Samstag, 27. Oktober 2012

Synode, eine Nachlese

Leitmotiv der Erklärung der Synode ist : " Der Mut zum Glauben"

Kardinal G.Betori, EB von Florenz hat gestern die Botschaft der Bischöfe an das Volk Gottes der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt und gab noch einige Erklärungen zum Text.
"Alles entsteht aus dem Geist, wird Verkündung, wird Begegnung und wird so Evangelisierung  gegenüber dem Nächsten."
Diese Botschaft, die das Tun der Bischöfe, der Experten und Auditoren wiederspiegelt, sei mehr in biblischer als in theologischer Sprache geschrieben und in einem auffordernden aber besonders in einem ermutigenden Ton gehalten und soll daran erinnern, daß Gott mit seinem Hl.Geist die Geschichte lenkt und mit dem Auferstandenen auf der Straße der Menschen unterwegs ist. Das gibt Mut. Wir können also gar keine Angst haben, wir würden sonst die Präsenz Christi und des Hl. Geistes in der Geschichte leugnen und so hat der Optimismus uns nie verlassen.
Kardinal Tagle, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war:
"Die Botschaft der Synode zeigt in vielen Teilen eine demütige Kirche, manchmal sogar mit verwirrtem Gesichtsausdruck, die unter den Veränderungen leidet und die Verletzungen der Menschen teilt, sie spricht die Sprache der Menschen und wendet sich - der Verschiedenheit und Vielfalt Raum gebend, an die Gläubigen aller Kontinente. Die Demut ist keine Strategie sondern die Methode Jesu Christi.
In vielen Wortmeldungen haben wir vom Glaubensschwund gehört, von geschlossenen Pfarreien, daß der Sinn für´s Religiöse abhanden kommt, in Asien sind wir Minderheit- aber wir sehen die Vitalität der Kirche, die Zeugnis gibt,
Es ist kein Platz für Pessimismus."

"Priester habt den Mut Ihr selbst zu sein !"
Eine der besten Wortmeldungen während der Synodensitzungen kam von Tommaso Spinelli, Katechet der jungen Katechumenen der Diözese Rom.
"Zwei der Hauptgründe für die Notwendigkeit einer verstärkten Jugendkatechese sind die Instabilität der Familien und daß sie- als Folge davon-ihre Aufgabe,die Kinder zu erziehen praktisch aufgegeben haben.
Die Priester müssen den Jungen die Treue zur Berufung vorleben ebenso wie die Möglichkeit einen anderen Lebensentwurf zu wählen, der schöner ist als die, die Gesellschaft anbietet.
Viele Priester haben das Vertrauen in die Wichtigkeit ihres Amtes, das Charisma und ihre Kultur verloren.
In der Liturgie hat die Versuchung, originell sein zu wollen, zur Bedeutungslosigkeit geführt.
Geistliche ich rufe Euch auf, habt den Mut Ihr selbst zu sein!

Habt keine Angst, dann seid Ihr authentische Priester- verkündet ohne Angst die Wahrheit.
Wir Jungen werden Euch folgen. Wir haben einen unstillbaren Hunger nach dem Ewigen und dem Wahren.
Deshalb schlage ich vor:
1. Die Ausbildung und  kulturelle und spirituelle Bildung der Priester zu verbessern. Zu oft sehen wir Priester, die ihre Rolle als Mittler der Kultur, die ihnen ihre Bedeutung in der Gesellschaft gab,verloren haben.
2. Den Katechismus der Römisch Katholischen Kirche wiederzuentdecken und sich bei der Katechese des Credo auf Dei Verbum zu stützen, der Sakramente auf Sacrosanctum Concilium und bei der Katechese der 10 Gebote auf Lumen Gentium, das besonders die Gottesebenbildlichkeit des von Gott geschaffenen Menschen betont."


Kard.Scola, EB von Mailand
faßte sein Fazit in folgende Worte: "Mit Joseph Ratzinger hat der Frühling des Christentums schon begonnen."
Der Hl. Vater wünschte, daß die Synode vom gleichen Feuer erfaßt werde, wie er es damals beim Konzil erlebt habe, damit ein neuer Frühling des Christentums beginne.
"Mir scheint"- so der Mailänder Erzbischof- "daß dieser Frühling bereits in voller Blüte steht. Ich glaube, daß diese Synode- wenn wir die nötige Geduld haben, ihre Erkenntnisse in die Kirche hineinzutragen, bereits ein ernsthafter Schritt zur Neuevangelisierung ist".

last and least
Während unter den anwesenden Bischöfen  die Freude über die vielen horizonterweiternden Begegnungen und die Zustimmung zur Synode zum Beginn des Jahres des Glaubens vorherrschen, mochte der Ordensgeneral der Jesuiten Adolfo Nicolàs , diese Sicht der Dinge nicht teilen und hat allerlei zu kritisieren:
die Zahl der teilnehmenden Bischöfe ( zu groß) , die Dauer der Synode ( zu kurz) , zuwenig Basis und zuwenig Laien.
Die SJ liebt es ja extravagant, seit sie ihrer ursprünglichen Zielsetzung den Rücken gekehrt und sich ( zu größeren Teilen) ganz  dem Dienst am Zeitgeist verschrieben hat.
Die "Chefbloggerin" der italienischen katholischen Blogger Raffaella kommentiert das so: es gab wohl keinen anderen Weg , sich zu profilieren und von den anderen Synodenteilnehmern abzuheben.

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