Sonntag, 3. Mai 2020

Relativismus und Antichrist...aus der Benedikt XVI - Biographie "Ein Leben"

Maike Hickson berichtet für LifeSiteNews über wichtige Themen in der Montag erscheinenden Biographie Peter Seewalds über Papst Benedikt XVI.
Hier geht´s zum Original:   klicken

PAPST BENEDIKT VERBINDET DIE DOMINANZ VON "HS-EHE, ABTREIBUNG...MIT DER SPIRITUELLEN KRAFT DES "ANTICHRIST".
Der Papa Emeritus sagt, daß Gebete gebraucht werden, um zu "widerstehen".

Der emeritierte Papst Benedikt XVI verbindet in einer neuen Biographie die Dominanz von "HS-Ehe" und "Abtreibung" in der Welt - auch daß die keinen Widerspruch ohne Angst vor Strafe duldet, mit der spirituellen kraft des Antichrist.

"Vor hundert Jahren" stellte Benedikt in der Biographie von Peter Seewald fest, "würde es jedermann für absurd erachtete haben, über eine HS-Ehe zu sprechen. Heute wird man von der Gesellschaft exkommuniziert, wenn man sich ihr entgegen stellt. "Das selbe trifft auf Abtreibung und die Herstellung menschlichen Lebens im Labor zu" fügte Benedikt hinzu.

"Die moderne Gesellschaft ist dabei ein antichristliches Credo zu formulieren und wenn man sich dem widersetzt, wird man von der Gesellschaft durch "Exkommunikation" bestraft" fuhr er fort . "Die Angst vor dieser spirituellen Kraft des Antichrist  ist also mehr als natürlich, und es bedarf wirklich der Hilfe des Gebetes einer ganzen Diözese und der Universalen Kirche um ihr zu widerstehen."

Sie mehr als 1000 Seiten starke Biographie mit dem Titel "Benedikt XVI: Ein Leben", Band 1, soll am 4. Mai in Deutschland erscheinen. LifeSiteNews hat eine Vorabkopie bekommen. Seewald hat mit Benedikt mehrere Bücher zusammen verfaßt und auch schon ein autobiographisches Interview-Buch mit dem früheren Papst veröffentlicht.




ImageSeite aus "Benedikt XVI" : Ein Leben"  
Nach dem Tod Johannes Pauls II 2005 diente Benedikt, früher bekannt als Kardinal Joseph Ratzinger, der Katholischen Kirche als Papst -bis zu seinem überraschenden Rücktritt im Februar 2013. Papst Franziskus wurde im März 2013 zu seinem Nachfolger gewählt. 

