Samstag, 26. Januar 2019

Sie geben nicht auf- oder das Diakonat für Frauen....

Dr. Maike Hickson bringt uns via LifeSiteNews auf den neusten Stand in der Frage des Frauen-Diakonats, das von seinen Befürwortern wohl als Türöffner zur Frauenweihe in der Katholischen Kirche angesehen wird.
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"MITGLIED DER PÄPSTLICHEN KOMMISSION "FRAUENDIAKONAT" : MÄNNER UND FRAUEN HATTEN "IDENTISCHE" WEIHEZREMONIEN..." 

Phyllis Zagano (New York) und Fr. Bernard Pottier (Brüssel) -beide Mitglieder der Päpstlichen Kommission zum Frauendiakonat haben vor kurzem Äußerungen zugunsten des Frauendiakonats in der Katholischen Kirche gemacht.
Außerdem behauptet Zagano jetzt, daß weibliche Diakone in der Geschichte dienende und sakramentale Rollen gespielt haben. "Es gab eine Weihe" behauptet sie und fügt hinzu, daß die "Weihezeremonie für weibliche Diakone identisch war mit der Weihezeremonie für die Männer."

Professor Manfred Hanke, theologischer Experte auf diesem Gebiet, widerspricht Zagano in einem schriftlichen Statement, das er für LifeSiteNews geschrieben hat. Er sagt, daß historische Aufzeichnungen zeigen.daß die "alte Kirche kein weibliches Diakonat kannte, das dem männlichen Diakonat gleichgestellt war. "

"Die Geschichte der Institution der Diakoninnen bietet deshalb keine solide Basis für die Einführung eines sakramentalen weiblichen Diankonats " sagte er.

Am 15. Januar hat das Jesuiten-Magazin America ein Interview mit Phyllis Zagano und Fr. Pottier veröffentlicht. Beide sind Mitglieder der Studienkommission zum Frauen-Diakonat, die 2016 von Papst Franziskus eingerichtet wurde. Sie haben am 15. Januar auch an einer Podiumsdiskussion der von Jesuiten geleiteten Fordham-Universität zum Thema "Die Zukunft der weiblichen Diakone"  deren Moderator Fr. Thomas Rosica war. Beide Experten befürworten die Einrichtung des Frauendiakonats 8in der Katholischen Kirche."Ich hoffe, daß der Kirche nicht verweigert wirde, was sie braucht" sagt Zagano.





Im Amerca-Interview behauptet Zagano, daß sie bei ihren Recherchen für die päpstliche Kommission herausgefunden hat, daß weibliche Diakone eine Reihe dienender und sakramentaler Aufgaben in der Kirche hatte, "Sie salbten kranke Frauen; sie brachten den kranken Frauen die Kommunion", nahmen an Taufen teil, dienten als Schatzmeister und in einem bestimmten Fall bei einer Annullierung. Die Diakkonin hat uin diesem Fall gegenüber dem Bischof Zeugnis von Verletzungen gegeben, die der Fau von ihrem Ehemann zugefügt wurdeb."Für mich ist das eine Annullierung" erklärt Zagano.

"Es gab eine Weihe "für weibliche Diakone, ist eine andere Behauptung Zaganos. "Der interessanteste Beweis  ist die Tatsache, daß die Weihezeremonie [die wir entdeckt haben] für weibliche Diakone identisch mit der Weihezeremonie für Männer war."  Mit dieser Behauptung scheint die Expertin anzudeuten,. daß sowohl Männer als auch Frauen eine sakramentale Weihe empfingen.

Für Fr. Pottier ist das Bild der weiblichen Diakone ein vielfältiges, mit weiblichen Diakonen, die in der Ostkirche bis ins 10. Jahrhundert aktiv waren und in der Westkirche vom 5. bis 11. Jahrhundert. Wie beide Experten sagen, war die Aufgabe der Vatican-Kommission die "historische Realität" der weiblichen Diakone zu untersuchen.

Bei der Podiumsdiskussion am 15. Januar in der Fordham-Universität sagte Zagano -laut eines Berichts- daß die liturgische Zeremon , die von den Bischöfen benutzt wurden, um weibliche Diakone zu weihen, alle der vom Konzil von Trient eingeführten Kriterien der sakramentalen Weihe umfaßte.

