Donnerstag, 21. Februar 2019

Martels neues Buch wirft auch ein Licht auf die möglichen Gründe für den Rücktritt Papst Benedikts XVI

Maike Hickson analysiert und kommentiert bei LifeSiteNews die Aussagen, die Frederic Martel in seinem neuen Buch  zu den Ursachen macht,  die zum Rücktritt Papst Benedikts XVI führten und die eng mit der Korruption der Kirche in Kuba und Mexiko verbunden sind.
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"EIN NEUES  BUCH  DEUTET AN, DASS BENEDIKTS REISE NACH KUBA VOR DEM RÜCKTRITT DES DEUTSCHEN PAPSTES DER TROPFEN WAR, DER DAS FASS ZUM ÜBERLAUFEN BRACHTE"

Frederic Martel widmet in seinem demnächst erscheinenden Buch "In the Closet of the Vatican": Power, Homosexuality, Hyposcrisy" dem Besuch von Benedikt XVI in Kuba 2012 und das, was er dort über die moralische Korruption der Katholischen Kirche dieses Landes erfuhr, ein ganzes Kapitel. Martel, der sich auf mehrere Quellen beruft, behauptet, daß Benedikt vom "moralischen Schmutz" (ein früher- 2005 - ausgesprochenes Wort) so überwältigt war, daß er weinte. Martel behauptet, daß es diese Entdeckung war, die Papst Benedikt dazu brachte, über seinen Rücktritt nachzudenken.

Martel, der LifeSiteNews  Kapitel 23 ("Der Rücktritt") zur Verfügung stellte,sagte, daß er für diese Investigationen fünfmal nach Kuba gereist ist und zahlreiche Katholische Laien, Dissidenten, Journalisten und Kleriker befragt hat.
Er hat herausgefunden, daß auf Grund der Diktatur und der fehlenden freien Presse ("die Zensur auf der Insel ist total") sich in Kuba -und besonders in der Erzdiözese Havanna, der Hauptstadt, eine nachgiebige Kultur sexueller Ausschweifung unter dem Klerus.
Weil die kubanische Regierung daran interessiert ist, die Kontrolle über die Katholische Kirche zu behalten, beschränkt sie sich darauf, Fotos und anderen Aufzeichnungen in ihre Akten aufzubewahren- teilweise zum Zweck der Erpressung- reagiert aber sonst nicht auf diese unmoralische Subkultur. deutet Martel an.

Während er über Papst Benedikt XVI spricht, sagt er, daß als dieser Papst 2012 na ch Kuba reiste, er "sich des sexuellen Mißbrauchs in  Latein Amerika bewußt war, aber sein Ausmaß noch unterschätzte. Dieser Papst - der sich in der hispanischen Welt nicht besonders gut auskannte, "wußte nicht, daß die Pädophilie dort epidemisch geworden war" und aus irgendeinem Grund dacht er, "Daß Kuba davon verschont geblieben war".
Martel weiß nicht, wann genau  der Papst über die moralische Korruption auf der Insel informiert wurde, aber er erfuhr davon.
"Nach dem, was mir von zwei unterschiedlichen vaticanisch-diplomatischen Quellen versichert wurde, begann Benedikt XVI schnell das Ausmaß der sexuellen Korruption der Ortskirche zu entdecken."




Das Ausmaß der moralischen Korruption der Katholischen Kirche auf Kuba wurde weitgehend von einem Vatican-Spezialisten in Rom bestätigt, ebenso die Martels Behauptung, daß es sogar Mitglieder der Kurie gibt, die nach Kuba fahren, um an der dortigen moralischen Ausschweifung teilzunehmen. Diese gut informierte Quelle sagte auch, daß Papst Benedikt XVI wenig Erfahrungen mit Lateinamerika hatte und daß es außer  bei seiner Reise nach Kuba auch bei seiner Mexiko-Reise (die Teil der Reise von 2012 war) eigene entmutigende Probleme gab.

