Freitag, 27. April 2018

Patriarch von Venedig: "Alfie ist unser Sohn, der Sohn der Welt geworden."

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae das Statement des Patriarchen von Venedig zur Causa Alfie und weist auf das Interview des deutschen Pädiaters
Hier geht´s zum Original: klicken


"ALFIE. VENEDIG HAT EINEN PATRIARCHEN.
 AUS DEUTSCHLAND EIN KINDERARZT: 
 UNVERSTÄNDLICH."

"Heute hat der Patriarch von Venedig seine Stimme im Fall Alfie Evans erhoben. Ein Comuniqué -voller Leidenschaft formuliert -und wir laden Sie ein, diese Worte denen gegenüber zu stellen, die er Erzbischof von Liverpool, Malcolm McMahon ausgesprochen, die wir hier veröffentlicht haben.

Das vollständige Comuniqé von Patriarch Moraglia kann man hier lesen.
Hier einige wichtige Ausschnitte:

"Meine Worte kommen aus dem Herzen des Bischofs aber auch des Menschen und Bürgers,

Das dramatische Geschehen um den kleinen Alfie kann uns nicht nur nachdenklich und traurig zurücklassen. Es sollte uns auch zu friedlichem Nachdenken führen und dazu beitragen, einen Standpunkt zu entwickeln, in der die Rechte der Schwachen- besonders die eines Kindes und dann die der jungen Eltern keine "schwachen Rechte" sind.

Die Geschichte des kleinen und sehr zerbrechlichen Alfie hatte Mühe, die Aufmerksamkeit vieler zu erlangen, aber am Ende ist es ihr-gegen so viele Widerstände- gelungen.  Und dieses Kind ist dank der Medien wirklich "unser Sohn" und "Sohn der Welt" geworden.

Das Geschehen ist sehr traurig, weil es Zivilisation und Kultur, Recht und Gerechtigkeit, die ethischen Fragen, um die sich das Leben eines ganzen Landes, vieler Völker, einer Nation und eines ganzen Kontinents, Europas, in Frage stellt - das uns leider noch einmal zutiefst enttäuscht hat, weil  es mit einem so heiklen und so quälenden Problem nicht fertig wird. 
Europa verausgabt sich beim Euro, für die Banken, für die Wirtschaftsparameter .. aber bei den grundlegenden Themen scheint es weiterhin zu stottern.

Unser Land, Italien, hat Alfie die Staatsbürgerschaft gewährt und seine Bereitschaft erklärt, ihn aufzunehmen und angeboten, ihn in einem unserer hervorragenden Krankenhäuser zu behandeln (Bambino Gesù in Rom und Gaslini in Genua) und noch einmal wollte es (Italien) -wie bei der Rettung von Tausenden Menschen aus dem Meer- "außerhalb des Chores singen" und bei dieser Geschichte eine Sensibilität- mit einem Wort seine Menschlichkeit- zeigen, die im Grunde immer zu Italien, seiner Geschichte und seiner Kultur gehörte und die es ständig in den verschiedenen inhaltlichen und strukturellen Situationen bezeugt hat."




Und er fährt fort:"Auch wer nicht glaubt, kann der Tatsache zustimmen, daß keine menschliche (politische) Macht sich das Recht anmaßen darf, andere Staaten und Institutionen, die als auf dem Gebiet der Forschung und der medizinischen Betreuung als exzellent anerkannt sind, daran zu hindern, sich des kleinen Alfies anzunehmen und anstelle derer einzugreifen, die nichte mehr zu sagen oder zu geben haben.

Ohne therapeutischen Übereifer, das heißt ohne unangemessene Behandlung aber auch ohne therapeutisches Aufgeben, ohne das Pflichtgefühl zu vernachlässigen, den kranken Menschen und seine Familie mit hoher Professionalität und großer Menschlichkeit und Liebe zu  begleiten- unparteiisch und nicht ideologisch.

Und schließlich ein Appell: "Vertrauen wir den kleinen Alfie und seine Eltern der Madonna an, die die Mutter der Barmherzigkeit ist- daß sie es nicht am Licht der Hoffnung aus in den dunkelsten Augenblicken fehlen läßt und rufen wir weiter die Menschlichkeit an, damit am Ende- wie der Hl. Vater sagte- das Leiden seiner Eltern erhört werde."

Und dann bieten wir Ihnen hier - ein  interessantes Interview mit einem deutschen Kinderarzt an, der Alfie besucht hat-als Freund der Familie, weil die Ärzte des Alder Hey sich weigerten, sich mit ihm auseinanderzusetzen- der das Verhalten des Krankenhauses und der Richter  und das Verbot, das Krankenhaus und Groß-Britannien zu verlassen, als absolut unverständlich  bezeichnet. Der Kinderarzt sagt auch, daß das, was mit Alfie jetzt passiert, auf Grund dessen, wie der Nazismus Behinderte behandelt- unmöglich sein sollte. Sie finden hier auch eine Karikatur von 1940, die sagt;: "Auch tu trägst die Last" und die Kosten zeigt, die mit behinderten Personen verbunden sind.

Und darunter ein symbolisches Foto der beiden Kate. Eine- eine Royale, und ihr Kind, das die bestmögliche medizinische Versorgung bekommt. Und die andere Kate James, die nicht königlich ist und ihr Kind, die abgelehnt werden." 

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti 



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