"Wenn ein Bischof seine Hände einer Frau auflegt, den Hl. Geist anruft. ihr die Stola umlegt, ihr den Kelch zur Kommunion reicht und sie Diakon nennt-Weiß ich nicht, was ich sonst sagen sollte," sagte Zagano. "WIe ich vielen Leute sage "WEnn sie kein Diakon war, würde er sie etwas anderes nennen."
Aber die Verantwortung wären die gleichen gewesen- erklärte sie dann- laut eines anderen Berichts,.
Sie bestand auch darauf, daß es für die Leute in der Kirche wichtig ist, jetzt "Lärm zu machen" . besonders weil Papst Franziskus sich im Mai 2019 wieder mit den Generaloberinnen der Frauenorden treffen wird, drei Jahre nachdem er ihnen versprochen hat, eine Kommission zu diesem Thema einzurichten. Die Kommission hat jetzt dem Papst den Report mit ihren Ergebnissen geschickt.

Zagano hat - laut eines Crux-Berichtes über das Fordham-Ereignis- einige Hoffnung auf ein Frauendiakonat- das sich auf kürzliche Äußerungen zu weiblichen Führungskräften- einschließlich des Schlußdokumentes der Jugendsynode von 2018 und dem Arbeitsdokument für die Amazonas-Synode 2019 bezieht.

Fr. Pottier hat bei der Fordham-Diskussion erklärt, daß die Sakramenten-Spiritualität sich im Lauf der Geschichte geändert hat, und den Diakon als Vorstufe zum Priestertum reduziert  hat, und ihn so für Männer reservierte. Er sagte aber, daß das nicht so bleiben müsse.

"Unser Glaube hat Wurzeln in der Bibel, im Neuen Testament, in der Person Jesu Christi und in dem. was die Kirche getan hat. Wir dürfen keine Angst vor der Geschichte haben. In der Geschichte haben wir keine Quelle für Rigidität und Unbeweglichkeit" sondern eher ein Beispiel dafür, daß Veränderungen möglich sind, stellte er fest.

Eine andere Diskussionsteilnehmerin, Donna Ciango, O.P., machte sehr klar, daß sie überzeugt ist, daß die Kirche weibliche Diakone braucht.

Sakramentale Weihe nicht für Frauen

Im Licht dieser Kommentare, die versuchen die Diskussion in Richtung der Öffnung des Diakonates für Frauen zu steuern, gibt es zwei weitere Stimmen, die einen anderen Standpunkt einnehmen. 

Der erste- Professor Karl-Heinz Menke ein anderes Mitglied der Vatican-Kommission - stellte 2016 fest, daß die Diskussion sich nicht um die Zulassung von Frauen zum Heiligen Weihesakrament dreht. " Weil der Diakon auch das Heilige Weihesakrament empfängt, fügte MEnke hinzu, "ist die Zulassung der Frauen zum sakramentalen Diakonat (durch die Weihe) würde bedeuten, sie auch zur priesterlichen und bischöflichen Weihe zuzulassen."

Außerdem sagte Professor Menke, daß die Geschichte des weiblichen Diakone "klar" ist: "ein weibliche Diakonat hat nie und nirgends an einem durch die Weihe übermittelten Amt  teilgenommen." Ein weiblicher Diakon- fügte er hinzu, hat nie am liturgischen Dienst teilgenommen oder bei der öffentlichen Verkündung des Glaubens und bei Taufen. Sue waren eher "bei barmherzigen und manchmal administrativer Arbeiten aktiv ", aktiv die später  von den caritativen Frauenorden übernommen wurden, die dann die weiblichen Diakone ersetzten. Also hörte mit dem Erscheinen der Frauenorden die weiblichen Diakone auf zu existieren.

Der deutsche Professor Manfred Hauke - Priester und Theologe -und Experte für das weibliche Diakonat, der in der Schweiz lehrt- argumentiert in seiner direkten Antwort auf Phyllis Zaganos Behauptungen entlang der Linie von Professor Menke. 
Hauke stellt fest, "daß es in den Äußerungen von Phyllis Zagano, der Autorin mehrerer Publikationen , die das Frauendiakonat als Teil des Weihesakraments fordern,  leider einige Desinformation gibt." 
Hauke erwähnt hier ausdrücklich Zaganos Behauptung, daß weibliche Diakone geweiht wurden. Professor Hauke behauptet, daß es in einer späteren Entwicklung eine Art Weihe gab, aber keine sakramentale. 

