Samstag, 14. Oktober 2017

Papst S.Agatho, der Hl. Wilfried und ein Konzil.....

Father Hunwicke greift heute bei liturgicalnotes auf die Kirchengeschichte und Ereignisse aus dem 7. Jahrhundert zurück. Protagonisten der Geschichte um eine Häresie, eines Synode, ein Konzil (681) & ein Anathema sind die Päpste Honorius (625- 638), S. Agatho (678- 681), S. Leo II und der Hl.
Wilfried. Der Hl. Wilfried war zu Unrecht und auf unkanonische Weise von Theodor von Canterbury abgesetzt worden und nach Rom gereist, um seine Sache dem Hl. Vater, Papst Agatho vorzutragen, der ihn wieder in sein Amt einsetzte...Bei diesem Anlass nahm er an der Synode und am Konzil von 681 teil.  Hier geht´s zum Original:  klicken

            "DER HEILIGE PAPST AGATHO DER GUTE"

"Die S. Agatho-Synode war- wenn man darüber nachdenkt- eine ziemlich große: 125 Bischöfe.
Größer-denke ich- als so manches "Ökumenische Konzil".
Er hat es "adversos eos qui...dogmatizabant" einberufen.
Diese Synode wurde gegen einen doktinalen Irrtum abgehalten, der gerade aufgekommen war: gegen jene, die lehrten, daß es im Herrn, unserem Erlöser,  nur einen Willen und ein Wirken gäbe (d.h. der Monotheletismus). Aber der Hl. Vater berief dieses Konzil nicht ein, um herauszufinden, was diese 125 Bischöfe dachten oder um zu entdecken, ob sie irgendwelche großartigen neuen Ideen hätten.

Es gab auch den unausweichlichen Engländer in Rom und unausweichlich war dieser Engländer der Hl.Wilfried (Erzbischof von York). Dieser unermüdliche Missionar neigte dazu, sich in Streitigkeiten einzumischen  und sein Instinkt war bei solchen Gelegenheiten immer derselbe: geh nach Rom. (Immerhin hörte der Hl. Stuhl- wenn man schnell genug hinkam, nur eine, die eigene Seite der Geschichte).

Also lud der Hl. Agatho Wilfried zu seiner Synode ein, um von seinem Denken und seiner Gelehrsamkeit zu profitieren....NEIN, kein bißchen;
Wilfried wurde eingeladen, seinen Glauben zu bezeugen, mit anderen Worten, eine formales Bekenntnis seiner Orthodoxie zu geben; aber nicht nur seines persönlichen Glaubens: auch des Glaubens der Provinz oder der Insel, von der er kam.
Sein Festhalten an der Katholischen Orthodoxie ist in die Acta Synodi eingegangen:
"Wilfried, der von Gott geliebte Bischof der Stadt York wurde auf den Richterstuhl der Synode mit 125- Mitbischöfen gesetzt;und -im Namen des gesamten Nordens Britanniens und Irlands und den Inseln, die von Angeln und Briten bewohnt werden und auch den Schotten und Pikten, bezeugte er den wahren und Katholischen Glauben- et cum subscritione sua corroboravit"

Das Selbstvertrauen mit dem der H. Wilfried für so viele dessen (was heute von Irischen Gelehrten klar) der Atlantische Archipel genannt wird und für die Rechtgläubigkeit tausender schottischer Mönche spricht die ihm nie begegnet waren -und die- wären sie das- so manches starke Wort über seine "Paschalis-Mathematik" hätten sagen können, ist sicher atemberaubend.
Aber ich will zeigen, worum es bei dieser Synode ging:

Eine Häresie war aufgekommen und ein vorhergehender Papst (Honorius) hatte ein halbes Jahrhundert vorher den Irrtum gefördert- Häresie
Aber ein Papst ist dazu da, sie zu verdammen. Denken Sie nur an die massive kirchliche Unordnung die entsteht, wenn ein Papst selbst die Häresie favorisiert und sein Amt dazu nutzt, sie zu verbreiten.





Also hielt unser Hl.Vater Agathos eine Synode ab: und seine Brüder im Bischofsamt waren da, um seine Hand zu stärken indem sie (schriftlich, formal) Zeugnis für ihre Rechtgläubigkeit ablegten, die jeder von ihnen empfangen hatte und für die ihre Teilkirchen Zeugnis ablegten.
Nachfolgend berief er ein ökumenisches Konzil ein, bei dem Papst Honorius - gemeinsam mit seinen Mithäretikern in der stärkst-möglichen Sprache verdammt und Anathema wurde.

Deshalb kennt dieses blog ihn als S. Agatho der Gute

Der nächste Papst, der Hl. Leo II, bestätigte die Verdammungen durch das Konzil.

Wann wird es den nächsten Papst Agatho II geben? Domine exudi et misere!"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke





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