Donnerstag, 16. Januar 2020

M. Tosatti nach der Lektüre der Einleitung und des Nachwortes von "Aus der Tiefe unserer Herzen"

Marco Tosatti teilt bei Stilum Curiae die Eindrücke, die die erste Lektüre des Vor-und Nachwortes von "Aus der Tiefe unserer Herzen" auf ihn gemacht haben, mit seinen Lesern und hält auch nicht mit seinem Urteil über die noch vor dem Erscheinen des Buches weltweit verbreiteten Lügen und ihre Urheber hinter dem Berg. Hier geht´s zum Original:  klicken


"VERFLUCHT SEIST DU, DER DU GESCHWIEGEN HAST!" DER SCHREI VON BENEDIKT UND SARAH

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Trolle und Eindringlinge, Störer & co, heute hab ich in der Tiefe meiner Erkältung in meiner Post ein Geschenk gefunden : die Texte aus dem Buch von Benedikt XVI und Kardinal Sarah- ja aus dem von beiden geschriebenen Buch. 

Eine schnelle Lektüre der Einleitung, des Nachwortes (von den beiden zu vier Händen geschrieben) und der Aufteilung des Werkes Arbeit bloßgestellt, wie viele Lügen unsere Kollegen, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Spanier, Argentinier, die mit dem Hof des amtierenden Papstes verbunden sind, verbreitet haben, um zu  versuchen, die Bedeutung dieses Textes herabzusetzen, der offensichtlich von beiden erdacht und geschrieben wurde. 

Nein, Benedetto ist kein armer, verunsicherter alter Mann, wie es die niedrigsten Lebensformen im vatikanischen journalistischen Teich versucht haben, die Menschen glauben machen wollten. Kardinal Sarah hat niemandes guten Glauben gekapert, indem er einen alten, senilen  Mann umkreiste 
(Ich werde nie den Tweet vergessen, mit dem Austen Ivereigh den Hashtag #elderabuse #abused of old people gestartet hat. Der ist etwas, der eine Person für das ganze Leben abbildet, ein Röntgenbild der Seele.).

Im Folgenden finden Sie finden Sie einige Auszüge aus der von Nicolas Diat geschriebenen  Präsentation und aus dem von beiden Autoren verfaßten Nachwort. Im Buch geht der von Joseph Ratzinger geschriebene Beitrag von Seit 21 bis Seite 55.
Es ist schwierig das als etwas, das zu vernachlässigen ist, abzulehnen. Sarahs Teil ist ausführlicher. Aber es ist offensichtlich, daß der Text auf zwei Beinen steht.

Kann ich sagen, was mich berührt hat? Die Bezugnahme auf den Hl. Paulus im gemeinsamen Nachwort. In diesen schwierigen Zeiten sollte die einzige Angst sein, die jeder haben sollte, eines Tages von Gott dieses harte, vorwurfsvolle Wort sagen zu hören: 
" Verflucht seist du, der du geschweigen hast" 
Das sind Worte, die in den Ohren wievieler von uns wiederklingen könnten? 

In Anbetracht der Realität des Buches nimmt der vom Regime aufgelegte Flicken. die Unterschrift zurück zu ziehen, lächerliche Formen an und erscheint immer mehr wie der kraftlose Schlag argentinischer Wut, wie unkontrolliertes Fließen von Galle.
Das Buch ist da -ein dramatisches und beredtes Zeugnis. 





                                                        Nicolas Diat 
"Warum wollte der emeritierte Papst mit Kardinal Sarah zusammenarbeiten? Die beiden sind sehr enge Freunde und haben einen regelmäßigen Briefwechsel, um Meinungen, Hoffnungen und Bedenken auszutauschen 

Im Oktober 2019 hat die Amazonas-Synode, eine Versammlung von Bischöfe, Missionaren und Ordensleuten, die der Zukunft dieser riesigen Region gewidmet war, im Herzen der Kirche die Möglichkeit geboten, sich Gedanken über die Zukunft des katholischen Priestertums zu machen. Benedikt XVI und Kardinal Sarah ihrerseits haben  schon im Sommer begonnen Schriftliches, Gedanken und Vorschläge auszutauschen, um sich dann mit der Absicht zu treffen, die größtmögliche Klarheit für die Seiten zu erreichen, die jetzt folgten. 


