Dienstag, 18. Juni 2019

Das Instrumentum Laboris oder das Trojanische Pferd 2.0

Steve Skojec kommentiert  bei OnePeterFive das gestern veröffentlichte Arbeitsdokument für die kommende Amazonas-Synode, das nicht nur für ihn alle Befürchtungen bestätigt.
Hier geht´s zum Original: klicken

"HEUTE WURDE DAS ARBEITSDOKUMENT FÜR DIE AMAZONAS-SYNODE VERÖFFENTLICHT UND ES BESTÄTIGT ES GIBT PROBLEME AM HORIZONT" 

Das Instrumentum Laboris für die kommende Amazonas-Synode wurde heute veröffentlicht. Zur Zeit ist das 45.000 Worte-Dokument nur in italienischer und spanischer Sprache verfügbar- und es enthält Hinweise, daß wie bei den vorhergehenden Familien-Synode werden auch bei dieser Oktober-Synode die Themen, die angesprochen werden, sich nicht auf das Flußbett des Amazonas beschränken werden sondern zu beunruhigenden Entwicklungen für die ganze Katholische Kirche führen werden.

Das 64-Seiten starke Dokument, das die Grundlage für die Diskussionen der kommenden Synode bilden wird, schlägt vor, daß die örtlichen Bischofskonferenzen "den eucharistischen Ritus an ihre Kulturen anzupassen" , daß die Kirche in Erwägung zieht, verheiratete "viri probati" zu Priestern zu weihen und daß die Synodenväter zustimmen, daß Frauen zum "offiziellen Dienst" zugelassen werden- angesichts ihrer herausragenden Rolle in der Amazonas-Kultur."

Das Dokument suggeriert auch, daß es Zeit sei, die Ansicht zu überdenken, daß die Ausübung der Iurisdiktion in allen Bereichen (Sakramente, Jurisdiktion, Verwaltung) auf Dauer an die Heiligen Weihesakramente gebunden sein muß."

Das Dokument konzentriert sich sehr auf Umweltthemen, auf liturgische "Inkulturation" Organisation von Gemeinden und Ökumenismus/interreligiösen Dialog.

In einem Bereich (S. 30) wird uns das geschenkt, was wie eine Weiterführung des religiösen Indifferentismus erscheint, der im Abu-Dhabi-Statement für so vielen Sorgen führte, Das liest sich so:

Eine nicht wahrhaftige Einstellung von Offenheit gegenüber anderen-ebenso wie eine in sich geschlossene Haltung, die Erlösung nur dem eigenen Glauben vorbehält. Im Gelichnis vom Guten Samariter  hat Jesus das dem fragenden Rechtsgelehrten erklärt. Liebe -in jeder Religion gelebt- erfreut Gott. Durch einen Austausch von Gaben, kann der Geist uns immer tiefer in die Wahrheit und ins Gute führen" EG 246.





Es ist nicht schwer, sich den maßgeblichen Satz im vorhergehenden Absatz noch einmal vorzustellen, daß „Liebe in einer Beziehung gelebt, Gott gefällt“, zumal Christen auf der ganzen Welt während des so genannten „Pride-Monats“ ein weiteres Hindernis für LGBT-Botschaften sind Den Katholiken in Genua (Italien) wurde von Kardinal Erzbischof Angelo Bagnasco untersagt, die Pfarreien der Diözese dazu zu benutzen, um öffentliche Wiedergutmachung für Straftaten zu leisten, die im Namen des „gay pride“ begangen wurden.
Um zum Synoden-Dokument zurück zu kehren: der Abschnitt über die Inkulturation ermutigt zu Ehen und "christlichen Initiations-Liturgien", die mit ihrer eigenen Musik und Tänzen "festlich sein sollen, indigene Sprachen und Kleidung  benutzen, in Gemeinschaft mit der Natur und der Gemeinschaft."
Und weiter:

"Gemeinden finden es wegen des Priestermangels oft schwierig, die Eucharistie zu feiern, "Die Kirche bezieht ihr Leben aus der Eucharistie" und die Eucharistie baut die Kirche, Deshalb ist -anstatt die Gemeinden ohne Eucharistie zu lassen- eine Veränderung bei den Kriterien zur Auswahl und Vorbereitung zur Feier der Eucharistie nötig.

Paragraph 129 des Instrumentum Laboris lautet:

Indem wir feststellen, daß der Zölibat ein Geschenk für die Kirche ist, fordern wir daß für weit entfernte Regionen die Möglichkeit untersucht wird, ältere, vorwiegend indigene Männder zu Priestern zu weihen...die bereits eine etablierte, stabile Familie haben können- um sicher zu stellen, daß die Sakramente das christliche Leben begleiten und unterstützen. [...]

Es ist lange vorhergesehen worden, daß die Beschäftigung mit dem Priestermangel in deiser Region zu einer Lockerung des priesterlichen Zölibats in der Welt führen würde. Wie Bischof Schneider im vorigen Jahr sagte, bedeutet eine solche Genehmigung für das Amazobas-Gebiet, daß der "Zölibat de facto in der universalen Kirche abgeschafft wird."

Der deutsche Kardinal Walter Kasper (sic!), eine enger freund und Berater von Papst Franziskus sagte früher in diesem Monat in einem Interview, daß "wenn die Bischöfe einmütig der Weihe verheirateter Männer- jener viri probati- zustimmen, der Papst das meiner Meinung nach akzeptiert."

"Der Zölibat ist kein Dogma" fuhr Kasper fort "Er ist keine unveränderliche Praxis."

Im vergangenen Jahr kündigte der Vizepräsident der Deutschen Bischofskonferenz Franz-Josef Bode an, daß die Deutschen Bischöfe den Papst um eine Sondererlaubnis bitten werden, viri probati zu weihen, wenn der Papst das für die Amazobnas-Region erlaubt.

Paragraph 129 schlägt den Bischöfe auch vor, "das offizielle Amt zu identifizieren, das Frauen übertragen werden kann-wenn man die zentrale Rolle bedenkt, die sie heute in der KIrche Amazoniens spielen."

Es ist unklar , an welche Rolle hier gedacht ist- wenn man bedenkt, daß der Papst die Hoffnungen auf geweihte weibliche Diakone "abgeschossen" hat. nachdem die von ihm vor mehreren Jahren eingesetzte Kommission nicht iun der Lage war, festzustellen, daß es in der Kirch je so ein Amt gegeben hat.

"Der Papst sagte während der fliegenden Pressekonferenz im Mai 2019im Grunde"daß es keine Gewißheit für eine Weihe von Frauenin der selben Form  und mit dem selben Ziel wie bei der Weihe von Männern gab. Einige sagen, daß es Zweifel gibt. Fahren wir fort und forschen wir. Ich habe keine Angst davor, das zu untersuchen, aber bis jetzt gibt es keinen Fortschritt."

Quelle: OnePeterFive, S.Skojec

Kommentare:

  1. Hier gibt es auch etwas dazu: https://traditionundglauben.com/2019/06/18/instrumentum-laboris-zur-amazonas-synode-oder-der-bergoglianische-neusprech-1-von-4/

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  2. Antworten
    1. Nö, nur bestätigt.Man muß ja wissen, was wir zu erwarten haben.

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