Dienstag, 16. März 2021

Das "Gespenster-Dekret" von Sankt Peter

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Kommentar von korazym.org zum Verbort der privaten Messen an den Seitenaltären von St. Peter.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE GESPENSTER-ANORDNUNG ZU DEN RITEN IN SANKT PETER. RATEN SIE WER SIE ERFUNDEN HAT..." 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, dank Korazym org. , einer website, die Sie gut kennen und von der Sie wissen, daß sie von uns sehr geschätzt wird, hat sich bemüht  mehr über diese mysteriöse, nicht unterschriebene und unprotokollierte Notiz aus der Ersten Sektion des Staatssekretariates zum Reglement der Messen in der Peters-Basilika, zu verstehen, erlassen, ohne daß der gerade erste ernannte, neue Erzpriester  Kardinal Comastri etwas davon wußte. Anscheinend ging der Anstoß von der Nummer Eins aus - die Henry Sire in seinem Buch als "Diktator Papst" sehr treffend definiert hat. Und tatsächlich ist die halb-geheime (so sehr, daß es Leute gab, die dachten, das sei vielleicht eine Art Witz, eine Fälschung) Note nicht nur irrational, sondern es besteht auch jede Wahscheinlichkeit, daß sie nicht legitim ist. Aber was macht das schon! Welche Bedeutung können die Gesetze haben, wenn der Papst etwas will ? Gute Lektüre. 

§§§

              Im Vatican-Staat bewegt sich kein Blatt, wenn es der Papst nicht will. 
Die Bestimmungen des ungewöhnlichen Dokuments des Staatssekretariats, die - außerhalb seiner eigenen Zuständigkeiten, unter Verstoß gegen das kanonische Recht und die Lehre der römisch-katholischen Kirche - für liturgische Funktionen in der päpstlichen Basilika St. Peter herausgegegeben hat, sind mit dem 22. März datiert.  Von diesem Tag an ist es nicht mehr gestattet, private Heilige Messen im Petersdom zu feiern, die von einem Priester allein ohne Gläubige gelesen werden,-mit einer drastischen Reduzierung durch die Beschränkung auf einen einzigen Altar in der Krypta der Basilika, für Heilige Messen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.

Aus internen Quellen erhält man die sichere Information, daß der Autor dieser Anordnung der Substitut für Allgemeine Belange des Staatssekretariat und daß das Siegel auf dem Schreiben authentisch ist, nämlich seines. Das bestätigt, daß der Substitut nur ein treuer Vollstrecker höherer Anordnungen ist, zuerst Becciu, jetzt Peña Parra..
Darüber hinaus erfahren wir aus derselben internen Quelle, daß die ungewöhnliche Bestimmung nach dem Willen von Papst Franziskus erlassen wurde. Der Grund für die Kommunikation in dieser ungewöhnlichen und unrituellen Methode ist daher die vom Papst geforderte absolute Diskretion, damit die Anordnung ohne großes Aufsehen aufgenommen werden kann.

Der Zeitpunkt, an dem diese Bekanntmachung herausgegeben wurde, überrascht - nicht einmal ein Monat ist seit dem Rücktritt aus Altersgründen von Kardinal Angelo Comastri vergangen. All das gibt einen guten Hinweis darauf- und überzeugt uns-,  daß die Operation seit einiger Zeit geplant wurde.
Das Dokument wurde als "interne Notiz " weitergeleitet, unter der der Substitut in der Praxis nur eine Abkürzung anbringt. Aber da ist noch mehr. Dem Dokument fehlt die Registrierungsnummer, ein klares Zeichen dafür, daß das Dokument nicht offiziell nachverfolgt werden soll. 

Der Substitut hat das ausgeführt  was der Papst befohlen hat, und hat dies mit dem erforderlichen Ermessen getan.. Kardinal Burke hat die Bestimmung für rechtswidrig erklärt, da sie außerhalb der Zuständigkeit des Staatssekretariats liegt. Aus diesem Grund beantragte Kardinal Burke seine Rücknahme- vor dem 22. März, dem Datum seines Inkrafttretens.

Die entscheidende Frage bleibt in diesem -gelinge gesagt-seltsamen Fall : ist die Anordnung legitim, wenn das Dokument trotz des Verstoßes gegen das kanonische Recht und die Lehre der römisch-katholischen Kirche vom Papst angefordert wurde?"   (....)

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti 

 

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