Benedikts XVI Text trägt den sehr nüchternen Titel : "Das Katholische Priestertum". Der Papa emeritus präzisiert seine Ansicht sofort. "Die Wurzel der ernsten Lage, in der sich das Priestertum heute befindet, ist ein methodischer Mangel in der Rezeption der Schrift als "Wort Gottes". Dieses Urteil ist schwerwiegend, beunruhigend, fast unglaublich.


Benedikt XVI wollte eine so delikate Frage nicht allein angehen. Die Mitarbeit von Kardinal Sarah erschien ihm natürlich und wichtig, Der Papa emeritus kennt die teife Spiritualität des Kardinals, seinen betenden Geist, seine Weisheit. Er vertraut ihm. Im Vorwort von "Die Kraft des Schweigens" aus der Osterwoche 2017 hat Benedikt XVI geschrieben, "Kardinal Sarah ist ein Meister des Geistes, der aus dem tiefen Schweigen mit dem Herrn spricht, der tiefen Einheit mit ihm und so jedem von uns wirklich etwas zu sagen hat. Wir müssen Papst Franziskus dafür dankbar sein, daß er einen solchen Meister des Geistes an die Spitze der Liturgie-Kongregation der Kirche gestellt hat." 


Die Absicht der Autoren wird in dieser Aussage im gemeinsamen Vorwort des Bandes perfekt wiedergegeben, "Die Nähe unserer Bedenken und die Übereinstimmung unserer Schlußfolgerungen haben dazu geführt, daß wir beschlossen haben, die Früchte unserer Arbeit und unserer spirituellen Freundschaft -nach dem Beispiel des Hl. Augustinus- den Gläubigen zugänglich zu machen.


Der Rahmen ist einfach. Zwei Bischöfe wollten reflektieren. Zwei Bischöfe wolltendie Frucht ihrer hervorragenden Suche öffentlich machen. Der Text Benedikts XVI ist von großer theologischer Finesse. 

Der Kardinal Sarahs besitzt eine unbezweifelbare katechetische Kraft.. Die Argumente kreuzen sich, die Aussagen ergänzen sich. ihre Intelligenzen regt sich gegenseitig an. 

Benedikt XVI und Kardinal Sarah wollten das Buch mit zwei "vierhändig" geschriebene Texten eröffnen und beschließen. In ihrem Nachwort schreiben sie: "Es ist dringend und notwendig, daß alle Bischöfe, Priester und Laien sich nicht mehr von schlechten Ratgebern, theatralischen Inszenierungen, teuflischen Lügen und den Irrtümern beeindrucken lassen, die den priesterlichen Zölibat entwerten wollen."


Offensichtlich wollten der Papa emeritus und Kardinal Sarah ihre eigene Beunruhigung nicht verbergen. Sie kennen jedoch den Hl. Augustinus gut genug, auf den sie sich ausdrücklich beziehen, um nicht zu wissen, daß die Liebe immer das letzte Wort hat. 


                                        WARUM HABT IHR ANGST? Vorwort der Autoren 

Wir haben uns in diesen letzten Monaten getroffen, während der Lärm einer seltsamen Medien-Synode, die an die Stelle der richtigen Synode trat, durch die Welt polterte. Wie haben uns unsere Ideen und unsere Sorgen anvertraut. Wir haben gebetet und still meditiert. Jedes unserer Treffen hat uns gegenseitig getröstet und beruhigt. Unsere Überlegungen, die auf verschiedenen Wegen entwickelt wurden, haben uns daher dazu veranlasst, einige Briefe auszutauschen. Die Nähe unserer Sorgen und das Übereinstimmen unserer Schlussfolgerungen führten dazu, daß wir nach dem Vorbild des Heiligen Augustinus beschlossen, die Früchte unserer Arbeit und unserer spirituellen Freundschaft allen Gläubigen zugänglich zu machen.


Auch wir können- wie er- sagen "Silere non possumi" Ich kann nicht schweigen [...] Ich weiß, wie gefährlich das Schweigen für mich wäre.
Tatsächlich denke ich nicht daran, Zeit in kirchlichen Ämtern zu verbringen, um meine Eitelkeit zu befriedigen, aber ich denke, dass ich über die Schafen, die mir anvertraut wurden, dem Fürsten aller Hirten Rechenschaft ablegen muß."


Als Bischöfe haben wir eine Verantwortung für alle Kirchen. Mit einem großen Verlangen nach Frieden und Einheit bieten wir also allen unseren Brüdern Im Bischofsamt, Priestern und gläubigen Laien die Frucht unserer Zusammenkünfte an. 


