Stefanie Stahlhofen berichtet bei vaticannnews über die Begegnung des Hl. VAters mit der Jugends Roms am gesitrugen Abend. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST LEO XIV AN DIE JUGEND ROMS: WIR KÖNNEN EINE WELT DES FRIEDENS SCHAFFEN"
Diesen Samstagabend hat Papst Leo XIV., der auch Bischof von Rom ist, sich Zeit für die Jugend seiner Diözese genommen. Zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren dabei. In der rappelvollen vatikanischen Audienzhalle hörte das katholische Kirchenoberhaupt Erfahrungsberichte und gab Tipps - etwa gegen Einsamkeit und Krieg. Oft sprach Leo auch frei - zum Beispiel, als er erneut seine Trauer angesichts der vielen toten jungen Leute beim Neujahrsunglück in der Schweiz bekundete.
„Wir alle haben wahrhaftig diese Trauer und diesen Schmerz gespürt angesichts der 40 jungen Leute, die in Crans-Montana ihr Leben verloren haben. So müssen auch wir uns daran erinnern, dass das Leben so wertvoll ist, dass wir nie all jene vergessen dürfen, die leiden. Leider sind diese Familien noch im Schmerz, sie müssen nun Wege suchen, diesen Schmerz zu überwinden. Auch deshalb ist unser Gebet wichtig, unsere Einheit: Mögen wir immer geeint sein, als Freunde, als Geschwister", lautete der spontane emotionale Appell des Papstes. Im Skiort Crans-Montana in der Schweiz war bei einer Neujahrsfeier ein Brand ausgebrochen und 40 junge Leute gestorben; zahlreiche weitere wurden verletzt.
„Leider sind diese Familien noch im Schmerz, sie müssen nun Wege suchen, diesen Schmerz zu überwinden. Auch deshalb ist unser Gebet wichtig, unsere Einheit: Mögen wir immer geeint sein, als Freunde, als Geschwister“
Das Gedenken an die Opfer war nicht der einzige Exkurs des Papstes an diesem Samstagabend. Oft unterbrach der 70-jährige seine vorbereitete Rede und sprach frei. Die Atmosphäre in der prall geüllten Audienzhalle war von Beginn an herzlich - „Papst Leo" rufe und Applaus schon zu Beginn, als der Papst, der zuvor spontan noch weitere Jugendliche auf dem Petersplatz begrüßt hatte, in der Audienzhalle zahlreiche junge Hände schüttelte, bevor er seinen Platz einnahm. Der 25-jährige Matteo war sichtlich emotional, als er stellvertretend für die Jugend Roms zu ihrem Bischof sprach: „Lieber Papst Leo, wir haben dich lieb, du bist nicht allein".
„Lieber Papst Leo, wir haben dich lieb, du bist nicht allein“
Er umarmte den Papst am Ende auch feste. Zuvor berichtete Matteo jedoch von der Einsamkeit vieler junger Leute - von Depressionen, Selbstverletzungen, fehlender Liebe in der Familie und falschen Freunden.
Papst Leo und seine Nichte
Papst Leo ging darauf in seiner Rede ein und berichtete, abweichend vom vorbereiteten Text, einer Nichte von ihm gehe es oft ähnlich:
„Kurz bevor ich hier her kam, habe ich eine Nachricht einer Nichte bekommen, auch eine Jugendliche, sie sagte mir: Onkel, wie machst du das, mit all den Problemen auf der Welt, all den Sorgen? Und die gleiche Frage wie ihr: Fühlst du dich nicht alleine? Wie schaffst du es, weiterzumachen? Und die Antwort - in großen Teilen: Seid ihr! Denn wir sind nicht alleine!". Dann kehrte Leo zum vorbereiteten Text zurück und führte aus:
„Ein Leben aus ,Links` ohne echte Verbindung, oder aus ,Likes` ohne echte Gefühle enttäuscht uns, denn wir sind für die Wahrheit gemacht: Wenn sie fehlt, leiden wir. Wir sind für das Gute gemacht“
„Ein Leben aus ,Links`ohne echte Verbindung, oder aus ,Likes`ohne echte Gefühle enttäuscht uns, denn wir sind für die Wahrheit gemacht: Wenn sie fehlt, leiden wir. Wir sind für das Gute gemacht, aber falsche Freuden einer Wegwerfgesellschaft trügen diesen Wunsch, der in uns ist."