Außerdem beschreibt Martel - basierend auf Berichten von mehreren Quellen- die moralische Situation detaillierter. Wie Robert Veiga, der frühere Direktor einer Katholischen Zeitung in Kuba, wird so zitiert: "In der kubanischen Kirche geschieht genau das selbe wie in den USA; Mexiko und dem Vatican" und fügt dann hinzu " Schwarze Messen am Sonntag, Orgien, Fälle von Pädophilöie und Prostitution: die kubanische Kirche ist sehr kompromittiert."

Während Martel darauf hinweist, daß es viele Gerüchte- einschließlich eines veröffentlichten Zeugnisses eines Obersten der Kubanischen Armee -über Kardinal Jaime Lucas Ortega y Alamninos vorgeblicher eigener Homosexualität gibt. Martel läßt diese Frage offen.
Aber weil Ortega von 1981 bis April 2016 Erzbischof  von Havanna war, als er 80 Jahre alt wurde- Papst Franziskus beließt ihn lange im Amt- ist der Ruf des kubanischen Prälaten wegen der glaubhaften Berichte über die moralische Korruption in seiner Erzdiözese in Frage gestellt worden.

Martel sagt, daß Ortegas früherer Generalvikar, Msgr. Carlos Mauel de Céspedes- der jetzt Gemeindepfarrer von San Augustin ist- "steht Ortega" nahe und daß er nie zum Bischof ernannt wurde, "vielleicht wegen seines gut dokumentierten  Doppellebens: seiner Homosexualität und sexuellen Abenteuer."

Veiga berichtete Martel, daß "es hier in Kuba massenhaft pädophile Skandale gab, viel sexuelle Korruption, ein wirkliches moralisches Versagen der Kirche. Aber offensichtlich hat die Presse das nie erwähnt."  Er fährt fort, daß die Regierung die Informationen, die sie über diese kompromittierten Kleriker hat, nutzt, um sie zu erpressen."  und Martel fährt fort, "Gerüchte über die Homosexualität vieler Priester und Bischöfe in den kubanischen Episkopaten sind mir mit vielen Details und Namen fast aller Leute, die ich auf der Insel interviewt habe, übergeben worden,- mehr als hundert Zeugen."

Martel behauptet auch, daß  Vaticanische Diplomaten -unter ihnen Kardinal Pietro Parolin und Kardinal Beniamino Stelle, ebenso wie der jetzige Kardinal Giovanni Angelo Becciu und Msgr. Fabrice Rivet- über diese moralische Korruption auf Kuba gut informiert sind. Wie Erzbischof Nicolas Thévenin, der in Kuba ein Amt inne hatte, Martel setzt hinzu, daß "Auch Georg Gänswein, dessen Assistent Thévenin gewesen war, ebenfalls über den Inhalt der Akte informiert ist."

LifeSiteNews hat sich an Erzbischof Georg Gänswein gewandt, für ihn die Hauptargumente dieses Kapitels des Martel-Buches zusammengefaßt, ihn um eine Bestätigung dieser Story gebeten und ihn gefragt, ob er je mit Dr. Martel gesprochen habe. Erzbischof Gänswein hat geantwortet "Ich kenne Frederic Martel nicht" und daß er "keinen Kontakt mit ihm gehabt habe". Der deuetsche Prälat fügte hinzu "Mehr kann ich nicht darüber sagen".

Papst Franziskus hat sich auf Kardinal Ortega und seinen Umgang mit Kuba verlassen. Mehrere Berichte sagen, daß Ortega sowohl Präsident Barack Obama als auch Präsident Raúl Castro persönlich Briefe von Papst Franziskus überreicht hat.

