Sonntag, 28. Februar 2021

Fr. Hunwicke spricht...

bei  liturgicalnotes heute über den Novus Ordo ...und ob den wirklich irgendwer will. 
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"WER WILL DEN NEUEN RITUS WIRKLICH? VIELLEICHT DER AKTUELLE BISCHOF VON ROM?" 

Liturgie

Die Kirche S. Nicolas in Tolentino in der Diözese Clifton schaffte es vor einigen Wochen (s. Okt. 2020)  mit einer LBGT-Messe in die Nachrichten. Wenn ich das Video ansehe, kommt ein Gefühl wieder hoch. das ich schon zuvor ausgedrückt habe. Wer will die "Ordentliche Form" des Römischen Ritus wirklich? 

In großen und kleinen Dingen bewies die Liturgie von Tolentino die verstörende Tatsache, daß keiner sie will. Der Zelebrant trug keine Kasel, sondern eine seltsam düstere Stola mit einer Quaste auf dem Rücken. Er hat nie das Knie gebeugt. O.K. vielleicht ist er zu alt und zu schwach um zu knien. Vielleicht ist seine Kirche auch zu verarmt, um sich eine Kasel leisten zu können. Aber er hat auch an Werktagen ein Credo eingefügt; dazu ein Credo, das keinem anderen Credo der Kirche gleicht, das je autorisiert wurde. Der Zelebrant hat offensichtlich das Brotbrechen während der Erzählung der Einsetzung durchgeführt, als ob diese Erzählung eine Art Nachspielen des Letzten Abendmahles sei. 

Und ich habe nicht den gesamten Ritus angesehen, habe ihn nur schnell überflogen. Aber ich habe genug gesehen, um klar zu machen,...daß grenzenlose Kreativität an der Tagespordnung war.

Früher in der Geschichte unserer Ordinariate, erzählte uns ein renommierter Dozent, daß "Ungehorsam" Teil des "Anglikanischen Erbes" sei, den wir nicht mitbringen müssten. Dieser Punkt-(mit seiner impliziten Ablehnung) war fair. Aber er paßte nur schlecht zu den Erfahrungen, die viele frühere Anglikaner genau in diesem Punkt gemacht hatten.

Als der neu "wieder verbreitete" anglikanische Klerus sich in das Katholische Gemeindeleben der Katholischen "mainstream" Kirche einfügte, gab es ein ehrliches Erstaunen über den Grad der liturgischen Unordnung und den Ungehorsam in den Reihen des "mainstream" Klerus. Besonders die dauernde Neufassung "autorisierter Texte". So bekam man dauernd (sogar an Sonntagen) das eucharistische Pseudo Hippolyt Hochgebet...schon als solches schlecht genug...in einer Form die vom Pater "relevanter" gemacht wurde, vorgesetzt. Klerikalismus außer Rand und Band. Und dann die schrecklich heterodoxe Musik...über die die us-amerikanischen Bischöf kürzlich einen sehr aussagekräftigen und intelligenten Brief geschrieben haben. 

Es gibt tatsächlich einige Kirchen, bei denen die Verdammung des Novus Ordo unfair wäre; aber das sind hauptsächlich Kirchen, in denen der Klerus die Alte Messe vorziehen würde, aber das aus "pastoralen Gründen" nicht können; deshalb benutzen sie den neuen Ritus mit größeren oder kleineren Anteilen des Geistes und der Spiritualität des alten. 

Was den Kalender angeht, habe ich vor kurzem über einen schottischen Bischof geschrieben, für den eine Reihenfolge von säkularen Festen wirklich aufregend zu sein schien. die- wenn sie nicht synkretistisch waren, zumindest eher auf einen didaktischen Synkrestismus verweisen als auf die Wahrheit, die Christus allein ist. 

Jede Neubewertung der liturgischen Situation in der lateinischen Kirche sollte mit der ehrlichen Annahme beginnen, daß niemand- fast absolut niemand- ob Traddy oder Trendy- den Novus Ordo wirklich will...weder seine Ordnung noch den Kalender...

Auf beiden Seiten wird er nicht gemocht oder als wenig relevant angesehen und weitestgehend beiseite gelegt.


PF

Ähnliches scheint für den gegenwärtigen Papst zu gelten.

Bobby Mickens schrieb kürzlich: "... Es ist nicht klar, was Franziskus eigentlich will. Und nicht nur, was seinen Geburtstag angeht, sondern viele Dinge. ... Oh, er hat viel geschrieben und gesagt. Sehr viel. Aber das bedeutet nicht, daß er immer verrät, was er wirklich denkt. Und manchmal sagt er Dinge, die schwer mit den Dingen zu vereinbaren sind, die er zu anderen Zeiten gesagt und getan hat. Mit einem Wort, Jorge Mario Bergoglio ist ein Rätsel. Er schimpft gegen Klerikalismus, aber er kann auch so klerikal sein wie irgendwer "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

  

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