Freitag, 27. Februar 2015

Hommage an den Emeritus

Anläßlich des zweiten Jahrestages des Amtsverzichts:  eine Hommage von Flavio Garreffa, blogger von "Da Porta Sant´Anna" an den Emeritus.
Hier geht´s zum Original : klicken

"PAPA BENEDETTTO XVI DER GROSSE, EIN MENSCH, EIN ZUKÜNFTIGER KIRCHENLEHRER, EIN STILLER UND LEBENDER MÄRTYRER"
von Flavio Garreffa

                 

In diesem historischen Augenblick von Papa Benedetto XVI zu sprechen, ist nicht leicht.
Der kanonische und juristische Terminus, mit dem er sich selbst benennnt ist: Emeritus.
Aber wie kann diese große menschliche und große religiöse Persönlichkeit "emeritus" sein- die ihr ganzes Leben lang die höchsten Werte des Christlichen Glaubens verkörpert hat?

Während der Jahre seines Pontifikates ist er von Anbeginn, seit seiner Wahl auf den Stuhl Petri angefeindet worden "Kalt, deutscher Schäferhund, Zynisch, Faschist, veraltet und präkonziliär"
Aber wer oder was hat ihn auf diese Weise definiert?
Jene linksgerichteten Journalisten, die in ihrer reaktionären, reinen 68-er-Jahre Logik das II. Vaticanische Konzil als Modell gewählt haben und die nicht wissen, welche ungeheure Tragweite diese Reform der Kirche hatte, und weil sie -wie auch ein großer Teil des Klerus und einige Bischöfe denken, daß es sich um die Abschaffung der "Tradition der Heiligen Römischen Kirche" gehandelt habe, sei es im Hinblick auf die Liturgie oder das Depositum Fidei.

Heute wohnen wir einem totalen Chaos bei -es sieht so aus, als müßten das Evangelium und das Wort Christi immer nach den Bedürfnissen der Welt neu interpretiert werden. Warum das alles? Warum will jeder einen eigenen Gott nach seinem eigenen Ebenbild kreieren?
Der aktuelle Pontifex Franziskus hat seit seiner Wahl zum Nachfolger Petri große Begeisterung bei den Massen der Gläubigen ausgelöst und auch bei denen, die sich nicht als Christen bezeichnen.
Seine Sprache ist einfach und ausschließlich pastoral, nicht die eines Theologen -wie die Benedikts XVI, der von manchen "der neue Thomas von Aquin" genannt wird.



Die Massen verehren und bejubeln ihn, man vergrößert jeden Satz, den er verkündet, jede Geste, sogar die ungewohnten.
Daher das Loblied der Zeitungen : "Ein Papst der Welt, Franziskus der Mann, der von Gott gesandt wurde, der Papst der Armen etc...."
Der Papst tut nichts anderes als seine menschlichen Erfahrungen als ein Mensch, der in den armen und weit entfernten Gegenden Argentiniens gelebt hat, mitzubringen und er selbst zu bleiben. Das Problem ist, daß seine freien und ernsthaften Worte beim Volk eine Art Exaltation des Menschen Bergoglio erzeugen und nicht des Papstes.

Der größte Teil der Christen bejubelt Papst Franziskus aber hasst die Kirche und die Priester, Franziskus ist das einzige Modell, dem man folgt und der Rest sind nur Fäulnis und Skandale, Verschwendung, Luxus und Korruption und Pädophilie. 
Dann muß man an den Mann denken, der in seiner Demut am 28. Februar 2013 sein Amt  aus Liebe zur Kirche verließ und sich zurückzog, um ein Leben des Gebetes - quasi in Klausur innerhalb der vaticanischen Mauern zu führen.
Seine Geste war nicht die einer Nachlässigkeit oder Flucht, sondern die das Kreuz zu umarmen und Christus bis zum Kalvarienberg nachzufolgen.

