Dienstag, 28. August 2018

Sandro Magister zur Causa McCarrick und der Viganò-Bombe

Sandro Magister kommentiert auf seinem Blog Settimo Cielo das Memorandum des früheren päpstlichen Nuntius in den USA, Erzbischofs Viganò über die Vertuschung der Mißbrauchsfälle in der us-amerikanischen Kirche. Die betroffenen Seilschaften und ihre medialen Sprachrohre haben ja schonschwere Geschütz aufgefahren, um auf übliche Weise -durch Rufmord an Erzbischof Viganò -ihre Einfluss-Sphäre zu schützen. Allerdings müssen sie dazu aus der Deckung kommen und sich zu erkennen geben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER FRÜHERE NUNTIUS IN DEN USA ZUM McCARRICK-SKANDAL: "FRANZISKUS WUSSTE ES. ER SOLLTE ZURÜCKTRETEN."

"Während der Nacht zwischen dem 25. und 26. August - während Papst Franziskus in Dublin schlief haben die Zeitungen "La Veritá " auf Italienisch, "The National Catholic Register" und LifesiteNews" in Englisch  und "InfoVaticana" in Spanisch die von Marco Tosatti, Edward Pentin, Diana Montagna und Gabriel Ariza eingeleiteten, verblüffenden Beschuldigungen des früheren apsotolischen Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò gegen die höchsten Ebenen der Kirche- beginnend mit dem Papst selber, der seit einiger Zeit über die skandalösen homosexuellen Aktivitäten des Nicht-mehr-Kardinals Theodore McCarrick BEscheid wußte und trotzdem nichts dagegen tat.

Viganò war von 2011 bis 2016 Botschafter des Hl. Stuhls in Washington, nachdem er von 1998 und 2009 Delegierter für Päpasltiche Botschaften in Rom - mit der Möglichkeit die persönlichen Dossiers der Kandidaten für das Bischofsamt einzusehen. Unf er hatte Beweise, daß seit 2000 die Vatican Autoritäten durch die Nuntiatur der USA über McCarricks unmoralisches Verhalten informiert wurde, ohne daß das seine Beförderung zum Erzbischof von Washington behindert hätte.

2006 war es Viganò selbst, der dem damaligen Staatssekretär Tarcisio Bertone ein Dossier gegen McCarrick schickte, mit einer Zusammenfassung der Berichte der vergangenen Jahre von den damaligen Nuntien in den USA, Gabriel Montalvo und Pietro Sambi . Und auch 2008 schickte er den höchsten vaticanischen Autoritäten einen Bericht, der von einem der eifrigsten Untersucher sexuellen Mißbrauchs in den Staaten, Richard Sipe, zusammengestellt worden war. 




In beiden Fällen bekam er keine Antwort. Aber als die Information- auf unbekanntem Weg- Benedikt XVI selber erreichte, gab es eine Wirkung. Zwischen 2009 und 2010 wurde McCarrick- schreibt Viganò - folgenden Sanktionen unterworfen:

"Der Kardinal mußte das Seminar verlassen, in dem er wohnte, es war ihm verboten öffentlich die Messe zu zelebrieren, an öffentlichen Treffen teilzunehmen, Reden zu halten, zu reisen, mit der Verpflichtung ein Leben in Gebet und Buße zu verbingen." 

Diese Sanktionen wurden McCarrick vom damaligen Nuntius Sambi mitgeteilt. Aber sie wurden nie in die Praxis umgesetzt- mit voller Unterstütztung des Erzbischofs von Washington, Kardinal Donald Wuerl, der den Beschuldigten weiterhin im Seminar seiner Diözese wohnen ließ und in mit allen Ehren zu behandeln, nur um jetzt zu erklären, daß er nie irgendetwas über dessen Fehlverhalten wußte. 

Dann 2013 wurde Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt und empfing am 23. Juni Viganò in Audienz , nachdem er Nuntius in den USA geworden war. Der berichtet heute über die Worte die er sagte und die Reaktion des Papstes wie folgt:

"Hl. Vaterr, ich weiß nicht, ob Sie Kardinal McCarrick wissen, aber wenn Sie die Bischofskongregation fragen, dort gibt es ein so dickes Dossier über ihn. Er hat Generationen von Seminaristen und Priestern verdorben und Papst Benedikt hatte angeordnet, sich in eine Leben in Gebet und Buße zurückzuziehen." 
Der Papst machte nicht den kleinsten Kommentar zu deisen sehr schwerwiegenden Worten und zeigte keinerlei Ausdruck von Überraschung auf seinem Gesicht, als ob er von diese Sache schon seit einiger Zeit wußte und er wechselte sofort das Thema." 

Tatsache ist, daß Franziskus nicht nur nicht von McCarrick verlangte, sich den Sanktionen zu unterwerfen, die Benedikt XVI ihm auferlegt hatte, sondern behielt ihn bis vor wenigen Wochen bei sich, als Chef-Berater für die Ernennungen auf Schlüsselstellungen - zur Neugestaltung der Katholischen Hierarchie in den USA- zur Förderung seiner Protegés. "Erst als er durch den Bericht über den Mißbrauch Minderjähriger aus dem Amt gezwungen wurde," schreibt Viganò "hat er gehandelt [bzgl. McCarricks]."

Aber im Urteil des früheren Nuntius in den USA konnte der Fall für Papst Franziskus nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Als Gipfelpunkt seiner Anklage schreibt Viganò:

"Franziskus widerruft den Auftrag, den Christus Petrus gegeben hat- seine Brüder zu stärken. In der Tat hat er sie durch sein Handeln gespalten, sie in die Irre geführt und die Wölfe ermutigt, weiterhin die Schafe in der Herde Christi zu zerreißen. In diesem extrem dramatischen Augenblick für die universale Kirche muß er seine Fehler anerkennen und am Prinip der Null-Toleranz festhalten, Papst Franziskus muß der Erste sein, der ein gutes Beispiel für die Kardinäle und Bischöfe, die McCarricks Mißbrauch vertuscht haben und mit ihnen gemeinsam zurückzutreten." 


Viganòs Zeugnis ist massiv untermauert und belastet andere hochrangige Kardinäle, von Pietro Parolin bis zu Sean Patrick O´Malley zu Oscar Andres Rodriguez Maradiaga. 
Es ist ein absolutes Muss, ihn als Ganzes zu lesen."

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister 

Der Gesamttext in der englischen Fassung:  klicken 

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