Donnerstag, 15. November 2012

Der kleine Schritt vom Atheismus zur Diktatur, II

Fortsetzung des Beitrages des Präfekten der Glaubesnkongregation, Erzbischof L.Müller  im Osservatore Romano vom 13.11.
                                                                                                                

"Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit einer schlechten Philosophie zu vergeuden.
Um es mit den Worten von Gaudium et spes zu sagen:
"Angesichts der aktuellen Entwicklung der Welt, werden die immer zahlreicher, die sich die fundamentalen Fragen stellen: Was ist der Mensch? Was bedeuten der Schmerz, das Böse, der Tod- die trotz allen Fortschritts fortbestehen?"
Warum finden sich Bücher wie " Das egoistische Gen" oder "Die Gottesillusion" von R.Dawkins oder "Gott ist nicht groß" von C.Hitchens auf den Bestsellerlisten?
Warum rechtfertigen sie auf eine Weise, die wissenschaftlich erscheinen soll, den Prozess der Entchristlichung der europäischen und der nordamerikanischen Gesellschaft, die im 18. Jahrhundert begann und die einen hedonistischen Lebensstil fördert, der Nützlichkeit und Profit über den Menschen und eine humanistische Moral stellt?

Der sogenannte Neo-Atheismus bietet, um die Wahrheit zu sagen, uns keine neuen Gründe an, die man so nicht auch schon bei David Hume und all denen, die zur Schar der Empiristen und Materialisten gehörten und gehören, findet.



Sie versuchen, uns - über den Darwinismus und die Neurophysiologie, auf scheinbar naturwissenschaftliche Weise ( mit Astrophysik und Neurobiologie) ihre Sicht, die vorgibt objektiv zu sein, auf die Welt aufzuzwingen. In ihrer Weltsicht hat der Mensch keine Rolle als verantwortlich Handelnder und keine Grundlage für eine persönliche Beziehung zu Gott.
Die gleiche Anschauung , die von der neoatheistischen Propaganda vertreten wird, verbReiten auch einige Medien, die denen, die an einen persönlichen Gott glauben nicht nur das Recht auf Meinungsfreiheit sondern auch das Existenzrecht absprechen, weil sie angeblich vom "Gottesvirus" infiziert seien und deshALb isoliert werden müßten- auch physisch. Sie müßten als Parasiten betrachtet werden.
Wenn wir einen Blick zurückwerfen auf den politischen Atheismus, der von den Nationalsozialisten in Deutschland kultiviert wurde oder das stalinistische Programm zur Vernichtung der Kirche- in der UdSSR realisiert- erkennen wir noch klarer den unmenschlichen und intoleranten Charakter dieses Neo-Atheismus."




Fortsetzung folgt

Quelle: Osservatore Romanum




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