Mittwoch, 10. März 2021

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über ein Buch über die aktuellen lehramtlichen Verirrungen in der Römischen Kirche. Hier geht´s zum Original:  klicken

 "DEN GLAUBEN GEGEN DIE GEGENWÄRTIGEN HÄRESIEN VERTEIDIGEN: AN DEN PAPST ADRESSIERTE BRIEFE UND STATEMENTS... " (1)

Die Leser werden schon von diesem sehr wichtigen Buch gehört haben. Es wird von einem kleinen kanadischen, katholischen Verlabgshaus veröffentlicht- Arouca Press-und von John Lamont, einem gelehrten Theologen im Laienstand, der persönlich und beruflich wegen seines prinzipiellen Festhaltens am Glauben gelitten hat, und von Claudio Pierantoni herausgegeben. Es gibt ein Vorwort von Erzbischof Viganò. Für mich ist es richtig, zuzugeben, daß ich bei einigen in diesem Band abgedruckten Dokumenten Hilfe hatte. 

Es enhtält die betreffenden formalen Dokumente, von den Dubia der vier Kardinäle und der "brüderlichen Korrektur" an bis jetzt. Und es enthält auch wichtige Beiträge zur Debatte, die diese Dokumente ausgelöst haben 

Die Bedeutung dieser Sammlung ist nicht zu überschätzen. Es muß das erstemal seit der Gegenreformation  sein, daß kompetente Theologen, othodoxe Katholiken, sich dazu bewogen fühlten, sich zusammenzutun und einem Römischen Pontifex entgegen zu treten, zu widerstehen und ihn direkt zu kritisieren. Sowohl gelehrte als auch einfache Katholiken werden darin eine wichtige Quelle dafür finden, sich den aktuellen Fehlern entgegen zu stellen, die von den höchsten Stellen in Rom propagiert werden. Jede Seminar-Bibliothek sollte diesen Band besitzen! 

Aber ich möchte heute darauf hinweisen, daß es noch eine andere Rolle spielen kann, als nur zur Bildung und Unterrichtung von Laien und Klerus beizutragen- um ordentlich ausgerüstet- dem Bösen zu widerstehen. 

Lassen Sie mich versuchen, das zu erkläran, 

Während der Zeit des Arianischen Konfliktes, erreichte die Apostasie sogar den Mann, der auch den Thron des Hl. Petrus innehatte- die Parallele zu unserer eigenen Zeit. Es ist so signifikant, daß wir gut daran tun, diese Periode selber zu studieren und zwar gründlich durch das Prisma des Hl. John Henry Newmans. 

Ich glaube, daß es wichtig ist- besonders für Kleriker und Seminaristen- diese Periode und ihr Ziel sehr ernst zu nehmen, weil wir eine gesunde Verankerung in der Realität und der Tradition und durch anerkannte Schreiber brauchen. Es genügt nicht, ärgerlich oder besorgt zu sein und hilflos herumzuflattern -ohne irgendeine Wirkung zu erzielen, Deshalb nehme ich jetzt den Gedanken des Hl. John Henry Newman mit der kühnen Formulierung wieder auf: die vorläufige Suspendierung der Funktionen der Ecclesia docens" oder wie wir heute sagen könnten "des Lehramtes". 

Newman hat diesen Satz als Beschreiber der Geschichte (als Tatsache) benutzt. Mit dem Abfall so vieler Bischöfe von der Orthodoxie, war es- meinte er- eine historische Tatsache, daß ihre Aufgabem die Wahrheit zu lehren, nicht aufgehoben war. Seine Worte wurden von den Kritikern falsch verstanden...was nicht selten geschah: Man versuchte, ihm in Rom Probleme zu bereiten als ob er behauptet hätte, daß Päpste und Bischöfe ihr Lehramt verloren hätten. Mit anderen Worten - seine Äußerung wurde theologisch interpretiert. Er widerlegte diese gefährliche Wahrnehmung sorgfältig, die- wenn man darüber nachdenkt- Züge der Felschlüsse moderner Sedisvakantisten trägt. In der Tat hat Newman sorgfältig zwischen der Aufhebung des Lehramtes - was bedeutet, daß die Mitarbeiter des Lehramtes der Kirche ihre Funktion nicht ausüben- und der Suspendierung Lehramtes-mit der Bedeutung, daß sie ihre Funktion verloren haben, unterschieden. Letzteres hätte er niemals behauptet oder auch nur daran gedacht, das vorzuschlagen.


Es gibt nur einen Papst---und sein Name ist Franziskus. 

Er hat nichts von einer Autorität verloren.

Aber er hat sich förmlich geweigert, sie auszuüben.

Das ist eine sehr wichtige Unterscheidung, die wir heute machen müssen. 

Die Dokumente in diesem Buch sind sehr wrtvolle Werkzeuge zu unserer eigenen Erbauung. Aber da ist etwas, was noch wichtiger ist als das. 

Das ist die Tatsache, daß PF eine Antwort auf die Dubia und die ihm gestellten Fragen verweigerte. Die Tatsache, daß vier Kardinäle der Hl. Römischen Kirche ihm diese Fragen gestellt haben, verleiht seiner Weigerung, ihnen zu antworten, formellen Status. 

In Worten des Hl. John Henry Newman schlage ich vor, daß Jorge Mario Bergoglios formelle Weigerung auf die fünf Dubia zu antworten, seinen formalen Eintritt in eine Zeit der "vorübergehenden Suspendierung der Funktion seines Petrinischen Lehramtes darstellt. 

Das ist eine Suspendierung die er selbst gewählt hat und die er jeden Moment beenden kann, indem er die geforrderten Klarstellungen gibt und so "sein Brüder stärkt" und "fromm und getreulich das von den Aposteln empfangene depostium fidei hütet und weitergibt," (Vatican I) 

Was die praktischen Konsequenzen für uns hat, die wir in einer Periode leben, in der das Päpstliche Lehramt suspendiert ist, ist eine Frage, der wir uns im Gebet, Gedanken und Studien widmene sollten- individuell und gemeinsam. 

Während einer früheren Periode einer solchen Suspendierung hörte die Kirche auf den gequälten Schrei des Hl. Hilarius, der von Bischof Schneider zitiert wird; "Anathema tibi a me dictum praevicaricator Liberi" 

wird fortgesetzt....

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

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