Gott lässt einen nie alleine
Der Papst riet, sich auf den Glauben an Gott zu besinnen und auf andere Menschen zuzugehen:
„Dieser Glaube, der uns im inneren unseres Herzens wirklich wissen lässt, auch in schwierigen Momenten, wenn wir uns einsam fühlen, wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen, wenn wir uns an die Schönheit des Glaubens erinnern, die Schönheut der Freude, jung zu sein, zusammen zu sein, gemeinsam zu suchen - so wissen wir, dass wir nie alleine sind, denn Jesus ist bei uns! "
„So wissen wir, dass wir nie alleine sind, denn Jesus ist bei uns!“
Der Papst lud alle ein, die Hoffnung, die Jesus in ihr Leben bringe, mit anderen zu teilen und gemeinsam zu „Konstukteuren der Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit" zu werden.
Wir können eine Welt des Frieden schaffen
Zwei Zwillinge, Francesca und Michela, wollten von Papst Leo wissen, wie es in einer Welt voller Gewalt, Konflikte und Kriege wohl möglich sein könnte, dem etwas entgegenzusetzen und durch den Glauben und das eigene Leben nach dem Evangelium die Welt zu verwandeln. Papst Leo sagte ihnen und allen, aus der Begegnung mit Jesu komme die Kraft, das eigene Leben und die Gesellschaft zu verändern. Unter Applaus sagte Papst Leo in freier Rede:
„Der Friede ist die Frucht der Liebe die Gott in uns sät“
„Der Friede ist die Frucht der Liebe die Gott in uns sät: Indem wir sie spüren, können wir sie teilen und uns hingeben für jene, die sich nicht geliebt fühlen, für all die Kleinen, die besondere Aufmerksamkeit brauchen, für all jene, die sich von uns eine Geste der Vergebung erwarten. Liebe junge Leute, möge euer Einsatz in der Gesellschaft, in der Politik, in Familie und Schule und in der Kirche, von Herzen kommen - so wird er Frucht bringen. Möge euer Einsatz von Gott ausgehen, so wird er heilig sein. "
„Ihr habt mir schon gezeigt, dass ihr euch selbst ändern könnt und Beziehungen der Freundschaft aufbauen. So können wir die Welt ändern, so können wir eine Welt des Friedens schaffen.“
Der Papst machte auch allen Mut, ihren Glauben zu leben und zu verbreiten und sich nicht entmutigen zu lassen: „Erwartet euch nicht, dass die Welt euch mit offenen Armen aufnimmt, Werbung für Konsumprodukte hat mehr Publikum als ein Glaubenszeugnis, das wirkliche Freundschaft schaffen will. Handelt also mit Freude und Durchhaltevermögen, in dem Wissen: Um die Welt zu verändern, müssen wir zuerst uns selbst verändern. Und ihr habt mir schon gezeigt, dass ihr euch selbst ändern könnt und Beziehungen der Freundschaft aufbauen. So können wir die Welt ändern, so können wir eine Welt des Friedens schaffen."
„Werbung für Konsumprodukte hat mehr Publikum als ein Glaubenszeugnis, das wirkliche Freundschaft schaffen will. Handelt also mit Freude und Durchhaltevermögen, in dem Wissen: Um die Welt zu verändern, müssen wir zuerst uns selbst verändern“
Was Papst Leo der Jugend wünscht
„In meinen Gebeten erbitte ich für jeden von euch ein gutes und wahres Leben, gemäß dem Willen Gottes. Kurz gesagt: Ich hoffe auf ein heiligmäßiges Leben für euch. (...) Und wenn wir wirklich Heilige sein wollen, müssen wir mit einem gesunden Lebensstil anfangen und uns gegenseitig helfen, auch dabei, wie wir Dinge vermeiden können ... Abhängigkeiten, viele Situationen, die junge Leute leider erleben." Hier gelte es, den Glauben zu bezeugen und zu leben und echte Freunde zu sein und sich auch nicht vor Verantwortung zu scheuen.
„Wenn wir wirklich Heilige sein wollen, müssen wir mit einem gesunden Lebensstil anfangen und uns gegenseitig helfen, auch dabei, wie wir Dinge vermeiden können ... Abhängigkeiten, viele Situationen, die junge Leute leider erleben“
Der 20-jährige Francesco berichtete dem Papst von der Suche nach dem Sinn vieler junger Leute, die sich in der Welt oft verloren fühlten, antriebslos und verängstigt seien. Auch diesbezüglich empfahl Papst Leo, zu beten und sich an der Gottesmutter Maria und den Heiligen zu orientieren.
Weltjugendtag im Kleinen - Dank fürs Heilige Jahr
Gute Stimmung, Musik, viele junge Leute - dieser Samstagabend war ein bisschen ein Weltjugendtag im Kleinen - auch Papst leo XIV. erinnerte in seiner Rede in der vatikanischen Audienzhalle an die große Jugend-Begegnung zum Heiligen Jahr im August 2025 in Rom.
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