Samstag, 18. August 2018

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die Gewichtung mit Gewalt verbundener Straftaten je nach religiös/ rassisitischem oder "rein kriminellen" Hintergrund.
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             "RASSISTISCH VERSCHÄRFTE STRAFTATEN"
In diesem Land haben wir ein System, durch das bestimmte Verbrechen, die meistens Gewalt oder Aufruhr beinhalten, für schwerwiegender gehalten werden, wenn es bei ihrer Begehung ein manifestes Element religiöser oder rassistischer Heuchelei gibt.

Mir ist dabei unwohl. Wenn jemand mich nur deshalb verletzen oder ermorden will, weil er pompöse alte Säcke nicht mag, sehe ich wirklich nicht, warum das weniger ernst sein soll, als ein ähnliches aus religiösem oder rassistischem Hass begangenes Verbrechen. 

Als ich in London arbeitete hatte ich das Privileg -eingekleidet - an den Orthodoxen Liturgien in der Zypriotisch Orthodoxen Kirche an der Camberwell New Road (Eigentümer: der Bischof von Telmissos) und ich begann diese Kirche und ihre Gemeinde zu lieben. Eines Montags wurde in die Kirche eingebrochen und der dort wohnende Mönch wurde totgetreten, weil er den Gaunern nicht sagen wollte, wo das Geld ist. Ich übersehe da offensichtlich etwas, weil es mir in allem genauso schrecklich erscheint, wie jemanden totzutreten, weil einem seine Rasse oder Religion nicht gefällt.

Ebenso - wenn (um ein Beispiel zu nennen) jemand einen Van in eine Fußgängergruppe auf dem Fußweg fährt und sie tötet, ist das Einzige daß die "Meeedien" wissen zu wollen scheinen: "Hat das was mit Terror zu tun?" Wenn klar wird, daß ein bestimmtes Beispiel nicht in diese Kategorie eingeordnet werden kann, kann man die Erleichterung in der Stimme des Nahrichtensprechers hören,, wenn er/sie sagt: "es sieht nicht so aus, als ob der Vorfall etwas mit Terror zu tun hat". Oh gut!
Gott sei Dank. Dann ist es also o.k. 
Also nicht wirklich o.k. natürlich, aber nicht so ernst und berichtenswert, als ob es von jemandem mit dunkler Hautfarbe getan wurde, der Allahu Akbar schrie. 

Ich denke, es gefällt mir nicht, ideologisches Gedankengut ins Strafgesetz hineinzuziehen.
  
Quelle: liturgicalnotes. Fr.J.Hunwicke

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