Heiligkeit sondern ein Zeichen des tieferen Respektes vor der besonderen priesterlichen Würde. 
Denken Sie, daß sich die Menschen mit den Priestern in T-Shirts oder Pullover wohlfühlen? 
Nein, Hl. Vater, wenn die einfachen Leute einen Priester im Talar sehen, sagen sie immer Sachen wie "Er sah wirklich wie ein Priester aus!"- Weil der Habit manchmal den Mönch macht. 

Ich erinnere mich daran, daß ein älterer Mönch, der die letzten Tagen seines Lebens im Krankenhaus verbrachte, die Krankenschwestern darum bat, ihm nicht seinen Habit zu nehmen, (sie mußten ihn waschen) weil er sich nie von ihm getrennt habe und ihm immer treu gewesen sei. 
Weil Sie wissen, Heiliger Vater, daß diese "dekonstruktiven" Sätze ganz einfach der Entwürdigung des kirchlichen Habits vorangehen, einschließlich dessen, den die Jesuiten trugen, die Sie besucht haben.

Ihr Vorgänger verehrten Angedenkens, der Hl. Johannes Paul II, sagte 1982 "Von Christus zur Verkündigung des Evangeliums eingeladen, haben wir eine Botschaft zu übermitteln, die sich sowohl durch die Worte als auch durch äußerliche Zeichen ausdrückt, zudem in der heutigen Welt, die sich als so sensibel für die Sprache der Bilder zeigt. 
Der klerikale Habit -wie der der Mönche- hat eine besondere Bedeutung: für den Diözesan-Priester hat er hauptsächlich den Charakter eines Zeichens, das ihn vom säkularen Umfeld, in dem er lebt, unterscheidet, für den Mönch und die Nonne drückt er auch den Weihecharakter aus und offenbart das eschatologische Ziel des religiösen Lebens. 
Der Habit-ist also für die Evangelisierung nützlich und bringt uns dazu, über die Realitäten nachzudenken, die wir in der Welt vertreten und über den Vorrang der geistigen Werte, die wir in des Existenz des Menschen bejahen.  
Durch dieses Zeichen wird es anderen leicht gemacht, zum Mysterium zu gelangen, dessen Träger wir sind, zu dem Einen, zu dem wir gehören und den wir mit unserem ganzen Sein verkünden wollen." 

Ich schätze meine Mitbrüder, die einen für ihre Zugehörigkeit erkennbaren klerikalen Habit tragen, mehr noch schätz ich die, die wie ich die Soutane tragen, Zeichen einer tieferen Trennung zwischen der Welt und der Zugehörigkeit zur übernatürlichen Dimension."


Abt Faria

Quelle: Stiulm Curiae, M. Tosatti, Abt Faria





  

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