Papa Benedetto hat sich nie gescheut, das Evangelium in seiner wahren Bedeutung und Wahrheit zu verkünden, obwohl er wußte, dass seine klaren und entschiedenen Positionen niemals den Konsens der Medien bekommen würden.
Er hat die wahre Rolle und Bedeutung der Texte des II. Vaticanischen Konzils verständlich gemacht indem er sie richtig interpretierte, er , der zu denen gehörte, die am aktivsten an den Arbeiten teilgenommen hattenm denen er richtig anwandte,er der aktiv an den Arbeiten teilgenommen hatte. Er hat den liturgischen Regeln und der rechten Ausstattung, die bei der Feier des Göttlichen Mysteriums verwendet werden sollten- als Akt der höchsten Verehrung und eines Zeugnisses der Gnade Christi, neue und starke Impulse gegeben.

Auch dafür ist er kritisiert worden, besonders nach der Promulgierung des Motu Proprio Summorum Pontificum am 7. Juli 2007- im Hinblick auf die Feier der Messe  nach Papst Pius V - die massiv von den sogenannten "Konzilsverteidigern" angegriffen wird, die nichts anderes sind als Menschen mit einer verzerrten und negativen Sicht  des Konzils- durchdrungen von profunden politischen linken 68-er Konzeptionen.

Ein Papst, der sich nicht geschämt hat, die Botschaft Chris hat,ti in die Welt zu tragen, der bewirkt dass die Kirche respektiert und geliebt wurde, den Letzten dieser Welt die Hand zu reichen ohne diese sensationellen und spektakulären Gesten, ein zurückhaltender Mensch von großer Spiritualität.
Ein Papst der die Jahren seines Pontifikates um zwei großen Jubiläumsereignissen zentrierte: das Paulus-Jahr und das Jahr der Priester.

Jede seiner Predigten war eine Lehrstunde der dogmatischen Theologie, jede Hl. Messe in jeder Hinsicht feierlich-von den Paramenten bis hin zu jeder einzelnen Geste und Handlung . Heute wohnen wir unglücklicherweise einer Art Spaltung der Kirche bei, zwischen denen, die sich an der Seite Papst Benedikts und denen, sie sich an der Seite von Franziskus einordnen.
Es gibt nur einen Papst und das ist zur Zeit Franziskus, aber ich denke, daß es mit einer übergroßen Figur im Hintergrund wie Ratzinger , der noch lebt, normal ist, sich den Beispielen und liturgischen und doktrinalen Modellen, die er uns hinterlasssen hat zuzuneigen und sich an ihnen zu orientieren.

Aber die Polemiken gegen diesen Papst hören nicht auf-auch jetzt nicht -wo er nicht mehr auf dem Thron Petri sitzt, vielleicht stört- weil das auch bei den großen Heiligen und den großen Menschen der Kirchengeschichte so war-seine Person jetzt mehr als vorher.
Viele laikale und religiöse Gruppen in der Kirche nennen sich "Progressisten und  und Traditionalisten". Diejenigen, die die Tradition der Kirche verabscheuen und eine neue schafen möchten, die nach ihren eigenen Bedürfnissen funktioniert, fühlen sich als Progressisten.
Jene die die antike Messe nach dem Hl. Pius V lieben und feierliche Caseln und Soutanen tragen, die sich als orthodoxe Glaubensbewahrer fühlen, werden als Traditionalisten etikettiert.
Oft ist das alles großes Theater.
Wir müssen uns heute einfach nur als "authentische Christen" definieren.

Darin erfolgreich zu sein ist bereits ein großer Erfolg und ein Sieg.
Wir werden mehr un d mehr von Papst Benedikt XVI sprechen hören und der Autor dieser Zeilen glaubt auch, daß wir sein Bild auf einem Banner eines nicht allzu fernen Tages die Fassade des Petersdomes schmücken sehen werden- bei seiner feierlichen Heiligsprechung,.

Für den Rest hat der Herr ihm schon den Palmzweig es Märtyrers gekrönt, für alle Angriffe, Beleidigungen, ungerechten Verelumdungen, die er auch von Teilen der Kirche erleiden mußte. Viele haben heute ihre Meinung über sein Pontifikat geändert und bedauern vielleicht diesen Papst, den sie als Refomierer und Revolutionär fürchteten, der aber ein "großer von Gott gesandter Mann" war und ist.

Von Flavio Garreffa an den Papst, der ihn im Glauben gestärkt und bestärkt hat.

 




 

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