Donnerstag, 28. November 2013

Antike christliche Klosterkirche in Istanbul wird Moschee

Wie die Agenzia Fides berichtet, wird zum Jahresbeginn 2014 eine der ältesten christlichen Kultstätten in Istanbul in eine Moschee umgewandelt: das Kloster des Hl. Johannes von Stoudion.
Das antike Kloster, das auf eine noch ältere Gründung in Konstantiopel zurückgeht, war seit 463 dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht.
Seine Mönche, die Studiten genannt wurden,  haben im Verlauf der Zeit ihren orthodoxen Glauben gegen alle Häresien und Anfechtungen verteidigt, so haben sie gegen den Monophysitismus, das Schisma von Acacio Stellung bezogen und sich den Ikonoklasten entgegengestellt.  Ihnen wurde die Erziehung mehrerer Kaisersöhne und zukünftiger byzantinischer Kaiser anvertraut, aus ihren Reihen gingen mehrere Patriarchen von Konstantinopel hervor. Die Mönchsregel der Studiten wurde von vielen griechisch-orthodoxen Klöstern übernommen.
1204 wurde das Kloster von den fehlgeleiteten Teilnehmern des 4. Kreuzzuges geplündert ( die statt die muselmanischen Eroberer Jerusalems die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches angriffen) und zerstört.



Nach dem Wiederaufbau erlebte es noch einmal ein Blütezeit, die bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453 anhielt, danach wurde die Klosterkirche- wie die Hagia Sophia- und zahllose andere Kirchen- in eine Moschee umgewandelt.
Seit 1946 hatte sie den Status eines Museums und soll nun im Zuge einer Neuislamisierung christlicher Gotteshäuser ab 2014 wieder als Moschee genutzt werden.
Hier geht´s zum Originalartikel  klicken
Quelle: Agenzia Fides

Es fällt schwer sich vorzustellen, daß ein Staat der solches nicht nur toleriert sondern fördert und unterstützt, wenn nicht gar initiiert, Mitglied der Europäischen Union werden könnte.

Kommentare:

  1. St. Michael28.11.13, 20:40

    Was weniger schwer fällt sich vorzustellen: dass solches auch ein fatales Ergebnis der Appeasement-Haltung des aktuellen Papstes gegenüber dem Islam ist.

    Wir leben in schrecklichen Zeiten!

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  2. Sensenbrenner28.11.13, 20:40

    In der Kathedrale und Ex-Moschee von Córdoba in Spanien ist es muslimischen Besuchern streng verboten, Gebete zu verrichten. Wer sich vor der Gebetsnische niederwirft (in der jetzt christliche Heiligenfiguren stehen), wird von der Polizei abgeführt. Finde ich ebenso schlecht.

    Man sollte es so machen wie in der Frühzeit des Islam in Jerusalem. Damals wurden christliche Kirchen mit muslimischen Gebetsnischen versehen und von Christen und Moslems gemeinsam benutzt.

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    1. Romanissimus28.11.13, 21:08

      Bin ich absolut dagegen. Keine weiteren synkretistischen Vermischungen! Wir leider seit bald 30 Jahren am unseligen "Geist von Assisi". Ohne diesen hätten wir jetzt wohl auch einen anderen Papst...

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    2. wer's glaubt lieber Sensenbrenner, der wird selig!
      Im übrigen gilt jeder Ort an dem ein Moslem einmal ein rituelles Gebet verrichtet hat, als Moschee.
      Solche Vermischerei widerspricht dem 1ten Gebot!

      Im übrigen könnte man unter den Vorgang ja mal die Exhoration und dort die Nr 253 legen, wo es heißt der wahre Islam sei nett!

      http://www.vatican.va/evangelii-gaudium/ge/index.html#156

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    3. Romanissimus28.11.13, 21:48

      Danke für den Hinweis. Wir erleben in "EG" den atemberaubenden, einem die Worte verschlagenden Vorgang, dass ein Papst sich selbst bzw. sein Amt abschafft. Und: das sagenumwobene "3. Geheimnis" von Fatima dürfte sich jetzt endgültig enthüllen!

      Immer deutlicher steht mir das prophetische Wort von Benedikt XVI. während seines Fluges nach Fatima(!) vor Augeb: "Die grössten Feinde und Zerstörer der Kirche kommen aus ihrme Inneren".

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    4. nur daß die Kathedrale von Cordoba schon Kirche war, bevor sie Moschee wurde . Und das Märchen von den toleranten Muslimen in Cordoba und Andalusien glauben nur noch Orientromantiker. Christen und Juden, die nicht zum Islam übertreten wollten, lebten im Dhimmistatus.
      Vielleicht erkundigen SIe sich mal, wie es die Nachfahren der Osmanen im von ihnen seit 1974 okkupierten Norden Zyperns mit den Kirchen und Klöstern halten: sie haben sie zunächst geplündert, das heißt ihrer Mosaiken und Fresken beraubt-( und versucht die auf dem internationalaen Kunst-& Antiquitätenmarkt zu verhökern) danach niedergebrannt und zerstört- und das tun sie auch noch heute. Insgesamt handelt es sich dabei um rund 500 Kirchengebäude- damit sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden, die es unmöglich machen, die Kirchen nach einer eventuellen politischen Lösung des Zypernkonfliktes wieder aufzubauen.
      Daß in Cordoba strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, haben die betwilligen Muslime ihren Mitbrüdern zu verdanken, die apodiktisch die Rückeroberung Andalusiens für den Islam fordern.
      Und im Übrigen ist dieses: "andere machen es doch auch" ( nur daß die Spanier diese Kathedrale, die sie jetzt schützen, selber erbaut haben, was bei der Hagia Sophia und dem St. Johannes-Kloster auf die Türken nicht zutrifft) ist ein Kindergartenargument. Und es geht hier nicht um Cordoba- schlagen Sie doch mal eine praktikable Lösung für die Kirchen in Istanbul vor, die für eine Umwandlung zur Moschee vorgesehen sind.

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    5. Sensenbrenner29.11.13, 10:59

      Was die Religionspolitik der gegenwärtigen türkischen Regierung angeht, müsste man sich wohl oder übel mit den linksgrünen deutschtürkischen Gegendemonstranten solidarisieren, ob Cindarella das hier duldet, weiß ich nicht :-)

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    6. Ich denke eher nicht Herr Sensenbrenner, dass sich linksgrüne deutschtürkische Gegendemonstranten dazu hinreißen lassen, Rosenkränze zu beten. Diese einzig wirkungsvolle Art der Demonstration wird von mir sehr gerne "geduldet". Allerdings wette ich mit ihnen, dass diese liniksgrünen Gegendemonstranten schreiend davonlaufen, wenn man sie um die Teilnahme am Rosenkranzgebet bittet. Und damit sollte das Thema erledigt sein.

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  3. Aus gegebenem Anlass möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass Off-Topic Kommentare, die zu weit vom eigentlichen Thema wegführen grundsätzlich nicht veröffentlicht werden und Cordoba liegt nun mal nicht in der Türkei.

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