Freitag, 29. März 2019

Die Amazonas-Synode wird wohl zugunsten der Weihe für viri probati stimmen.....

Marco Tosatti berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana über ein Interview, in dem Kardinal Hummes über den Priestermangel in der Amazonas-Region,die kommende Synode zu diesem Thema und mögliche  Lösungen spricht.
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"DIE SYNODE DECKT DIE KARTEN AUF:  SIE WIRD ÜBER VERHEIRATETE PRIESTER ENTSCHEIDEN"
Kardinal Claudio Hummes - früherer Präfekt der Kleruskongregation und heute verantwortlich für Amazonien und Brasilien hat in einem Interview zugegeben, daß die Synode im Oktober sich mit einem Ja oder Nein zu verheirateten Priestern äußern sollte.  Aber die Richtung geht dahin sie unter bestimmten Bedingungen zuzulassen.

Kardinal Claudio Hummes steht kurz vor dem Abschluss eines vor vielen Jahren konzipierten und beharrlich verfolgten Projekts: vom Vatikan die Erlaubnis zu erhalten, "ad experimentum", verheiratete Männer eines bestimmten Alters (eine Hypothese ist: mehr als 50 Jahre) zu weihen, um den Priestermangel in den weit entfernten Amazonienzentren auszugleichen. Es war seine Idee, als er als Präfekt der Kongregation für den Klerus nach Rom kam, und er gab es nie auf; und er sah das als eine echte Möglichkeit dafür nach der Wahl des Papstes an, die er so geschickt organisierte und vorbereitete.

Das wird von der Amazonas-Synode diskutiert werden, die vom 6. bis 27. Oktober 2019 in Rom stattfindet. Und es ist bereits ein wichtiges Zeichen der Gunst; Da es sich um eine "örtliche" Synode handelt, ist die Tatsache, daß sie in Rom stattfindet, beweist das- auch wenn das Amazonasgebiet mehrere Länder umfasst,  die vorbildliche Bedeutung, die ihr gegeben werde soll. In der Tat gibt es bereits in anderen Teilen der Welt, wie in Deutschland, Bischöfe, die vorschlagen, die sogenannten "viri probati" zu weihen, um den Mangel an Priesterweihen auszugleichen.

Thema bei der Synode wird sein: "Amazonien -Neue Wege für die Kirche und eine integrale Ökologie". Das vom Pontifex vorgegebene Hauptziel für die Synode ist es, "neue Wege für die Evangelisierung jenes Teiles des Gottesvolkes zu finden, besonders der Eingeborenen, die ohne gute Zukunftsperspektive vergessen wurden- auch auf Grund der Krise des Amazonas-Waldes, der eine sehr wichtige Lunge unseres Planeten ist."

Es werden  Bischöfe aus verschiedenen Regionen der Welt teilnehmen, um zu  unterstreichen, daß alle Bischöfe an der hierarchischen Gemeinschaft der Veranstaltung teilnehmen. Die Pan-Amazonas-Region besteht aus neun Ländern: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Venezuela, Surinam, Guyana und Französisch-Guyana. Es ist eine Region, in der 34 Millionen Menschen leben, eine wichtige Sauerstoffquelle für den gesamten Planeten. MAn findet dort 20% des nicht gefrorenes Süßwassers des Planeten.





Kardinal Hummer hat in einem Interview mit Estado erklärt, daß 70% der Gemeinschaft- wegen des Priestermangels-  das weder die Eucharistie noch das Buß-Sakrament oder die Krankensalbung empfangen.
Hummers, emeritiert, ist für für die Brasilianische Bischofskonferenz für Amazonien zuständig.
Die mögliche Lösung sollen die viri probati sein und der Purpurträger streckt schon die Hände aus und sagt, daß die endgültige Entscheidung bei Papst Bergoglio liegt. Die Synode ist eine beratende Versammlung und die Bischöfe übergeben die Beschlüsse, über die abgestimmt wurde, dem Papst als Vorschlag, der sie-wenn er will- im Schlußdokument veröffentlicht.
"Der Papst spricht von neuen Wegen. Zu dieser Suche nach neuen Wegen gehört auch die Diskussion über die Ämter- sagt Hummes-. Zur Zeit verfügt die Kirche nicht über genügend Priester für die Gemeinden. Es fehlt an Priestern. Und der Priester, der die Hl.Messe feiert,die Beichte abnimmt und die Krankensalbung vornimmt.

Auf die Frage ob es möglich ist, verheiratete Männer, Laien, zu weihen- antwortet der Kardinal:
"Es ist die Synode die ja oder nein sagen wird. Aber nac h dem, was ich bis heute bei den Vorbereitungen gesehen habe, wird es nötig sein, die Frage der Ämter in der Amazonas-Kirche auf besondere Weise zu diskutieren. Das bedeutet nicht, daß sie für die ganze Welt gilt, sondern eine Situation äußerster Notwendigkeit."

Es ist nicht schwer anzunehmen, daß es möglich ist,  von einer Situation extremer Notwendigkeit auf einem Kontinent oder in einer bestimmten Region,  zu einer Situation extremer Notwendigkeit oder Mangels anderswo zu wechseln. nicht mehr im Regenwald, sondern im Dschungel des westlichen Säkularismus. Und kann das selbe Kriterium auch für Frauen gelten?" fragte der Interviewer -während er über ein weibliches Priestertum oder Diakonat sprach. Aber Hummes antwortete: "Das ist viel weiter entfernt." Statt dessen deutete er damit an, daß eine Entscheidung zugunsten der Viri Probati wahrscheinlicher und sehr viel näher ist."

Quelle: LNBQ, M. Tosatti  

Kommentare:

  1. Also meiner Ansicht nach gibt es diese Vir Probanti überhaupt nicht, genausowenig wie es mulier probanti gibt und deshalb ist diese ganze Diskussion so absolut albern und unrealistisch.
    Der Mann der den Apologeten der Vir Probanti vorschwebt, hat mit seinem Beruf und seiner Familie durchaus genug zu tun und keine Zeit den Pfarrer zu geben, aber solche Feinheiten interessieren ja heutzutage nicht.

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  2. Immer wieder wird Abschaffung des Zölibats gefordert.
    Aber das Zölibat hat auch *Vorteile*!
    Diese aufgezählt in einer Privat-Offenbarung aus der Heiligen Sadt bei
    .
    https://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/zoelibat_nutzen.pdf
    .
    Man darf sich das kostenlos, anonym und sicher für den Privatgebrauch downloaden.

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  3. Das sehe ich anders!.
    Ich kenne hier in unserer Pfarre zwei ruheständige Studienräte, die beide katholische Religion als Zweitfach hatten.
    Ihre Kinder sind aus dem Haus, und ich sehe sie oft spazierengehen.
    .
    Warum sollten diese nicht zu Priestern geweiht werden können?

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    1. Warum sollten sie geweiht werden?
      Und worin besteht die "Bewährung" probanti der beiden Männer?
      Haben sie, im Gegensatz zu ihren Religionslehrerkolleginnen dazu beigetragen, dass noch ein einziger ihrer ehemaligen Schüler regelmäßig seiner Sonntagspflicht genügt?
      Weiter nur wenn einer spazierengeht, bedeutet das nicht, dass er noch fit ist, vielen wird nach einem Herzinfarkt verordnet täglich mindestens 2 Stunden spazieren zu gehen

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