Sonntag, 10. Dezember 2017

Father Hunwicke spricht.....

wie immer Klartext zu den Gedankengängen des Pontifex über eine Neuübersetzung des "...et ne nos deducas in tentationem" - und das tut er - auch mit linguistischen Kenntnissen (an denen es dem Pontifex ganz klar mangelt) hier bei liturgicalnotes:  klicken

              "HÖRT ER NIEMALS AUF.....(1)"
"PF denkt, daß die traditionelle Übersetzung der Oratio Dominica verändert werden muß. Führe uns nicht in Versuchung mißfällt ihm. Warum sollte Gott sein Volk in Versuchung führen, zu sündigen? Offensichtlich muß das eine schlechte Übersetzung sein, Wäre "mögen wir nicht in Versuchung geführt werden" besser?

Fundamentalistische Traddis werden wahrscheinlich empört sein, Das Vater-unser verändern!!!!

Obwohl ich natürlich ein starrsinniger Pharisäer bin, bin ich kein solcher Fundamentalist.
Das Gebet des Herrn enthält eine Reihe von Rätseln. Lassen Sie mich am Rand beginnen und Ihnen eín Beispiel aus einem anderen Teil des Gebetes geben.
Lassen Sie mich über "unser tägliches Brot gib uns heute" sprechen. Das griechische Wort, das mit täglich übersetzt wurde, ist besonders geheimnisvoll. Epiousion ist sehr wohl ein hapax legomenon (ein griechisches Wort, das nur einmal erscheint) und Origenes stellt fest, daß man es in seiner Zeit nie hörte. Es sieht so aus, als sollte es mit epiouse verwandt sein- was "kommend" bedeutet. Verbindet man es mit "hemera" (Tag) würde es das "Brot des kommenden Tages" bedeuten und der Hl. Hieronymus wußte von einem Hebräischen Evangelium, das es tatsächlich mit mahar = morgen übersetzte.
Könnte das das Brot des Königreiches sein? Könnte es die eschatologische Nahrung sein, das Brot von Morgen, das zu empfangen uns heute schon erlaubt ist...d.h.das Hl. Sakrament?
Oder könnte epiousion supersubstantial bedeuten? Etymologisch könnte es das. Und so weiter.
Weit davon entfernt, meinen Glauben erschüttert zu sehen, finde ich solche Fragen aufregend.
Wenn Sie weitergehen wollen, könnten Sie die lukanische Version des Vater-unser mit der des Hl. Matthäus vergleichen. Die TRADITION- in ihrer ganzen Breite- gibt uns solche Reichtümer, über die wir nachdenken können.

Trotz der verschiedenen Möglichkeiten, Teile dieses Gebetes zu übersetzen, würde ich- wäre ich eine Person mit höchster Autorität- nicht beschließen, meine Macht zu nutzen, um auch nur eine einzige ererbte Wiedergabe zu verändern. Mein erster Grund, das nicht zu tun, wäre, daß ich mir zutiefst bewußt bin, nicht unfehlbar zu sein. Und daß eine Wiedergabe, die mir heute zu 100% zusagt, das in einem Jahr vielleicht nicht mehr tut. Und es ist wert, daran zu erinnern, daß die Kirche 2000 Jahre damit zurecht gekommen ist, ohne uns vorzuschreiben, welche Bedeutung wir jedem Wort dieses Gebetes zuordnen sollten. Zweitausend Jahre hermeneutischer Freiheit..... bis wir das Zeitalter der Barmherzigkeit erreichten, die Aetas Bergogliana.
Jetzt -scheint es- müssen wir zu diesen bestimmten Interpretationen und Bedeutungen, die diesem besonderen, all-weisen Papst gefallen, gezwungen werden.





Es sieht fast so aus, als habe PF beschlossen, dem jüngsten e-book "Der Diktator Papst" von Prof. Marcantonio Colonna, über das ich vor einigen Tagen geschrieben habe, eine große Zündkraft zu verpassen.

Und lassen Sie mich das ganz klar machen: das griechische Original und seine lateinische Version bedeuten nicht das, was PF will, das sie bedeuten sollen. Jeder, der behauptet, daß sie das tun, ist entweder ahnungslos oder unehrlich.
PFs Vorschlag ist keine Übersetzung sondern eine Veränderung. Aber darauf werde ich- so Gott will- morgen zurückkommen. (Ich befürchte, wie es mir schien, daß das alles ein weiterer Plot sein könnte, um ein weiteres Zerwürfnis mit Kardinal Sarah zu provozieren, mit dem Ziel, ihn endlich loszuwerden. Immerhin schlägt PF wirklich vor, an den liturgischen Texten Änderungen vorzunehmen, was die tatsächliche Entfernung von Worten, von denen die Griechischen, Lateinischen und Syrischen Bibeln sagen, daß der Herr sie wirklich gesprochen hat, und sie durch das zu ersetzen, was ein Römischer Bischof des 20. Jahrhunderts vorzieht. Es ist- ganz klar-Kardinal Sarahs Job, dem Versuch zu widerstehen, ein autorisiertes Original durch eine wohlfeile Fehlübersetzung zu ersetzen.)

Mein zweiter Grund keine Veränderungen vorzunehmen, ist ein pastoraler. Damals in den 70-ern haben wir in der Anglikanischen Kirche tatsächlich mit modernen Übersetzungen des Vater-unser experimentiert. Diese experimentellen Formen werden jetzt.-denke ich- selten benutzt.
Der Grund dafür ist: daß der Klerus entdeckt har, daß unter denen die selten in die Kirche gehen, ebenso wie bei denen ans Haus gebundenen Kranken und Alten und jenen, die nur an Taufen, Trauungen und Beerdigungen teilnehmen und bei der Mitternachts.Mett-Brigade das Gebet des Herrn die einzige Fassung war, die sie kannten. Jede andere liturgische Erinnerung, die ihnen aus ihrer Kindheit geblieben war, war durch die liturgische Revolution der 1960- gelöscht worden.
War es pastoral, diese Leute des einzig verbliebenen Bißchens einer Anbetungs-Erfahrung, das ihnen immerhin bekannt war....das irgendeine Verbindung zu ihrem Gedächntnis hatte- zu berauben?
Also haben wir nur das "Our Father which..."  in ein "Our Father who..." geändert und es dabei belassen.

Zufälligerweise findet die Anglikanische Version in moderner Sprache...falls Sie sich das gefragt haben...keinerlei Problem in dem Satz, der PF und .wie wir annehmen. einigen französischen und italienischen Bischöfen so sehr den Schlaf raubt.

Wir hatten Recht damit, uns nicht einzumischen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.Hunwicke



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