Sonntag, 27. Januar 2019

Marco Tosatti über die "stille Vernichtung des kontemplativen Lebens in Klausur."

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"KLAUSTROPHOBIE. DER KRIEG DES VATICANS GEGEN DIE KLAUSURKLÖSTER. WARUM?"
Es sind keine einfachen Zeiten für die Menschen, die die Katholische Kirche lieben. Nicht für die Laien, nicht für die Priester, manche Bischöfe und einige Kardinäle. Aber wie es aussieht noch weniger für diejenigen, die das geweihte Leben gewählt haben, ein Leben der totalen Hingabe an Gott und das Gebet.  Wie uns in in diesem schönen Buch von Aldo Maria Valli erklärt wird, das die Angriffe dokumentiert, die von der Spitze der Kongregation, die sich um die Klöster kümmert -und die sicher- wie üblich- nicht nur eigenem Geschmack und eigener Neigung folgt -gegen dieses Juwel der Spiritualität führen, das die Klausurklöster sind.

Das Leben im Gebet und in der Kontemplation des Göttlichen Mysteriums und zur Sühne der Sünden der Welt ist ein großer Schatz, der in Klöstern tausendjährigen Lebens bewahrt wird, aber heute ist dieser Schatz in Gefahr- und das nicht durch einen Angriff von außen sondern auf Initiative der eigenen Katholischen Hierarchie. Der Angriff erfolgt aus der Apostolischen Konstitution "Vultum Dei Quaerere" und aus der beigefügten Instruktion "Cor Orans" einem normativen Instrumentarium, das die Autonomie der Klöster bedroht, ihre Unabhängigkeit abschwächt und - mit der Entschuldigung des "Aggiornamento"  und der Formung die Idee der Isolation und des Lebens in Klausur selbst zur Diskussion stellt.
Aber warum diese "Klaustrophobie" seitens der Kirche? Warum die Wahl derer, die sich und das eigene Leben dem Gebet und der Verborgenheit weihen, geißeln? Dahinter verbirgt sich eine völlig horizontale Idee von Spiritualität, alles spielt sich im Sozialen ab, unfähig die Schönheit und Größe einer ausschließlichen Beziehung mit Gott zu erkennen. In der Klaustrophobie eine schwierige Situation. Aldo Maria Valli beschreibt das kontemplative Leben, seine Lehre und seine Zerstörung, indem er die tödlichsten Inhalte für den Glauben der Kirche selbst zu Tage fördert.

Wir empfehlen Ihnen, das Buch zu lesen, bieten Ihnen aber einige Sätze einer Nonne an, die das Vorwort dazu geschrieben hat. Worte, die mehr als verständlich Schmerz und Angst ausdrücken.
Gott möge ihr (und uns) helfen.


"Die Argumentation ist eine andere als in den üblichen Traktaten des Autors, aber keinem entgeht der eine Faden, der alle eint: die Liebe zur Kirche, die Liebe zur Wahrheit. Das Leiden wegen des gegen den Glauben und die Kirche entfesselten Kampfes, den wir alle kennen, wird noch größer, wenn wir uns den Versuchen gegenüber sehen, die Klöster zu zerstören, die bis heute in der Kirche existierten.
Es handelt sich um die letzte Festung, auf die der Feind abzielt, den letzten Wall, wo das Gebet und ein Leben das einzig dem Lob Gottes "verschwendet" wird, noch Widerstand leisten.
Mit welcher Bestürzung erleben wir Klausurschwestern diesen Kampf, der mit Arroganz, Drohungen und psychologischem Zwang geführt wird. Auch weil alles in der Stille und im Verborgenen der Klöster geschieht. Eine stille Auslöschung des Mönchtums aus spiritueller und kultureller Sicht, aber auch materiell (durch die Kontrolle der Vermögenswerte der Klöster): Auslöschung einer Jahrtausende alten Struktur, die uns fast intakt überliefert worden ist.

Das ist das wahre Ziel der letzten Dokumente, die sich mit dieser komplexen und empfindlichen Realität befassen und man kann in der obsessiven Empfehlung des Slogans "Isolation vermeiden" den Willen erkennen, ein "neues" Mönchstum zu schaffen, das den selben Formen des Aggiornamento und der Indoktrinierung unterworfen ist, um die Lebensregeln zu verändern.

Es ist eine stille Vernichtung, weil auch im inneren der Kirche selbst- die Tatsache, daß die Berufung zum Mönchstum immer verborgen bleibt, mithilft. Diese epochale Veränderung der Struktur der Klöster wurde und wird unbemerkt und ohne die Aufmerksamkeit der Öffentlichen Meinung aufgezwungen. Von oben sagt man uns, daß wir mit einer epochalen Veränderung fortfahren müssen, um "das jahrtausendealte kontemplative Leben dem Zeitgeist anzupassen" und daß das schnell geschehen muß, bis Mai 2019. Und wieder stellt sich die Frage: warum? Warum soviel Eile? Warum diese Obsession?"

Ja, warum? So als ob diejenigen, die Lenkrad in Händen halten, das Gefühl haben, daß der Sand in der Sanduhr schneller rinnt.
Hier ein Video zum Buch:







Zusammenfassung

Die letzte Schlacht
Einführung
Will jemand das Mönchstum abschaffen?
Wenn das kontemplative Leben im Namen der Erneuerung zerstört wird.
Der Blick auf die Welt gerichtet- nicht auf Gott.
Von "Quaerere Deum" zum Aggionarmento. Ohne Respekt für die Kontemplativen.
Brief an eine Klausurierte (Cesare Baronio).
In der Stille, in der Einsamkeit, im Gebet, das nie endet.

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti


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