La Nuova Bussola Qutidiana erinnert nach den Krönungsfeierlichkeiten in London in der Rubrik "Borgo Pio" daran, daß es eine Zeit gab, in der auch die Päpste gekrönt wurden.
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"ALS AUCH DIE PÄPSTE GEKRÖNT WURDEN"
Gerade heute hat Aurelio Porfiri in La Nuova Bussola Quotidiana festgestellt, daß in der Katholischen Kirche und im allgemeinen im übrigen Europa nicht mehr viel übrig ist, was mit den Krönungsfeierlichkeiten König Charles III vergleichbar ist. Aber es gab sie noch vor nicht allzu vielen Jahrzehnten: "Wenn man sich die Krönungsmesse von Johannes XXIII ansieht" schreibt Porfiri, " erkennt man, wie wir einst wußten, was Feierlichkeit, was große Musik bedeutet" und, wie wir hinzufügen, eine Fülle von Symbolen.
Die "Krone" des Papstes war die Tiara und der letzte, der sie erhielt, war der heilige Paul VI. im Jahr 1963. Es war ein konischer Kopfschmuck, umgeben von drei Kronen (ursprünglich nur eine, wie auf einem Porträt von Innozenz III. zu sehen), deren dreifache Bedeutung durch die Formel ausgedrückt wurde, mit der der Kardinalprotodiakon sie auf das Haupt des neuen Papstes setzte: "Empfange die mit drei Kronen geschmückte Tiara und wisse, dass du der Vater der Fürsten und Könige bist, der Vorsteher der Welt und der Stellvertreter unseres Herrn Jesus Christus auf Erden, dem allein Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu verdanken sind."
Eine Bedeutung, die so veraltet ist, daß sie es verdient, aufgegeben zu werden? Gewiß ist der Papst nicht mehr der »Vorsteher« der Welt auf weltlicher Ebene, aber gewiß hat die internationale Rolle des Heiligen Stuhls nicht nachgelassen. Darüber hinaus erinnerte diese Formel, während sie seinen Dienst erhöhte, den Neuauserwählten daran, daß "nur" dem Herrn Ehre und Herrlichkeit gebührt. Für die Serie: "Setze Dich auf den obersten Stuhl, aber laß es dir nicht zu Kopf steigen". So wie der Akt, dreimal einen Docht zu verbrennen und ihn zu ermahnen: "Sancte Pater, sic transit gloria mundi"
Der heilige Johannes Paul II. bemerkte, daß "sie vielleicht zu Unrecht als Symbol der weltlichen Macht angesehen wurde". Er bekräftigte zwar, daß er ihre Verwendung nicht wieder aufnehmen wolle, schlug aber eine weitere Interpretation vor: "Und vielleicht wurde in der Vergangenheit das Triregnum, diese dreifache Krone, auf das Haupt des Papstes gesetzt, um durch dieses Symbol auszudrücken, daß die gesamte hierarchische Ordnung der Kirche Christi, all seine "heilige Macht", die in ihr ausgeübt wird, nichts anderes ist als ein Dienst, ein Dienst, dessen Zweck nur eines ist: daß das ganze Volk Gottes an dieser dreifachen Sendung Christi teilhaben und immer unter der Kraft des Herrn bleiben möge, die ihren Ursprung nicht aus den Mächten dieser Welt hat, sondern aus dem himmlischen Vater und dem Geheimnis des Kreuzes und der Auferstehung.
Auf jeden Fall wurde es im Gärungsprozess der konziliaren und nachkonziliaren Jahre als angemessen erachtet, die meisten Riten und Symbole, die das Papsttum kennzeichneten, beiseite zu legen (mit einer gewissen Vereinfachung und nicht wenig pauperistischem Eifer), beginnend mit der Tiara von Paul VI., die bei einer Auktion verkauft wurde. Die Krönung wurde durch eine Messe zur "Inauguration" des Petrusamtes ersetzt. Die Menschen sind empört, bestimmte Riten sind nicht im Einklang mit der Zeit (vielleicht mit der Zeit dieser Zeit), das wurde jedes Mal gesagt, wenn etwas auf die heiligen Dachböden geschickt wurde. Warum also richtete sich sechs Jahrzehnte später, im Jahr unseres Herrn 2023, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf Westminster Abbey und suchte über dem Ärmelkanal nach Zeremonien, die denen ähnelten, die einst jenseits des Tibers stattfanden?"
Quelle: Borgo Pio, LNBQ
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