Donnerstag, 12. Februar 2026

Die Angst, das Turiner Grabtuch könnte echt sein....

Es hat nicht lange gedauert, bis der Autor der Flachrelief-Hypothese Cicero Moraes versucht hat, die Kritik an seiner Beweisführung zu widerlegen, wobei er wie die Turiner Grabtuch -Experten nachweisen, geflissentlich alle neueren Erkenntnisse (Blutspuren, Sporen& Samenreste in den Leinenfasern etc) außer Acht läßt. Dazu hat Emanuela Marinelli in La Nuova Bussola Quotidiana einen kritischen Kommentar veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"EINE UNBEDEUTENDE STUDIE VERSUCHT DAS HEILIGE GRABTUCH ZU DISKREDITIEREN"
Cicero pro domo: Cicero Moraes greift seine im letzten Sommer aufgestellte Behauptung wieder auf, das Bild des Heiligen Grabtuchs sei das Ergebnis eines Flachreliefs. Diese These ist unbegründet, ebenso wie seine ungeschickte Antwort, die die Forschung anderer ignoriert und verzerrt, um die unbequeme Wahrheit zu leugnen.

Wir haben die Schlagzeile des letzten Sommers nicht vergessen: die Nachricht, dass das Bild auf dem Turiner Grabtuch durch ein Flachrelief entstanden sei. Diese Forschung hat jedoch kaum, wenn nicht gar keine Bedeutung. Wir haben sie damals, am 4. August diskutiert, weil diese Studie 
erstaunlicherweise in der renommierten Fachzeitschrift „Archaeometry “ der Universität Oxford veröffentlicht wurde – jener Zeitschrift, in der 2019 auch unsere endgültige Widerlegung der mittelalterlichen Datierung des Grabtuchs erschien .

Es hat nicht lange gedauert, bis der Autor der Flachrelief-Hypothese Cicero Moraes versucht hat, die Kritik an seiner Beweisführung zu widerlegen, wobei er wie die Turiner Grabtuch -Experten nachweisen, geflissentlich alle neueren Erkenntnisse (Blutspuren, Sporen& Samenreste in den Leinenfasern etc) außer Acht läßt. Dazu hat La Nuova Bussola Quotidiana einen kritischen Kommentar veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"EINE UNBEDEUTENDE STUDIE VERSUCHT DAS HEILIGE GRABTUCH ZU DISKREDITIEREN"
Cicero pro domo: Cicero Moraes greift seine im letzten Sommer aufgestellte Behauptung wieder auf, das Bild des Heiligen Grabtuchs sei das Ergebnis eines Flachreliefs. Diese These ist unbegründet, ebenso wie seine ungeschickte Antwort, die die Forschung anderer ignoriert und verzerrt, um die unbequeme Wahrheit zu leugnen.

Wir haben die Schlagzeile des letzten Sommers nicht vergessen: die Nachricht, dass das Bild auf dem Turiner Grabtuch durch ein Flachrelief entstanden sei. Diese Forschung hat jedoch kaum, wenn nicht gar keine Bedeutung. Wir haben sie damals, am 4. August diskutiert, weil diese Studie 
erstaunlicherweise in der renommierten Fachzeitschrift „Archaeometry “ der Universität Oxford veröffentlicht wurde – jener Zeitschrift, in der 2019 auch unsere endgültige Widerlegung der mittelalterlichen Datierung des Grabtuchs erschien .

Wir haben einen von mir, Tristan Casabianca und Alessandro Piana, drei Experten für das Turiner Grabtuch verfaßten Kommentar zur Veröffentlichung an die Zeitschrift Archaeometry gesendet . In dem Beitrag haben wir einige inakzeptable Punkte in Cicero Moraes' Arbeit hervorgehoben und den schwerwiegendsten unterstrichen: Er hat bewusst nicht alle Aspekte des Grabtuchs berücksichtigt. Er ignoriert die in Fachzeitschriften veröffentlichten Studien namhafter Wissenschaftler . Er berücksichtigt weder Untersuchungen zu Aspekten, die nicht die Entstehung des Bildes betreffen, wie Mikrospuren und Blut, noch Forschungen zum Ursprung des Bildes. In diesem Zusammenhang stellt er die Echtheit des Grabtuchs in Frage und beansprucht, das letzte Wort zu haben. Diese Arroganz ist wissenschaftlich inakzeptabel. Es ist absurd, ein so komplexes Objekt wie das Grabtuch zu untersuchen, ohne die Ergebnisse vorheriger Forschungen anzuerkennen.

Moraes geht a priori davon aus, dass sich keine Leiche auf dem Turiner Grabtuch befand. Er begibt sich daher auf diesen Irrweg und verfolgt ihn voller Überzeugung, zufrieden mit seiner Entscheidung. Unsere gesamte Kritik an seiner Arbeit wurde inzwischen von Archaeometry veröffentlicht und war bereits bekannt, weil sie im August-Artikel enthalten war. Neu ist Moraes' Reaktion auf unsere Kritik.

Im Abstract heißt es: „Die Antwort auf die Kommentare von Casabianca et al. (2025) zielt darauf ab, Interpretationsmissverständnisse auszuräumen und die methodische Konsistenz der Studie ‚Bildentstehung auf dem Heiligen Grabtuch – Ein digitaler 3D-Ansatz‘ zu bekräftigen.“ Die vorgebrachten Kritikpunkte ignorieren den explizit formulierten Forschungsgegenstand, der rein methodischer Natur ist und sich auf die Bewertung morphologischer Deformationen bei der Projektion des Körpers auf das Tuch konzentriert. Die ausschließliche Verwendung der Frontalregion, die Auswahl der Bildquellen und die historische Kontextualisierung anhand von Grabfiguren stehen im Einklang mit dem formulierten Ziel und werden durch frühere Studien gestützt. Die Antwort betont die Transparenz der Daten, die Reproduzierbarkeit des Experiments und die Legitimität des gewählten wissenschaftlichen Ansatzes und widerlegt damit Vorwürfe konzeptioneller oder historischer Mängel.



