Samstag, 12. Januar 2019

Offizielle Bestätigung der Vorwürfe Viganòs aus den USA:

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die offizielle Bestätigung der Vorwürfe Erzbischof Viganòs durch die Diözese Pittsburgh. Und stellt abschließend fest, daß Papst Franziskus immer noch mit keinem Wort auf die diesbezüglichen Fragen geantwortet hat.
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"OFFIZIELLE BESTÄTIGUNGEN AUS DEN USA. VIGANÒ HAT RECHT. WUERL WEISS SEIT 2004 VON MCCARRICK"

"Und noch einmal hatte Erzbischof Viganò Recht. Jüngste Reportagen aus den USA zeigen, daß Kardinal Donald Wuerl, der Erzbischof von Washington und zuvor von Pittsburgh seit 2004 von den Mißbrauchsvorwürfen gegen Erzbischof McCarrick wußte.
Die Veröffentlichung dieser Details durch die Diözese Pittsburgh vom 10. Januar ist die erste Bestätigung durch Kirchenautoritäten, daß Kardinal Wuerl vor Juni 2018 Kenntnis von den Beschuldigungen gegen den in Ungnade gefallenen Ex-Kadinal hatte.
Und aus diesem Grund hat Erzbischof Viganò ihn der Lüge bezichtigt.
Diese Nachricht ist nicht beruhigend, sie wirft einen Schatten auf die Person des Kardinals, einen Vertrauensmann des Pontifex in den USA, auch auf die globale Handhabung der Mißbrauchskrise seitens des Papstes und des Vaticans.
Man darf nicht ignorieren, daß Wuerl- zusammen mit Kardinal Cupich, einem anderen Mann aus der McCarrick-Seilschaft und Vertrauensmann des Papstes in den USA, jenseits des Ozeans von vertrauenswürdigen Kollegen beschuldigt wird in Übereinstimmung mit der römischen Kurie die Maßnahmen gegen den Mißbrauch, über den die amerikanischen Bischöfe während ihres Novembertreffens abstimmen wollten, blockiert zu haben.
Bemerkenswert ist, daß ähnliche Maßnahmen- eine Untersuchungskommission, die aus Laien-Experten zusammensetzt- ohne römische oder kanonische Probleme in Frankreich akzeptiert worden sind.
Kardinal Cupich wurde dann zum Verantwortlichen für die Organisation des Welttreffens zum Mißbrauch im Februar in Rom ernannt, auf den Posten, für den Kardinal  O´Malley der natürliche Kandidat gewesen wäre. Cupich wird von Erzbischof Viganò als sein Zeuge aufgerufen. Alles Elemente, die zusammen mit dem seit 4 Monaten andauernden, unglaublichen Schweigen des Pontifex und der beschuldigten Personen zu Viganòs Zeugnis ruft kein großes Vertrauen in den Willen des Papstes und seiner Gruppe hervor, Klarheit bei zu vielen dunklen Vorfällen zu schaffen.
Und in diesem Sinn verstehen Experten für die Kurie und Verfahren die Entscheidung in der causa McCarrick administrativ und nicht auf juristischem Weg und in Eile vorzugehen, nur als Trick, um nicht erklären zu müssen, wer in der Kurie für seine Beförderung zuständig war-.
Und es war auch Papst Franziskus, der -obwohl er von seinem kriminellen Verhalten wußte- ihn geschützt und für seine Politik in den USA, China, Kuba und anderswo verwendet hat.


Als er Bischof von Pittsburgh war hat Donald Wuerl eine Beschuldigung wg. Mißbrauchs durch Kardinal McCarrick erhalten und hat u.a. das auch dem Apostolischen Nuntius in Washington informiert. So hat es Donnerstag die Diözese von Pittsburgh ausgesagt. Ein Sprecher der Erzdiözese von Washington hat gegenüber CNA bestätigt, daß Kardinal Wuerl, als er Bischof von Pittsburgh war, vom laisierten Priester Robert Ciolek eine Beschuldigung gegen Erzbischof McCarrick präsentiert worden ist.

In einer Erklärung hat die Diözese von Pittsburgh am 10. Januar gesagt, daß der entlassene Priester Robert Ciolek 2004 vor dem diözesanen Revisionkomitée erschienen ist, um die Mißbrauchsvorwürde anzusprechen, die er gegen einen Priester in Pittsburgh erhoben hatte.

Während dieser Begegnung "hat Mr. Ciolek auch über den Mißbrauch durch den damaligen Kardinal Theodore McCarrick gesprochen. Das war das erste mal, daß die Diözese von Pittsburgh von dieser Anschuldigung erfahren hat. "liest man in der Erklärung. "Einige Tage später hat Bischof Donald Wuerl dem Apostolischen Nuntius in den USA über die Anschuldigungen Bericht erstattet."

Diese Enthüllung ist die erste Bestätigung seitens der Kirchenautoritäten, daß Wuerl Kenntnisse über die Beschuldigungen gegen Erzbischof McCarrick hatte, bevor die Erzdiözese von New York im Juni 2018 bekannt gab, daß eine glaubwürdige Beschuldigung über sexuellen Mißbrauch eines Minderjährigen erhoben wurde.

Diese Nachricht führt zu Fragen zu den Eklärungenrklärungen Kardinal Wuerls von 2018, der leugnete, als Erzbischof von Washington auch "Stimmen" über seinen Vorgänger gehört zu haben.

