Mittwoch, 29. Januar 2020

G. Weigel hält den Gift und Galle spuckenden Angreifern von Papst Benedikt XVI und Kardinal Sarah den Spiegel vor.

Im "Catholic World Report" hält George Weigel den bösartigen Verleumdern Benedikts XVI und Kardinal Sarahs mit unmißverständlichen Worten einen Spiegel vor
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               "DIE MOBBER UND DIESES  BUCH..." 
An dem außerordentlichen Gift, mit dem Benedikt XVI und Kardial Sarah bespuckt wurden, sind weder etwas Kirchliches noch Christliche Barmherzigkeit.

Sofort nachdem am 12. Januar bekannt wurde, daß der Papa emeritus Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah ein Buch über die Krise des Priestertums in der Kirche des 21. Jahrhunderts schrieben, brach die online-Hysterie aus.
Das unterstreicht eher die Richtigkeit eines Vorsatzes für das Neue Jahr, den ich den betroffenen Katholiken in einer Kolumne vom 1. Januar empfohlen hatte: "Entschließen Sie sich, Ihren Kontakt zur katholischen Blogosphäre zu begrenzen."

Das außergewöhnliche Gift, das mehr als nur ein paar Kommentatoren auf den emeritierten Papst und den Kardinal spuckten, brachte die Diskussion der Kirche über die Reform des Priestertums nicht weiter. Tatsächlich hat es diese dringende Diskussion verzögert, indem es die Aufmerksamkeit von einigen dringenden Fragen (einschließlich der tiefen Wurzeln der Missbrauchskrise und der Bedeutung des geistlichen Zölibats) ablenkte und indem ein ernstes Buch so behandelt wurde, als wäre es ein parteipolitisches Traktat.

Dennoch diente die Kakophonie über das Benedikt/Sarah-Buch "Aus der Tiefe unserer Herzen" tatsächlich zwei nützlichen Zielen: sie spricht Bände über den Charakter des Giftes und sie stellte Teile der Dynamik innerhalb der Kirche klar, während das Pontifikat von Papst Franziskus sich am kommenden 13. März seinem 7. Jahrestag nähert.

Der Angriff auf Papst Emeritus Benedict war außergewöhnlich bösartig und zutiefst schlecht informiert. Ein prominenter Parteigänger des gegenwärtigen Pontifikats meinte, Benedikt sei "kaum eine halbe Stunde am Stück bei Bewusstsein". Ein anderer Zauberer des linken Spektrums sagte, Benedikt sei "handlungsunfähig".
Ich habe im vergangenen Oktober ganze 45 Minuten mit Papst Emeritus Benedict verbracht, um eine breite Palette von Themen zu besprechen. Er war körperlich ziemlich gebrechlich, aber am frühen Abend eines, wie ich annehme, normalen Tages war er völlig klar, ziemlich gut informiert, auf neue Informationen bedacht, voller guter Laune und in der Lage, Themen und Persönlichkeiten aus Gesprächen in Erinnerung zu rufen, die wir Jahrzehnte zuvor hatten. Der emeritierte Papst schien im Alter von 92 Jahren intellektuell glockenklar zu sein.
Kann man dasselbe auch für diejenigen sagen, die sich auf „Berichte“ stützen und ihn als senilen alten Mann abtun, der nicht mit den Ereignissen und vielleicht sogar der Realität in Verbindung steht?



Der Angriff auf Kardinal Sarah war ebenso bösartig und ebenso schlecht informiert. Ich habe die Ehre, den guineischen Kardinal seit mehreren Jahren zu kennen, und wie jeder, der viel Zeit mit ihm verbracht hat, fand ich in ihm einen Mann von tiefster Heiligkeit, einen wirklich bekehrten Jünger Jesu Christi, dessen Dienst sich aus seiner radikalen Treue zum Herrn ergibt.
Trotz der Karikaturen derer, die offenbar seinen gegenwärtigen und zukünftigen Einfluss in der Kirche fürchten, habe ich Kardinal Sarah auch als Mann christlicher Freude empfunden, der immer noch über die Gnade Gottes erstaunt ist, die in seinem Leben gewirkt hat und daher fähig ist, über die menschlichen Schwächen des Augenblicks zu lachen (auf die robuste Weise, die nur Afrikaner können). Kardinal Sarah lachte jedoch nicht über die Behauptung, er habe über das Entstehen und die Natur von "Aus der Tiefe unserer Herzen" gelogen - und seine gerechte, wenn auch kontrollierte Wut bestätigte, was diejenigen, die ihn tatsächlich kennen, verstehen: dieser ist ein ehrlicher Mann.

Diese Verleumdungen gegen Benedikt und Sarah wurden durch eine weitere absurde Anschuldigung verstärkt: die dadurch, daß sie ihren Verstand und ihr Gewissen über das entlasteten, was für eine echte Reform des Priestertums notwendig ist und den  emeritierten Papst und den Kardinal irgendwie in die „Unterscheidung“ von Papst Franziskus nach der Amazonas-Synode vom vergangenen Oktober vermischten.
So ist es jetzt also gekommen (und ich meine das auch so), daß die Partisanen von Offenheit und Dialog jetzt zweien der angesehensten Söhne des Katholizismus sagen, daß ihre Ansichten unerwünscht sind; daß die theologische und pastorale Verteidigung des geistlichen Zölibats ein Akt der Untreue gegenüber Papst Franziskus ist; und daß sie einfach den Mund halten sollten.

Dies ist nicht die Taktik von Anwälten, die davon überzeugt sind, daß sie die sachliche Auseinandersetzung gewonnen haben und wahrscheinlich weiterhin gewinnen werden. Das sind die Taktiken derer, die sich aus Angst davor, daß die Zeit ihnen davonläuft, vorstellen, daß sie nur auf Mobbing zurückgreifen können.

Daran ist nichts Kirchliches, ebenso wenig Christliche Barmherzigkeit. Die Reform des Priestertums ist für die kirchliche Mission der Evangelisierung essentiell. Jene, die einen ernsthaften Vorschlag für eine solche Reform ablehnen- indem sie seine Urheber verleumden, haben sich selber als weniger an der Reform des Priestertums des Neuen Testaments interessiert gezeigt als an klerikalen Machtspielen."

Quelle: The Catholic World Report, G. Weigel 

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