Weiterhin beschreibt der Französische Autor den moralischen Verfall der Kirche auf Kuba, ,über den Papst Benedikt XVI 2012 während seiner Reise erfuhr und spricht über eine "beeindruckende Zahl von Homosexuellen unter den Priestern und Bischöfen auf Kuba" und fährt fort: "Auf bischöflicher Ebene geschützt ist diese genuine Freimaurerei sehr sichtbar geworden und quillt aus "dem Schrank hervor." Sie praktizieren sie auch oft. Ich habe eine ausführliche Beschreibung einer der berühmten Sonntags-Abend-Messen in Havanna in den 90-ern bekommen, die ein sehr beliebter Treffpunkt in der Hauptstadt wurden."

"Mir wurde auch über Vorkommnisse "internen sexuellen Mißbrauchs" berichtet, erklärt Martel, begangen von Prälaten an Seminaristen oder jungen Priestern. Eine gewisse Anzahl von Msgri stand auch im Ruf Escort-Dienste zu benutzen und diese jungen Männer zu mißbrauchen und sie nur enttäuschend zu bezahlten."

Ein in Kuba lebender Dissident berichtete Martel, daß Erzbsichof Ortega "das alles weiß" aber daß er die Augen verschloss, auch um seine eigene Karriere nicht zu beschädigen. Man sagt auch, daß Ortega der kommunistischen Regierung zu nahe stand und der kommunistischen Regierung erlaubt habe,die Katholische Kirche in Kuba zu beeinflussen. Ortega wird von Dissidenten auf der Insel als Kompromissler und jemand beschrieben, der "das Regime verteidigt. Mit den Worten des Aktivisten Antonio Rodiles. "Er kritisiert nie die Situation der Menschenrechte oder die politische Lage."

Angesichts einer solchen Reichweite und Tiefe der Korruption soll Papst Benedikt XVI geweint haben, als er mehr darüber erfuhr, sagt Martel.  "Laut eines Zeugen" sagt Martel "weinte der Papst wieder als er diesem Bericht zuhörte."
Es wurde berichtet, daß Papst Benedikt während seiner Kuba-Reise "traurig und zutiefst überwältigt gewesen sei, von dem was er über das Ausmaß des sexuellen Mißbrauchs in der Kubanischen Kirche erfuhr."
Man sagt, daß der Papst erschöpft gewesen sei und unter physischen und moralischen Schmerzen litt- "ein wahrer Kalvarienberg" wie jene, die damals bei ihm waren, sagen. Martel behauptet, daß Papst Benedikt damals begann, über seinen Rücktritt nachzudenken.

Pater Federico Lombardi -der Benedikt als Pressesprecher auf der Kuba-Reise begleitete- hat wie berichtet wird- Martel erzählt: "Ja, es war während seiner Reise nach Mexiko und Kuba, daß Papst Benedikt XVI anfing, darüber nachzudenken, zurückzutreten."
Martel sagt, daß er während seiner Recherche fünfmal mit Lombardi gesprochen hat.

"Einige Tage später beschloss der Papst zurückzutreten (sollte aber seine Entscheidung erst sechs Monate später öffentlich machen) sagt Martel und fügt hinzu, daß "Kuba eine der letzten Stationen auf dem Kreuzweg Benedikts XVI war". Martel fährt fort, daß Benedikt selbst- in seinem Buch "Letzte Gespräche" "die Reise nach Kuba als ausschlaggebenden Moment bezeichnet" aber dann hauptsächlich auf seine physische Ermüdung hingewiesen.

Martel selbst denkt jedoch, daß es nicht nur die Gesundheit war, die den Papst zu seiner Entscheidung brachte und stellt eine Liste mit 14 möglichen Gründen für den päpstlichen Rücktritt auf. Er stellt auch fest, daß "heutzutage nur wenige Journalisten, Theologen und sogar Mitglieder der Römischen Kurie denken, daß Benedikts Rücktritt mit seiner Gesundheit zu tun hatte." Sogar einige Kardinäle haben Martel erzählt, daß es da "andere Faktoren" gab."

Quelle: LifeSiteNews, M.Hickson

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