Ed McFadden hat der Sprecher der Erddiözese von Washington  hat gegenüber CNA gesagt, daß 2004 Ciolek "darum gebeten hatte, daß seine Beschuldigung gegen McCarrick auch dem Nuntius bekannt gegeben werden solle. Und so ist es geschehen," sagte McFadden zu CNA.
"Wuerl besitzt außerdem die Akte und die Anschuldigung gegenüber der Nuntiatur von 2004."

"Damals hat Ciolek um äußerste Diskretion gebeten. " sagte McFadden " und daß sein Name niemals erwähnt werde."

Die Erklärung der Diözese Pittsburgh bestätigt, daß Ciolek auf Diskretion bestanden habe aber auch, daß er die Diözese vor kurzem ermächtigte, über diese Frage zu sprechen.

"Der Herr Ciolek hat darum gebeten, daß die Anschuldigungen gegen den damaligen Kardinal McCarrick nur Kirchenautoritäten bekannt gemacht werden sollten. Im November 2018 hat er die Diözese Pittsburgh ermächtigt, auf Fragen der Presse zu diesem Thema zu antworten."

Die Nachricht, daß der Kardinal bereits 2004 eine formale Beschuldigung gegen Erzbischof McCarrick erhalten und sie auch an die Nuntiatur in Washington weitergeleitet habe, hat eine Reihe von Fragen zur Erklärung des Kardinals von 2018 über seinen Vorgänger aufgeworfen.

Kardinal Wuerl hat in einem Brief vom 21. Juni geschrieben, über die gegen Erzbischof McCarrick erhobenen Vorwürfe "schockiert und betrübt" sei.

Im selben Brief hat Kardinal Wuerl bekräftigt, daß es "während seiner Amtszeit in Washington keinerlei Ansprüche- glaubwürdig oder nicht- gegen McCarrick gegeben habe."

In einer Erklärung vom 10. Januar hat die Erzdiözese von Washington bestätigt, daß "Kardinal Wuerl versucht hat, bzgl. der Fragen zu Erzbischof McCarrick genau zu sein. Seine Äußerungen beziehen sich auf Fragen zum sexuellen Mißbrauch eines Minderjährigen durch Erzbischof McCarrick , so wie die Stimmen zu einem solchen Verhalten. Der Kardinal stützt diese Erklärungen, die nicht ungenau sein sollten."

"Kardinal Wuerl hat gesagt, daß bis der Vorwurf des Mißbrauchs eines Minderjährigen durch Kardinal McCarrick in New York erhoben wurde" fährt die Erklärung fort "keiner aus dieser Diözese einen Vorwurf wegen Mißbrauchs durch Erzbischof McCarrick während seiner Zeit in Washington erhoben hat."

Der Rücktritt von Kardinal Wuerl als Erzbischof von Washington ist am 12. Oktober 2018 akzeptiert worden, in der Folge des Skandals nach der Veröffentlichung des Berichtes der Grand Jury von Pennsylvania - der ein sehr schlechtes Procedere von Wuerl gegenüber mißbrauchenden Priestern beweist. Der Kardinal ist von Papst Franziskus bis zur Nominierung eines Nachfolgers zum vorläufigen Administrator der Erzdiözese ernannt worden; der Brief des Papstes voller Elogen hat bei vielen Laien  nicht wenig Empörung hervorgerufen.

Der Nachfolger von Erzbischof Montalvo als Nuntius in Washington wurde Erzbischof Pietro Sambi. CNA hat sich speziell darauf bezogen, daß 2008 -Erzbischof Sambi- auf spezielle Anordnung von Papst Benedikt XVI McCarrick angewiesen hatte, aus dem erzbischöflichen Seminar auszuziehen, in dem er während seiner Pensionierung gewohnt hatte.

Diese Anordnung und andere Maßnahmen, die vielleicht gegen Erzbischof McCarrick während seiner Pensionierung verhängt wurden, waren ein zentrales Element der Vorwürfe des Nachfolgers von Erzbischof Sambi, Erzbischof Viganòs.
In seiner inzwischen berühmten im August des vergangenen Jahres veröffentlichten  "Dokumentation" besteht Erzbischof Viganò auf der Tatsache, daß Kardinal Wuerl von den Restriktionen Kenntnis hatte, die während seiner Pensionierung während mehrerer Jahre verhängt wurden, die direkt seine Interaktionen mit den Seminaristen betrafen. Als Antwort auf die Behauptungen von Erzbischof Viganò hat Kardinal Wuerl geleugnet, "Informationen vom Hl. Stuhl erhalten zu haben, die das Verhalten Kardinal McCarricks betrafen oder über irgendwelche Zweifel über ein Leben und seinen Dienst, wie Erzbischof Viganò sie beschreibt."
Und Erzbischof Viganò hat ihn mehrmals beschuldigt, nicht aufrichtig zu sein.

Man muß noch einmal feststellen. daß nach weiteren 4 Monaten seit Erzbischof Viganòs Dokumentation weder der Pontifex, der direkt von dem Fall betroffen ist, noch irgendeine andere der dort befragten Persönlichkeiten irgendetwas von dem dementiert haben, was Viganò behauptet.
Die einzige Form der Reaktion, war der Versuch -mit Hilfe der selbstgefälligen Medien- die Person des Ex-Nuntius zu diskreditieren. Aber über die beklagten Fakten nicht ein Wort."

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti 


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