Für dieses Buch waren Seewald viele Gespräche sowohl mit Papst Benedikt als auch mit seinem Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein möglich. In einem Anhang an das neue Buch, veröffentlicht Seewald unter dem Titel "Letzte Fragen an Benedikt XVI " Antworten, die ihm Papst Benedikt gegeben hat. Diese Fragen-erklärt der Autor, mußten Beneditk nach vielen Interviews mit ihm im August 2018 zugesandt werden. Viele dieser Fragen sind unbeantwortet geblieben, aber diejenigen, die Benedikt beantwortet hat, findet man im Anhang. 
Zu der häufig wiederholten Behauptung befragt, daß er als Papst mit "vielen Blockaden seitens der Römischen Kurie" konfrontiert war -antwortete Paps Benedikt: "Blockaden kamen eher von außerhalb als aus der Kurie. Ich wollte nicht zuerst und vor allem die kleine Welt der Kurie reinigen, sondern die Kirche als Ganzes". Und indem er seine Gedanken weiter erklärte. fügte er hinzu, daß "die Ereignisse inzwischen die Krise des Glaubens gezeigt haben, die auch besonders zu einer Krise des Christlichen Lebens geführt hat." Das ist es, fuhr er fort, was "der Papst vor Augen haben muß." 
Weiter von Seewald befragt, ob Benedikt alles das, was dann auf ihn zukommen würde, vorhergesehen habe, und der Papst deshalb zu Beginn seines Pontifikates die Katholiken gebeten hatte, für ihn zu beten, daß "er nicht vor den Wölfen fliehe"- stellte Benedikt fest, daß angesichts der vielen Probleme allgemein angenommen werden kann, daß ein Papst "Angst vor ihnen" haben und zu "klein" sein kann. 
"Natürlich" fuhr er fort "sind solche Ereignisse wie "Vatileaks" ärgerlich und für Außenstehende in der Welt sehr verstörend. Aber die wahre Bedrohung der Kirche und mit ihr des Petrinischen Amtes stammt nicht von solchen Dingen, sondern von der weltweiten Diktatur scheinbar humanistischer Ideologien. "Dieser Diktatur zu widersprechen"erklärte Benedikt " bedeutet den Ausschluss vom Grundkonsens der Gesellschaft."
In diesem Zusammenhang erwähnte Benedikt den "Anti-Christ" 
Die Katholische Kirche lehrt, daß vor der zweiten glorreichen Wiederkehr Christi die Kirche eine "letzte Prüfung" durchleben muß, die den "Glauben vieler Gläubiger erschüttern wird." 
"Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet, wird das "Mysterium der Sünde" in Form einer religiösen Täuschung enthüllen, die den Menschen eine bevorstehende Lösung ihrer Probleme zum Preis der Apostasie von der Wahrheit" anbietet, stellt der Katechismus der Katholischen Kirche fest.
"Die höchste religiöse Täuschung ist die des Antichrist, einem Pseudo-Messianismus, durch den er sich selbst an Stelle Gottes und seines Messias, der im Fleisch gekommen ist, verherrlicht", fügte er hinzu.
Bischof Fulton J. Sheen hat 1947 in einer Radio-Predigt den Antichrist als einen "großen Humanisten" beschrieben, der von "Frieden, Wohlstand und Fülle" sprechen wird. 
"Der Antichrist wird nicht so genannt werden, er würde sonst keine Anhänger finden. Er wird keine roten Strumpfhosen tragen, Schwefel spucken, keinen Speer tragen noch einen Schwanz haben wie Mephistopheles in Faust" stellte Sheen fest. 
Unser Herr sagt uns, daß er IHM sehr ähnlich sein wird, so daß er sogar die Erwählten täuschen könnte- und sicher kann kein Teufel, den man je in Büchern gesehen hat, sogar die Erwählten täuschen. Wie wird er in diesem neuen Zeitalter kommen, um Anhänger für seine Religion zu finden?"
Sheen fuhr fort: 
Er wird als der Große Humanist verkleidet  kommen, er wird von Frieden, Wohlstand und Fülle sprechen, nicht um uns zu Gott zu führen, sondern als Selbstzweck. Er wird Bücher über eine neue Idee von Gott schreiben, der zum Lebensstil der Menschen paßt." 
[Er wird Glauben an Astrologie einführen, um nicht den Willen sondern die Sterne für unsere Sünden verantwortlich zu machen. Er wird Schuld psychologisch als unterdrückte Sexualität erklären, und die Menschen sich schämen lassen, wenn ihre Mitmenschen sagen, sie seien nicht tolerant und liberal.
Er wird Toleranz mit Indifferenz gegenüber Gut und Böse identifizieren. Er wir Scheidungen unter dem Vorwand, daß ein anderer Partner "lebenswichtig" sei. 
Er wird die Liebe zur Liebe steigern und die Liebe zu den Menschen verringern. Er wird die Religion anrufen, um die Religion zu zerstören. 
Er wird sogar von Christus sprechen und sagen, daß er der größte Mensch war, der je gelebt hat. Seine Mission- wird er sagen- wird sein, die Menschen von der Knechtschaft des Aberglaubens und das Faschismus zu befreien, die er nie definieren wird. 
Mitte in seiner scheinbaren Liebe für die Menschheit und in seinem aalglatten Reden von Freiheit und Gleichheit wird er ein großes Geheimnis haben, über das er mit niemandem sprechen wird: er glaubt nicht an Gott.  Und weil seine Religion Brüderlichkeit ohne die Vaterschaft Gottes sein wird, wird er sogar die Erwählten täuschen. 
Er wird eine Gegen-Kirche errichten, die die Kirche nachäfft, weil er- der Teufel- der eine Nachäffung Gottes ist. Sie wird der mystische Leib des Antichrist sein, die in allen Äußerlichkeiten der Kirche als dem mystischen Leib Christi ähnelt. In verzweifeltem Bedürfnis nach Gott, wird er den modernen Menschen in seiner Einsamkeit und Frustration dazu bringen, immer mehr nach einer Mitgliedschaft zu seiner Gemeinschaft zu hungern, die dem Menschen Seinserweiterung versprechen, ohne daß eine persönliche Änderungen erforderlich ist und ohne das Eingeständnis persönlicher Schuld,In diesen Tagen wurde dem Teufel ein besonders langes Seil gegeben." 
Benedikts Kommentar könnte seine stärkste Verurteilung der Diktatur des moralischen Relativismus und der LGBT-Agenda sein, der andere hochrangige Katholische Führer -wie Kardinal Robert Sarah, Kardinal Gerhard Müller, Kardinal Raymond Burke und Kardinal Walter Brandmüller sowie u.a. von Bischof Athanasius Schneider- widersprochen worden ist. 
Es war in einer Rede vom April 2005 -kurz vor seiner Wahl zum Papst-in der der damalige Kardinal Joseph Ratzinger den Begriff "Diktatur des Relativismus" eingeführt hat. 
Er sagte seinen Mit-Kardinälen, daß "heute ein klarer Glaube , der auf dem Credo der Kirche basiert, oft als Fundamentalismus bezeichnet wird, Wohingegen der Relativismus - d.h. sich durch jeden Wind der Lehre hierhin und dorthin geworfen zu werden" die einzige Haltung zu sein scheint, die zur modernen Zeit paßt. Wir bauen eine Diktatur des Relativismus auf, die nichts als endgültig anerkennt und deren letzte Ziel nur im eignen Ego und seinen Wünschen besteht" Gegen diesen Relativismus- bemerkte er- steht Jesus Christus. 
Ratzinger: "Wir jedoch haben ein anderes Ziel: den Sohn Gottes; den wahren Menschen. er ist das Maß des wahren Humanismus." 
2017 anläßlich des Begräbnisses von Kardinal Joachim Meisner pries Benedikt den "Dubia-Kardinal" dafür, in der tiefen Überzeugung gelebt zu haben, daß der Herr Seine Kirche nicht verläßt, sogar wenn das Schiff so viel Wasser aufgenommen hat, daß es zu kentern droht." 
Die Kirche, stellte Benedikt damals fest, " steht unter dem besonders dringenden Bedarf nach überzeugenden Hirten, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen können und den Glauben entschlossen leben und denken."
Quelle: LifeSiteNews,M. Hickson


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