"Aber wir können die Weihe der Diakoninnen nicht mit der Weihe der Diakone identifizieren. Sie wr keine sakramentale Weihe, die mit dem Weihesakrament (Bischöfe, Prieter, Diakone) identisch waren-" 

Der Theologe zitiert byzantinischen Ritus (8. Jahrhundert)  für weibliche Diakone, der Ähnlichkeiten mit dem Ritus der Westkirche  hat und er zeigt, wie auch der Byzantinische Ritus eine klare Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Diakonen macht, die nicht am Dienst am Altar teilnehmen." 

In der Diskussion von Zaganos Behauptung, daß weibliche Diakone Kranke salbten, antwortet Professor Hauke "Es gab den Gebrauch des Hl. Öls, das sogar von Laien benutzt wurde, auf ähnliche Weise wie heute Weihwasser zur Segnung des Halses am Fest des Hl. Blasius" Aber er weist den Gedanken zurück, daß weibliche Diakone je das Sakrament der letzten Ölung spendeten, was nicht einmal männlichen Diakonen erlaubt war. 

ALs Schlußfolgerung weist Professor Hauke jede Behauptung zurück, daß weibliche Diakone in der Vergangenheit eine sakramentale Weihe empfingen. Er stellt fest: "Die Geschichte der Institution der Diakoninnen bietet deshalb keine Basis für die Einführung des Frauendiakonats, das dem männlichen Diakonat gleichwertig ist." 

Nur die nahe Zukunft wird zeigen, was Papst Franziskus in dieser Sache entscheidet. Einer seiner Apologeten, Austen Ivereigh, aber weist bereits auf eine Veränderung hin. Kürzlich poastete er bei Twitter "Es sieht so aus, als ob Franziskus´Kommission, die die Geschichte des Frauendiakonats untersucht, herausgefunden hat daß- ja- die frühe Kirche weibliche Diakone hatte, Was wird der mit diesem Bericht machen? Werden bald Frauen in Sankt Peter predigen?" 

Forstetzung folgt....

Quelle: LifeSiteNews, M. Hickson 


Kommentare:

  1. Ich sag es mal ganz böse, ich traue keiner der Frauen, die ich so kenne und die gerne Diakoneuse werden wollen, das auch zu.
    Begreifen diese Frauen denn nicht, dass sie Seelsorgerinnen werden wollen und dass man das nur gut und richtig machen kann, wenn man ein ausgeprägtes Gespür für das Unausgesprochene hat und dazu sich selber ungemein zurücknehmen muss?
    Ordo werte Damen heißt "dienen" und ihr brüllt "wir wollen dienen weil wir nicht dienen wollen"

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  2. Zur "Behauptung, dass weibliche Diakone Kranke salbten": Vielleicht hat Zagano da etwas missverstanden. Um Kranke hat es sich eher nicht gehandelt, eher sogar ganz im Gegenteil. Ich habe zur Salbung durch weibliche Diakone einmal Folgendes gelesen (ist leider schon länger her und ich kann deshalb auch keine Quelle mehr angeben):
    In der Frühzeit des Christentums hat es naheliegenderweise mehr Erwachsenen- als Säuglingstaufen gegeben. Damals war es der Brauch, den gesamten Körper des Täuflings zu salben und ihn dann vollständig im Wasser unterzutauchen. (NB: In den östlichen Kirchen ist das noch heute so. Dort werden die Babys vom Priester von oben bis unten eingeschmiert und im Taufbecken vollständig untergetaucht.)
    Da es aber definitiv unschicklich war, wenn ein -natürlich männlicher- Priester den Körper einer zu taufenden erwachsenen Frau vollständig einschmierte, haben diese Aufgabe eben diese Diakoninnen übernommen.
    Dann, als die Christianisierung Europas abgeschlossen war und man deshalb praktisch nur mehr Säuglinge oder Kleinkinder taufte, wurden weibliche Diakone als Assistenten bei der Taufe wurden nicht mehr gebraucht, weshalb sie auch "ausstarben". (Ganz abgesehen davon, dass Ganzkörpersalbungen in der Westkirche unüblich geworden sind.)

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    1. das habe ich auch genauso gelesen, und es ging noch weiter mit: dass man auch die Diakoninnen zur Seelsorge in den "Frauengemächern des Orients" wo kein Mann hineindurfte, sozusagen als Kompromiss gebraucht hat.
      Also es ging um die Seelsorge in den, eigentlich für Christen absolut unzulässigen, Harems. Und da wollen wir nun wirklich nicht wieder hin.

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