Donnerstag, 30. Juli 2020

Ein Brief von EB Viganò an Bischof E.M.Taussig von San Rafael

Marco Tosatti veröffentlicht heute bei Stilum Curiae den offenen Brief, den Ex-Nuntius Erzbischof Carlo Maria Viganò an den Bischof von San Rafael in Argentinien geschrieben hat, der die Weigerung von Priestern und Seminaristen seiner Diözese nur die Hand-Kommunion zu spenden, u.a. mit der Schließung des Seminars und der Entlassung seines Rektors bestraft hat.
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"DER SKANDAL VON SAN RAFAEL. VIGANÓ SCHREIBT AN DEN BISCHOF." 


Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wie Sie in diesem Artikel von La Nuova Bussola Quotidiana und in diesem Artikel von Infovaticana, ist das Priesterseminar von San Rafael in Argentinien vom Bischof geschlossen worden- mit Covid-19 als Begründung, wirklich aber, weil viele Seminaristen und Gläubige -und weitere 150 Familien  sich geweigert haben, die Eucharistie in die Hand zu empfangen. Der Bischof hat die von Kardinal Beniamino Stella geleitete Kleruskongregation, einen der Berater Bergoglios, informiert, der sofort reagiert hat. Wir veröffentlichen den offenen Brief, den Erzbischof Carlo Maria Viganò an Bischof Eduardo Maria Taussig geschickt hat. Gute Lektüre!

§§§

Exzellenz,
Ich bin verwirrt und verletzt aus der internationalen Presse die Nachricht entnehmen zu müssen, die die Entscheidung betrifft, das Seminar der Diözese von San Rafael zu schließen und seinen Rektor, Don Alexandro Miguel Ciarocchi zu entlassen. 

Diese Entscheidung soll auf Ihren eifernden Hinweis hin von der Kleruskongregation getroffen worden sein, die die Weigerung der Ihrer Jurisdiktion unterworfenen Kleriker, Ihrer Anordnung, die Hl. Eucharistie in die Hand und nicht in den Mund zu spenden, zu folgen, für unzulässig hielt. 
Ich stelle mir vor, daß das lobenswerte und kohärente Verhalten der Priester, Geistlichen und Gläubigen von San Rafael Ihnen einen hervorragenden Vorwand geliefert hat, das größte argentinische Seminar zu schließen und die Seminaristen zu zerstreuen, um sie anderswo umerziehen zu  lassen, in Seminaren, die so vorbildlich sind, daß sie jetzt leer sind. Ihre Exzellenz konnte so diese Einladung zur Parrhesie, in deren Namen, die von höchster Ebene angeprangerte Geißel des Klerikalismus besiegt werden sollte, bewundernswert in die Praxis umsetzen.

Ich kann Ihre Enttäuschung verstehen, daß es -trotz der in diesen Jahrzehnten fortgesetzt eingehämmerten ultramodernistischen Indoktrinierung immer noch tapfere Priester und Geistliche gibt, die dem Allerheiligsten Sakrament nicht den gebotenen Respekt verweigern und ich kann mir Ihren Ärger vorstellen, wenn ich sehe, daß sogar Laien und Familien -aus der sog. Vendèe der Anden- den guten Hirten folgen, ihre Stimme erkennen- wie das Evangelium sagt- und nicht den Söldnern, die sich nicht um die Schafe kümmern. (Joh, 10, 4.13).



Diese Vorkommnisse bestätigen das Handeln des Hl. Geistes in der Kirche: der Paraklit flößt den Demütigen und Schwachen Kraft ein und verwirrt die Stolzen und Mächtigen, und manifestiert offenkundig den Glauben an das Allerheiligste Sakrament des Altares einerseits und seine schuldhafte Profanierung durch Sie, um des menschlichen Respektes willen andererseits. 
Sich der Mentalität der Welt anzupassen, mag Ihrer Exzellenz vielleicht den leichten und parteiischen Beifall der Feinde der Kirche einbringen, aber es wird Ihnen weder das einstimmige Bedauern der Guten noch das Urteil Gottes ersparen, der unter dem eucharistischen Schleier mit Leib und Seele  anwesend ist. Und dessen Zeuge und nicht seine Verräter zu sein, die Hl. Hirten auffordern. 

