Freitag, 23. August 2019

Kardinal Müller: Praxis kann nicht vor Theorie gehen.

Für LifeSiteNews hat sich M.C.Hoffman noch einmal mit dem Interview befaßt, daß Kardinal G.Müller info Vaticana" zum Thema Kurienreform gegeben hat.
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"VATICAN-REFORMPLAN IST "ABSURD" SAGT DER FRÜHERE DOKTRIN-CHEF UND FRAGT OB ER MARXISTISCH IST." 

Der vor kurzem durch den Kardinalsrat approbierter Restrukturierungsplam des Vaticans ist seitens Kardinals Gerhard Müller, dem früheren Doktrinchef von Papst Franziskus. unter Feuer genommen worden, der sagt, daß es "absurd" ist, das Staatssekretariat und die Evangelisierungs-Praxis über den Katholischen Glauben selbst zu stellen. Müller fragt sich auch, ob der Plan nicht auf der "marxistischen" Ideologie beruhe.

"In dieer Vorbereitung der sogenannten Kurienreform setzen sie die Priorität der Glaubens herab" sagt Müller dem spanischen Nachrichtendienst Info vaticana in einem kürzlich gegebenen Interview.
"Zuerst kommt das Staatssekretariat, was bedeutet, daß das Staatssekretariat mit seinen Beziehungen zu den Staaten, mit seiner Diplomatie und Vatican-Bürokratie mehr mit der obersten Mission des Papstes verbunden ist, als die Glaubenslehre. Das ist absurd.
Das ist eine weltliche, säkulare Wahl.  Die spirituelle Mission kommt von Jesus Christus . Jesus Christus hta den Vatican-Staat mit seinem Oberhaupt nicht gegründet und dieses Oberhaupt mit seinem Staat regiert die Kirche. Es ist absurd.
"Das Gegenteil ist wahr- Das Staatssekretariat ist nur eine Hilfe, um die Unabhängigkeit, die Freiheit des Papstes gegen die Einfluss von Politikern zu garantieren. Aber das ist nicht die Essenz es Petrinischen Amtes. Und wie kann man sagen, daß unter den Dicasterien als erstes das der Evangelisierung kommt und dann das für Glauben und Lehre? Evangelisierung ist Praxis und Glaube ist Theorie. Welches Konzept von Glauben und Theorie haben sie? Das Marxistische System?" sagte Müller.
"Der Glaube ist der Ursprung, die Wurzel der Rechtfertigung. Nur durch den Glauben an Jesus Christus werden wir gerettet. Ohne Glauben kann keiner Gott gefallen. Glaube ist eine eingegebene Tugend. Die erste Gabe des Hl. Geistes an uns sind Glaube und Hoffnung. Man kann nicht sagen, daß der Glaube nur Theorie ist" fügte er hinzu.

Müllers Kritik an der vorgeschlagenen Kurienreform macht nicht nur Papst Franziskus und seinen Kardinalsrat verantwortlich, sondern auch die Päpste Paul VI und Johannes Paul II, deren Kurienreformen auch das Staatssekretariat an eine Position mit größerem Einfluss stellten, als die Glaubenskongregation, indem sie es an die erste Stelle unter den Kurienkörperschaften stellten und den Staatssekretär ui, persönlichen Assistenten des Papstes machten. Vor der Reform Pauls VI war die CDF (damals als Sant´Uffizio bekannt) die einflußreichste unter den Dicasterien  und wurde vom Papst selber als ihr Präfekt geleitet.




Die neue Reform jedoch, stellt die Glaubenskongregation, die Müller bis 2017 leitete, auf eine noch tiefere Rangstufe-was die Priorität unter der Dicasterien des Hl. Stuhls angeht- jetzt noch hinter das neuen "Super-Dicasterium", das dem, was "Evangelisierung" genannt wird, gewidmet ist.
Müller verwirft den Plan, weil die Evangelisierung als die Praxis, den Katholischen Glauben den Nicht-Katholiken zu bringen als eine höhere Priorität betrachtet als den Katholischen Glauben selbst, dessen Integrität durch die CDF geschützt wird.

Müller Sorge wegen einer Marxistischen Grundlage der Beziehung zwischen Theorie und "Praxis" ist die eine Bezugnahme auf die Behauptung Marx´,  daß Ideologie und Theorie geschaffen wurden, um die Praxis der Revolution zu rechtfertigen, die eine nicht zu hinterfragende Prämisse mit Primat über jede Theorie hat. Papst Franziskus, der vielen als von radikalen Formen des Marxismus beeinflußt zu sein scheint, wurde beschuldigt, diese Sicht von Theorie und Praxis angenommen zu haben, was die Ordnung der Prioritäten der Kirche auf den Kopf stellen würde, indem die Praxis der Evangelisierung über die Integrität des Katholischen Glaubens gestellt wird.
Der Vorschlag zur Kurienreform, der jetzt untersucht wird und von dem man erwartet, daß er am 29. Juni approbiert wird, wurde von Papst Franziskus´ Kardinalsrat -vorher als C9 bekannt, entworfen, geleitet vom skandalumwitterten Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa, Honduras.

In dem Interview, bezieht sich Kardinal Müller auch auf den Zugang der Deutschen Bischöfe zur Mißbrauchskrise, die er als "verrückt" und "absolut falsch" bezeichnet, weil sie den priesterlichen Zölibat und das Fehlen weiblicher Priester verantwortlich machen und er verteidigt die Analyse der Krise durch den Papa emeritus Benedikt, indem er die Kritiker "Ideologen" nennt, die zeigen, daß sie den Text nicht ganz gelesen haben. Er verwirft auch den Gedanken, verheiratete Männer zu weihen, der später in diesem Jahr bei der kommenden Amazonas-Synode diskutiert werden soll, und beschuldigt eine mangelnde ordentliche Vorbereitung auf die priesterliche Berufung für den Priestermangel,

Quelle: LifeSiteNews, M.C.Hoffmann

  

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