Dennoch ignoriert Moraes weiterhin die Studien anderer, allerdings mit einer wichtigen Ausnahme: Er lässt jene außer Acht, die die Echtheit des Turiner Grabtuchs belegen, und berücksichtigt jene, die sie ablehnen. Dies verdeutlicht er, indem er schreibt, seine Auswahl werde durch frühere Studien bestätigt.

Er geht jedoch noch weiter und versucht, den Leser mit Teilzitaten zu verwirren, die deren Bedeutung verfälschen.

Hier ein Beispiel. In seiner Antwort erörtert er die weit verbreitete Annahme, dass die Untersuchungen des Turiner Grabtuch-Forschungsprojekts (STURP) gezeigt hätten, dass das Bild nicht durch Pigmentierung entstanden sei. Heller und Adler (1981), die Teil dieser Forschungsgruppe waren, merkten jedoch an: „Obwohl alle anderen organischen Tests negativ ausfielen, schließt dies nicht aus, dass einige dieser Substanzen einst auf dem Stoff vorhanden gewesen und durch Oxidation, Abbau usw. entfernt worden sein könnten.“

Auf diese Weise erweckt Moraes den Eindruck, dass Heller und Adler in ihrem Artikel einräumen, dass das Bild möglicherweise aus Pigmenten entstanden ist, die im Laufe der Zeit verloren gingen. Demnach wäre das Bild eine Fälschung.

Betrachten wir nun den weiteren Text von Heller und Adler: „Zum Beispiel wurde das mögliche Vorhandensein von Fetten oder Ölen durch Anwendung der Standard-Iodreagenzien von Hanus und Wij (IBr, ICl) überprüft. Es zeigte sich, dass verdünnte Lösungen dieses Reagenz nicht aus den gelben Fibrillen freigesetzt wurden, was beweist, dass derzeit keine ungesättigten Fettsäuren auf den Fibrillen vorhanden sind. Dies schließt jedoch deren früheres Vorhandensein und den anschließenden Verlust durch langsame Peroxidation nicht aus. Dasselbe gilt für Spuren von Saponaria.“

Heller und Adler suchten nach Fetten, Ölen und Seifenlauge, da sie die Hypothese prüften, dass das Bild durch Körperschweiß und Parfüm in einer Öllösung entstanden war, mit der der Leichnam oder das Grabtuch selbst möglicherweise behandelt worden war. Es handelte sich also nicht um Künstlerpigmente.

Moraes ist jedoch so dreist, dass er sogar versucht, die Autoren (Casabianca, Marinelli, Pernagallo und Torrisi) der 2019 in Archaeometry veröffentlichten Widerlegung der Radiokohlenstoffdatierung falsch zu zitieren . Er schreibt: „In Bezug auf die von den Autoren kritisierte und erwähnte C14-Studie macht eine von ihnen verfasste Passage (Casabianca et al., 2019) sehr deutlich, dass die in den 1980er Jahren durchgeführte Datierung nicht verworfen werden sollte: ‚Unsere statistischen Ergebnisse implizieren nicht, dass die mittelalterliche Hypothese zum Alter der analysierten Probe ausgeschlossen werden sollte.‘“

Moraes möchte den Leser glauben machen, daß die Autoren letztendlich zugeben, daß das Turiner Grabtuch mittelalterlichen Ursprungs ist.

Betrachten wir jedoch auch den Kontext und die Bedeutung unserer Aussage. Wir sprechen nicht vom gesamten Turiner Grabtuch, sondern von der analysierten Probe. Diese Probe umfasst lediglich drei Zentimeter und ist mittelalterlich,weil sie repariert (ein Flicken auf einem Brandloch) und verunreinigt wurde. Zwischen den beiden Seiten besteht ein Altersunterschied von etwa 150 Jahren. Wir schreiben außerdem: „Diese natürliche Variabilität der Radiokohlenstoffdatierung innerhalb weniger Zentimeter würde, linear auf die gegenüberliegende Seite des Grabtuchs extrapoliert, zu einem Datum in der Zukunft führen.“ Wir schließen: „Die Messungen der drei Labore an der Probe des Turiner Grabtuchs sind ungenau, was die 95%ige Zuverlässigkeit des Datierungszeitraums von 1260–1390 n. Chr. erheblich beeinträchtigt. Statistische Analysen, bestätigt durch das von den Laboren nachgewiesene Fremdmaterial, belegen die Notwendigkeit einer erneuten Radiokohlenstoffdatierung, um ein zuverlässiges neues Zeitintervall zu bestimmen. Diese neue Untersuchung erfordert ein robustes Protokoll im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts.“ Ohne diese erneute Analyse lässt sich nicht behaupten, daß die Radiokohlenstoffdatierung von 1988 einen  endgültigen Beweis“ dafür liefert, daß die Altersspanne korrekt und repräsentativ für das gesamte Gewebe ist. 

Moraes' plumpes und unehrliches Rechtfertigungsmanöver macht seine Behauptung, das Turiner Grabtuch sei eine Fälschung, noch unglaubwürdiger. Er ist nicht der Erste und er wird nicht der Letzte sein. Das Grabtuch beunruhigt diejenigen, die seine unangenehme Präsenz loswerden wollen, und es verunsichert und beunruhigt diejenigen, die seine Echtheit nicht anerkennen wollen, aus Angst, Christus in ihrem Leben zu begegnen."

Quelle: LNBQ

 

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