Exzellenz wird es mir erlauben, Sie auf eine gewisse Inkonsistenz Ihres Verhaltens mit dem Motto hinzuweisen, das Sie für Ihr Wappen gewählt haben: Paterna atque fraterna charitate. Ich sehe nichts Väterliches darin, Priester zu bestrafen, die die Heilige Hostie nicht entweihen wollen, noch irgendeine Form wahrer Nächstenliebe für diejenigen, die gegen einen unzulässigen Befehl verstoßen haben. Nächstenliebe wird für das Gute und für die Wahrheit ausgeübt: wenn sie von Fehlern ausgeht und zu Bösem führt. ist sie nur eine groteske Parodie der Tugend. Ein Bischof, der anstatt die Ehre des Königs der Könige zu verteidigen und diejenigen zu preisen, die nach diesem edlen Ziel streben, ein blühendes Seminar schließt und seine Geistlichen öffentlich tadelt, handelt nicht  aus Nächstenliebe, sondern mit einem bedauerlichen Missbrauch, den er vor dem Gericht Gottes verantworten muß.  Ich bete darum, daß Sie verstehen, wie ernst diese Geste, die sub specie aeternitatis bewertet werden wird, in sich und ein Skandal für die Einfachen ist. Ihr Studium am Angelicum sollte Ihrer Exzellenz bei der heilenden Buße behilflich sein, die sub gravi die notwendige Wiedergutmachung darstellt. 

Die Presse berichtet, daß in der Diözese von Basel. in der Kirche in Rigi-Kaltbad- eine in die Paramente gekleidete Frau wiederholt die Feier der Hl. Messe simuliert - in Abwesenheit eines geweihten Priesters - die lediglich die Einsetzungsworte wegläßt. Ich frag mich, ob Msgr. Felix Gmür sich mit dem selben Eifer, der Sie befeuert hat, an die Römischen Dicasterien wenden wird, um diese sakrilegische Inszenierung auf exemplarische Weise bestrafen zu lassen. 

Ich fürchte allerdings, daß die Unbeugsamkeit, die Sie bei der Bestrafung der Priester, die Ihnen pflichtgemäß nicht gehorcht haben,  in der Schweiz keine Nachahmer finden wird.
Wenn auf diesem Altar ein Priester im Tridentinischen Ritus die Messe gefeiert hätte, hätten ihn die Pfeile des Ordinarius sicher schnell getroffen; aber eine Frau, die missbräuchlich und sakrilegisch die Messe feiert, wird heute als vernachlässigbar angesehen, ebenso wie das Allerheiligste Sakrament des Altars der Entweihung auszusetzen.
Gemeinsam mit den Geistlichen und den Laien Ihrer Diözese, die von Ihnen ungerechterweise bestraft und schwer verletzt worden sind, bete ich für Sie,  Exzellenz, für die Verantwortlichen des Hl. Stuhls, insbesondere für Kardinal Beniamino Stella, den ich als hingebungsvollen Priester und treuen Apostolischen Nuntius kennengelernt und den ich als Delegierten für die Päpstlichen Vertretungen in Bogota besucht habe. Damals mein Freund, habe ich jahrelang mit ihm im Staatssekretariat gearbeitet: Leider kann ich ihn seit einiger Zeit nicht mehr als solchen  wiedererkennen, weil er an den Abrissarbeiten an der Kirche Christi beteiligt ist. 

Beten wir um Ihre Bekehrung, eine Bekehrung zu der wir alle aufgerufen sind, die jedoch denen gleichgültig ist, die nicht zur Ehre Gottes arbeiten, sondern gegen das Heil der Seelen und die Ehre der Kirche. 

Beten wir für alle Seminaristen und Gläubigen von San Rafael, denen Sie Exzellenz, den Krieg erklärt haben. 

In brüderlicher Nächstenliebe und in der Wahrheit

+ Carlo Maria Viganò, Erzbischof 

Diese: Stilum Curiae, M.Tosatti, EB CM Viganò 

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