Mittwoch, 27. Dezember 2017

Father Z zu einigen der unausrottbaren Sottisen um die Weihnachtsgeschichte....was mal gesagt werden mußte. (Auch wenn es nicht helfen wird)

Father Z hat sich bei Catholicism Pure & Simple mit den ewig gleichen Behauptungen zum Weihnachtsgeschehen auseinander gesetzt. Er beantwortet dazu Fragen seiner Leser.
Hier geht´s zum Original: klicken

"MARIA WAR EINE UNVERHEIRATETE MUTTER"? DIE HEILIGE FAMILIE WAREN "FLÜCHLTINGE?"  FATHER Z ANTWORTET."

FRAGE (QUAERITUR)

In dieser Jahreszeit sind die unausweichlichen "Maria war eine ledige Mutter" und die "Flucht der Hl. Familie nach Ägypten macht sie zu Flüchtlingen"-Predigten sehr verwirrend. Können Sie diese Interpretationen klarstellen? Oder eine Quelle, die das tut? Ich rechne sie als politische oder sozial-gerechte Interpretationen, die beide Ereignisse zu eigenen Zwecken nutzen, die ich für falsch halte.
Ein kürzliches Beispiel dafür gab die US-Bischofskonferenz, die den Tag Unserer Lieben Frauvon Guadelupe als Tag der "Soidarität mit Migranten" nutzten. Ich sehe, die Kirche viel zu politisch werden.
Danke und Ihnen ein Frohes Weihnachten!"

Ja...das ist unausweichlich: zwinge die Erzählung in eine Agenda.

1. Maria war eine ledige Mutter.... nein.
Jüdische Ehe-Praxis war einen Vertrag mit demVater der Braut zu schließen und einen Brautpreis (mohar) zu zahlen und die Verlobung war das rechtliche Äquivalent zur Eheschließung.
Die Braut konnte bis zu einem Jahr im Haus des Vaters bleiben, aber sie wurde als verheiratet angesehen.
Joseph wird den Braut-Preis bei ihrer Verlobund bezahlt haben, als der Ehevertrag geschlossen wurde, aber Maria wird in Joachims Haus geblieben sein. Sie sind in einer Zeremonie formal verheiratet worden, nachdem ein Engel Joseph im Traum angewiesen hatte.

Also war Maria von dem Augenblick Joseph anverlobt wurde legal als Ehefrau Josephs angesehen. Ihre Beziehung war geheiligt als hätten sie die Ehezermonie schon gehabt. Dieses Band konnte nur -wie nach einer formalen Heirat- durch Scheidung gelöst werden.

Maria eine "ledige Mutter" zu nennen, ist einer Blasphemie gefährlich nahe."





2. Die Heilige Familie waren "Flüchtlinge"
Ja eine Art, aber nicht so wie die Liberalen Sie glaiben machen wollen.

Die Heilige Familie geht zuerst nach Nazareth- wegen eines Census. Wenn Sie wegen eines befohlenen Census in die Stadt Ihrer Vorfahren gehen, sind Sie kein Flüchtling.

Aber Pater! Aber Pater! jammern die Liberalen. "Man hat ihnen in der Herberge eine Unterkunft verweigert. Diese Herbergsbesitzer waren gemeine Flüchtlingehasser! Sie waren Migranen ohne Papiere und die Hasser weigerten sich, sie einzulassen. Das würden Sie tun! Weil Sie das II. Vaticanum  hassen!"

Wenn Sie beim Census registriert werden, sind Sie nicht "ohne Papiere"!
Sie waren keine Migranten, weil sie nur dort waren, um sich registrieren zu lassen und um dann nach Nazareth nach Hause zurück zu kehren.

Sie haben keine Unterkunft in der Herberge oder im Khan erhalten, weil- versuchen Sie das zu verstehen-  es keinen Raum gab. Das bedeutet, daß es keinen Platz im der Herberge gab. Sie bekamen keinen Raum, weil es keinen gab. Hätte es einen Raum gegeben, häten sie ihn bekommen.
Es war üblich, Reisende zu Hause aufzunehmen, wenn sie nach Jerusalem reisten, um zu opfern.
Wie Alfred Edersheim  erklärt, hatte die Verweigerung eines Raumes nichts mig ihrer Armut zu tun.
Rabbinische Lehre war es, Reisende so aufzunehmen, wie die Göttliche Anwesenheit selbst empfangen werden sollte.
Sie wurden also nicht abgewiesen, weil sie arm waren oder "anders" oder Fremde, blah blah blah,
Die Herberge oder der Khan war VOLL.

Die Heilige Familie ging nach Ägypten. Warum?
Kurz vorher hatte der Schutzheilige von Planned Parenthood Herodes das Abschlachten aller Babys befohlen, und ein Engel forderte Joseph im Traum auf, seine Familie nach Ägypten zu bringen.
Wenn ein Engel Ihnen befiehlt, etwas zu tun, tun Sie es.  Deshalb war die Flcuht nach Ägypten nicht nur den durch Herodes verursachten schrecklichen Umständen geschuldet, es wird göttlicherseits wegen dessen, was Herodes tun würde,angeordnet.
Auch mußte sie nach Ägypten gehen, damit die Prophezeiung erfüllt werde:

    Damit erfüllt werde, was derHerr durch den Propheten sprach: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn
    gerufen. (Matt. 2:15)

Also nein- sie, die Heilige Familie, die auf die spezielle Anweisung Gottes Zuflucht in Ägypten suchte- ist nicht der Archetypus aller heutigen Flüchtlinge.

Wenn Sie Zuflucht in Ägypten suchten, waren sie in einem gewissen Sinn "Flüchtlinge". Aber sie waren ersten 3 Leute, nicht Tausende und sie waren das, indem sie vor der konkreten Gefahr der Ermordung ihres Kindes flohen. Sie suchten Zuflucht,
Außerdem war die Heilige Familie keine Bedrohung der nationalen Sicherheit Ägyptens. Als die Gefahr vorüber war, gingen sie nach  Hause.

Es ist interessant festzustellen, daß der Joseph aus der Genesis nach Ägypten gebracht wurde, was zur Versklavung des Volkes führte. Der Joseph des Neuen Testaments wurde nach Ägypten geschickt, was zur Erlösung des Volkes führte. Herodes und Pharao ordneten beide die Ermordung der Kinder  an. Moses und Jesus entkamen beide dem Töten und beide führten einen Auszug aus einer Fesselung an."

Eine weitere Lektüre zum Thema, eine Marienkatechese, die wir unübersetzt lassen:  klicken

Quelle: Catholicism Pure & Simple, Fr. Z

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