Das tun wir mit einem Geit der Liebe für die Einheit der Kirche . Wenn Ideologie spaltet- vereint die Wahrheit die Herzen. Die Lehre von der Erlösung in Frage zu stellen, kann die Kirche nur um ihren Göttlichen Meister vereinen.


Das tun wir im Geist der Barmherzigkeit. Es erschien uns nützlich, diese Arbeit in einem Augenblick zu veröffentlichen, in dem die Seelen sich beruhigt haben. Jeder kann sie ergänzen oder korrigieren. Die Suche nach der Wahrheit kann nur mit offenem Herzen vollendet werden.


Deshalb präsentieren wir brüderlich diese Überlegungen dem Gottesvolk an und -natürlich-in Bindung und in Gehorsam gegenüber Papst Franziskus.


Herr rette uns! Wir gehen zugrunde! Der Herr schläft, während der Sturm tobt. . Er scheint uns den Wellen des Zweifels und des Irrtums zu überlassen. WIr neigen dazu, uns der Verzweiflung zu überlassen. Die Wellen des Relativismus erreichen das Schiff der Kirche von allen Seiten. Die Apostel hatten Angst. Ihr Glaube war erkaltet. Auch die Kirche scheint manchmal zu schwanken. Im Herzen des Sturm scheint der Glaube der Apostel an die Macht Jesu abzunehmen. Erleben auch wir dieses Mysterium.


Wir fühlen uns jedoch in einem tiefen Frieden, weil wir wissen, dass derjenige, der das Boot steuert Jesus ist. Wir sind uns bewusst, daß es niemals sinken wird, daß nur es allein zum Hafen des ewigen Heils bringen kann. 
Città del Vaticano, settembre 2019


                                                          Schlußwort der Autoren 

Am Ende unserer Überlegungen fühlen wir die Notwendigkeit, unsere Liebe für die Kirche zu gestehen. Wir wollten ihr unser Leben geben, wie Christus das seine geopfert hat. Wir werden sie nie verlassen! An der rechten Hand tragen wir den Ring, der uns daran erinnert, daß wir durch einen endgültigen Bund gebunden sind. 

Es ist nur unsere Liebe für die Kirche, die uns dazu gebracht hat für Sie zur feder zu greifen, 


Trauernd und leidend erleben wir diese schwierigen und atemlosen Zeiten. Es war genau unsere Pflicht, an die Wahrheit über das katholische Priestertum zu erinnern. Damit wird de facto die gesamte Schönheit der Kirche zur Diskussion gestellt. Die Kirche ist jedoch nicht nur eine menschliche Institution. Sie ist ein Mysterium. Sie ist die mystische Braut Jesu. Und das ist es, woran unser priesterlicher Zölibat die Welt erinnert. 


Es ist dringend und nötig, daß alle, Bischöfe, Priester und Laien, sich nicht von schlechten Beratern, von theatralischen Inszenierungen, von teuflischen Lügen, von Irrtümern der Mode beeindrucken lassen, um den Zölibat herabzusetzen. 


Es ist dringend und nötig, daß alle Bischöfe, Priester und Laien wieder den Blick des Glaubens auf die Kirche und den priesterlichen Zölibat, der ihr Mysterium beschützt,richten.


Ein solcher Blick ist der beste Damm gegen den Geist der Spaltung, gegen einen Geist von Party aber auch gegen Indifferenz und Relativismus. 


In diesen schwierigen Zeiten ist die einzige Angst, die jeder haben sollte, eines Tages Gott sagen jene harten und vorwurfsvollen Worte [....]sagen zu hören :"Verflucht seist du, der du geschwiegen hast". Weh mir, ich kann nicht schweigen! Ruft es mit hunderttausend Stimmen.Um ruhig zu sein- sehe ich.- muß die Welt verdorben, die Braut Christi erblaßt sein, die Farbe wurde ihr entzogen, das Blut ihr abgesaugt wurde, das ist [...] das Blut Christi, das aus Gnade hingegeben wurde [...] Schlaft nicht länger nachlässig, benutzt das, was euch in dieser Zeit zur Verfügung steht...." 

                                                                        §§§
                                              Benedikt XVI
                                                                               Kardinal Robert Sarah
                                                                            Aus der Tiefe unserer Herzen

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti

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