Sonntag, 6. September 2015

Neues zu Medjugorje

Wie Gianluca Barile, Vaticanist, bei rorate caeli berichtet, hat Kardinal G.L. Müller dem Gemeindepfarrer Fra Marinko Sakoto und den 6 angeblichen Sehern, die seit 34 Jahren behaupten, die "Gospa " zu sehen, verboten, innerhalb der Gemeinde "Zeugnisse und Botschaften" zu verbreiten. Hier geht´s zum Original klicken

"VATICAN VERBIETET "SEHERN"  INNERHALB DER GEMEINDE VON MEDJUGORJE BOTSCHAFTEN ZU VERBREITEN"

"Die Glaubenskongregation hat durch eine von Kardinal Gerhard L. Müller unterzeichnete Anordnung, dem Gemeindepfarrer Marinko Sarosa und den 6 vermeintlichen Sehern, die seit 34 Jahren behauoten, die "Gospa" zu sehen, verboten innerhalb der Gemeinde von Medjugorje "Zeugnisse" oder "Botschaften" zu verbreiten.
Das ist ein sehr harter Schlag die dem "Propagandaministerium" in Medjugorje, der Kommunikationsmaschinerie der angeblichen Seher, zugefügt wird, das so genannt wird, weil von dort die Botschaften fast zeitgleich in verschiedene Sprachen übersetzt, - Dank sozialer Netzwerke und unzähliger Unterstützer-websites in jeden Winkel der Welt gesendet werden können.

Und es ist, nachdem einigen der Seher verboten wurde in italienischen Diözesen öffentliche Versammlungen abzuhalten, die zigste Bestätigung, daß sich die sogenannten Erscheinungen darauf zubewegen, sich in "schwarzen Rauch " aufzulösen.

Wie wir bereits im Juni ahnten, hat die Glauibenskongregation im Licht des Schlussberichtes der sogenannten "Ruini-Kommission" die "Erscheinungen" nicht als übernatürlich anerkannt.
Das von Kardinal Müller geleitete Vaticanische Dikasterium wird sich innerhalb der nächsten Wochen treffen, um diesen Befund zu formalisieren- das letzte Wort dazu wird Papst Franziskus haben- der kein Geheimnis aus seinem-wenn auch verschleierten- Skeptizismus bezüglich der Authentizität des Phänomens Medjugorje gemacht hat.



Man kann schon vorweg nehmen, wie die Aussage der Kirche sein wird. Die einzige Konzession an Medjugorje wird ohne Zweifel die Anerkennung als Gebetsstätte sein,  und daß die, die dorthin gehen die Sakramenten erhalten können und das in gutem Glauben.

Jedenfalls - wird den Gläubigen- eingedenk daß die "Erscheinungen" nichts Übernatürliches haben, verboten an den "Ekstasen" der sechs "Seher" teilzunehmen, denen wiederum wird verboten, die Texte der "Botschaften" die sie von Unserer Lieben Frau (scheinbar) empfangen haben, zu veröffentlichen.
Ein anderes NEIN betrifft die Gemeinde des Hl. Jacobus von Medjugorje selbst, die kein Marienheiligtum wird, wie es die sechs "Seher" wollten. Es ist aber wahrscheinlich, daß ein Päpstlicher Legat ernannt werden wird, der den Papst repräsentiert und die Einhaltung der Regeln vor Ort überwachen wird.
Aber nicht nur: Bischöfe sollten die Seher in ihren Diözesen nicht zu öffentlichen Versammlungen und Zeugnissen willkommen heißen -wie es erst vor kurzem vorkam,- sondern sich darauf beschränken, sicherzustellen, daß ein Priester die Pilger nach Medjugorje begleitet.
Die Pilger selber, die nach Medjugorje gehen, sollten die Authentizität der "Erscheinungen" nicht durch ihre Anwesenheit anerkennen, jeden Kontakt zu den "Sehern" vermeiden und sich selbst auf das Gebet und den Empfang der Sakramente konzentrieren.

Warum aber soviel Strenge vom Vatican? Erstens wegen der theologischen Widersprüchlichkeit der Botschaften, dann wegen der wirtschafltichen Interesssen der "Seher", die in Hotels und Reiseagenturen inverstiert haben und wegen der Rivalitäten, die einige von ihnen trennen und wegen des Ungehorsmas sowohl gegenüber dem Bischof von Mostar (ihre Diözese) als auch dem Papst, der ihnen durch die Ruini-Kommission vergeblich befohlen hatte, die zehn Geheimnisse, die die "Gospa" ihnen (scheinbar) mitgeteilt hatte, preiszugeben.

Einer der Hauptaspekte der den Vatican dazu zwang, mit "eiserner Faust" vorzugehen, war das Geld.: wahre Seher haben bisher noch nie Profit aus ihren Erscheinungen gezogen.

An diesem Punkt ist Zweifel legitim: bestehen die 6 "Visionäre" von Medjugorje darauf, daß sie die Hl. Jungfrau sehen und sprechen, weil die Erscheinungen real sind, oder weil sie eine größtmögliche Zahl von Pilgern dazu zu bringen wollen, mit ihrer Agentur zu reisen und in ihren Hotels zu wohnen?"

Quelle: rorate caeli,  Gianluca Barile

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