Donnerstag, 29. November 2018

Kardinal Zen nennt das vaticanisch-chinesische Abkommen ein "fake", eine Illusion

Dr.Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews ein Interview, das Kardinal J. Zen LaCroix zum Abkommen des Vaticans mit Peking gegeben hat.
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"KARDINAL ZEN: DER VATICAN HILFT CHINAS KOMMUNISTISCHER REGIERUNG DIE UNTERGRUNDKIRCHE ZU VERNICHTEN"

"In einem Interview mit der Französischen Website LaCroix International, hat Kardinal Joseph Zen  seinen Widerspruch gegen das provisorische Übereinkommen zwischen Vatican und dem Kommunistischen China über die Ernennung von Bischöfen vom 22. September 2018 wiederholt, dessen voller Inhalt jedoch immer noch unbekannt ist. Aber es wird die verbliebenen "offiziellen " Bischöfe, die ohne Päpstliche Zustimmung geweiht wurden, "in voller kirchlicher Kommunion" bleiben.
Dieses Übereinkommen wird jetzt benutzt, um die Untergrund-Katholiken zu zwingen, sich der Chinesischen Patriotischen Katholischen Vereinigung unter kommunistischer Leitung anzuschließen, wie der Kardinal erklärt. 
Vor kurzem hat er dem Papst persönlich einen 7-Seiten-Brief überreicht, weil er der päpstlichen Entourage nicht traut.

Im Interview vom 22. November macht Kardinal Zen klar, daß er das Abkommen vom 22. September als schädlich für die treue Untergrundkirche in China hält. Er sagt, daß "der Papst für dieses Abkommen nichts bekommen hat, es ist ein Fake, eine Illusion und Peking hat ihn seine Autorität verlieren lassen." Die "Chinesischen Autoritäten glauben immer noch, daß sie für die Chinesische Kirche verantwortlich sind und sei werden weiterhin die Bischöfe aussuchen. Der Papst wird nur das letzte Wort haben," erklärt Zen.

Zen weist besonders darauf hin, daß das Abkommen geheimer Natur ist und so von den Chinesischen Kommunisten manipuliert werden kann: "Weil dieses Abkommen geheim ist, denken die Chinesen, daß der ganze Prozess jetzt legalisiert ist und daß sie die Bischöfe auswählen können. Sie denken, daß der Hl. Stuhl einen Blanko-Scheck unterschrieben hat und daß sie tun können, was sie wollen."
Als Folge dieses Abkommens zwischen Rom und China, werden die Kommunisten jetzt auf die gläubigen Katholiken zugehen und ihnen sagen, daß sie sich zeigen, den Untergrund verlassen und sich der Katholischen Patriotischen Vereinigung anschließen sollen", stellt der Kardinal fest.



Papst Franziskus ist jetzt dabei, die Exkommunikation der Bischöfe der Patriotischen Vereinigung, die unter kommunistischer Kontrolle ist, aufzuheben und so eine bestimmte Entwicklung in China zu fördern, die die gläubigen Katholiken schwächt.
Zen erklärt die Situation so: "Sicher es ist nur der Anfang, aber wir können klar sehen, wohin das führt. Der Papst hat für sieben Bischöfe die Exkommunikation aufgehoben und Bischof Guo die Jurisdiktion in der Diözese von Chengde übertragen. Der Papst wird damit warten, die anderen sechs zu legitimieren. Das ist nur eine Frage der Zeit."

Mit dieser päpstlichen Unterstützung und Nachgiebigkeit gegenüber den mit den Kommunisten verbundenen Bischöfen - fügt Kardinal Zen hinzu- hilft der Vatican indirekt der Regierung die Untergrundkirche, die Peking nicht zerstören konnte, zu vernichten.

Zen fragt auch, ob man von Einheit sprechen kann, wenn "sie den Untergrund zwingen in einen Käfig zu gehen?"

Zen beschreibt, wie die guten Bischöfe in China jetzt nach dem Vatican-Abkommen noch mehr marginalisiert sind, aber sie kämpfen weiter. "Jetzt zerstört das Regime die Untergrundkirche und enttäuscht die wenigen guten Bischöfe der offiziellen Kirche. Sie widerstehen. Sie tun, was sie können, aber sie sind marginalisiert."

Kardinal Zen kündet auch an, daß -sollte Papst Franziskus auch  die verbliebenen sechs Bischöfe der Patriotischen Vereinigung legitimieren, er sich ins Schweigen zurückziehen und in ein Kloster gehen wird: "Ich kann nicht gegen den Papst kämpfen. Aber wenn er die sechs  Bischöfe legitimiert, ziehe ich mich in ein Kloster zurück, um zu beten. Und ich werde nicht mehr mit Journalisten sprechen. Ich werde schweigen."

Est vor kurzem hat Kardinal Zen Papst Franziskus seinen sieben-Seiten-Brief persönlich übergeben und gesagt "Ich wollte sicher sein, daß er meinen 7-seitigen Brief bekommt, weil ich den Leuten um ihn herum nicht traue. "
Über den Inhalt seines Briefes sagt Zen: "ich habe ihn gebeten, die Verhandlungen mit Peking abzubrechen" und fährt fort" der Papst kennt die Situation der Kirche in China nicht." Er warnt auch den Papst davor, China zu besuchen, weil er nur "durch das Regime manipuliert werden würde, während das für Präsident Xi Jinping und seine internationale Glaubwürdigkeit gut wäre."

Kardinal Zen hat sei Jahren vor einem solchen Abkommen des Vaticans mit China gewarnt. 2016, als er mit der Website der Katholischen Bischöfe Katholisch.de sprach, warnte er vor einem möglichen Abkommen mit China und sagte "Zuerst sollten wir uns über die Frage einigen "was ist ein kommunistisches Regime". Es ist ein totalitäres Regime, das alles kontrollieren will. Auch die Kirche. Aber das können wir nicht zulassen- die Kirche darf nicht durch eine Regierung, ein Regime kontrolliert werden."

Dann hat er erklärt, daß die Versuche des Vaticans in den letzten Jahren mit dem kommunistischen China Kompromisse zu schließen, die Kirche nur geschwächt haben: "alle diese Jahre der Kompromisse haben die Stellung der Kirche geschwächt. Die Kirche sollte -im Gegenteil- die Gläubigen darin bestärken stark zu sein und Widerstand zu leisten."

Schon 2016 hat Kardinal Zen angekündigt, daß er sich ins Schweigen zurückziehen würde, sollte es ein Abkommen mit China geben. "Wenn Franziskus zu einem Abkommen mit Peking kommen sollte, werde ich aufhören zu sprechen. In werde verschwinden. […] Ich werde meine Bücher lesen und nie mehr öffentlich erscheinen. Das ist es, was ich auch meinen Brüdern gesagt habe: zieht euch zurück und wartet, daß bessere Zeiten kommen."

Man muß hoffen, daß Kardinal Zen seine Meinung ändert und weiterhin öffentlich für sein unterdrücktes Volk spricht und ein Prophet für sein Volk bleibt oder mit seinen Worten: "Ich bin einer, der in der Wüste schreit."

Quelle:Maike Hickson, LifeSiteNews

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