Dienstag, 30. März 2021

Kardinal Zen schreibt einen offenen Brief....

an Kardinal Sarah . Edward Pentin berichtet. Es verbietet sich, dabei an die deutschen Hirten zu denken, die sich darin üben, Regenbogenfahnen aus ihren Kirchen zu hängen. Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL ZEN: DIE UNTERDRÜCKUNG DER PRIVATEN MESSEN IM PETERSDOM IST "UNGLAUBLICH": 

Kardinal Joseph Zen Ze-kiun  ist der fünfte Kardinal, der die Unterdrückung der privaten Messen im Petersdom kritisiert- und sagt, daß er, gäbe es keine Coronavirus-Beschränkungen - den ersten Flug nach Rom nehmen und so lange vor der Wohnung des Papstes knien würde, bis die neuen Regelungen zurückgenommen würden. 

In einem Statement auf seinem blog sagte der emeritierte Bischof von Hong Kong, daß er die "unglaubliche Nachricht" mit Schmerz und Ärger gehört habe und erinnert sich an die Zeiten, als er die individuellen Messen im Petersdom zelebrieren konnte. 

Das waren die, sagte er, "die er mit der größten Hingabe und Emotion gefeiert und bei denen er manchmal mit Tränen für unsere lebenden Märtyrer in China gebetet hat, die jetzt aber verlassen sind- durch den Hl. Stuhl an die Brust der schismatischen [chinesischen] Kirche gezwungen. "

Er bezieht sein Statement auf die am Juni 2019 formulierten pastoralen Richtlinien, die der Hl. Stuhl für nötig erachtete, um die Beziehungen von China zum Hl. Stuhl zu normalisieren, die Kardinal Zen als "die schlechteste Sache " sieht, schlimmer als das provisorische Abkommen von 2018, das "jeden in die unabhängige staatsgeführte Kirche drängen und die den Klerus zur Apostasie zwingen wird."

Die Botschaft des Kardinals ist an Kardinal Robert Sarah, den emerirtierten Präfekten der Liturgie-Kongregation, der am Montag einen ausführlichen Appell an den Papst gerichtet, die neuen Regeln zurückzunehmen. 

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Kard. Robert Sarah

Liebe Eminenz,

Schmerz und Ärger durchdringen mein Herz, daß ich solche unglaublichen Nachrichten hören muß: sie haben private Messen im Petersdom verboten? 

Wenn es die Einschränkungen durch das Coronavirus nicht gäbe, würde ich den ersten Flug nach Rom nehmen und vor der Tür von Santa Marta knien, bis der Hl. Vater das Edikt zurückgenommen hat. 

Sie (die individuellen Messen) haben, jedesmal wenn ich nach Rom kam, meinen Glauben am meisten gestärkt: um Punkt 7:00 betrittst du die Sakristei  (ich hab fast jedesmal den heiligen Mann getroffen, der später Kardinal Paolo Sardi wurde), ein junger Priester kommt näher und hilft dabei die Paramente überzuziehen, dann führen sie dich zu einem Altar (in der Basilika oder in den Grotten, das macht keinen Unterschiied). Ich denke, daß das die Messen waren, die ich in meinem Leben mit der größten Inbrunst und Emotion gefeiert habe, manchmal mit Tränen, und für unsere lebenden Märtyrer in China gebetet habe (jetzt verlassen und durch den Hl. Stuhl an die Brust der schismatischen Kirche gedrängt, ( so sieht das Dokument vom Juni 2019 aus, das keine Unterschrift trägt und nicht von der Glaubenskongregation überprüft wurde) 

Es ist Zeit, die exzessive Macht des Staatssekretariates einzuschränken. Weg die sakrilegischen Hände vom gemeinsamen Heim aller Gläubigen der Welt. Sollen sie damit zufrieden sein, weltliche Diplomatie zu spielen mit dem Vater der Lügen. Sollen sie aus dem Staatssekretariat eine Räuberhöhle machen, aber Gottes frommes Volk in Ruhe lassen!"

"Es war Nacht" (Joh, 13, 30) 

Ihr Bruder

Joseph Zen, SDB 

Quelle: E. Penitn, Kard. Zen

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