Samstag, 27. Februar 2021

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über eine amüsante Begebenheit aus der Geschichte der anglo-katholischen Kirche in einem Dorf in Cornwall.
Hier geht´s zum Original:  klicken

" WASONS BISCHOF UND SEIN AUSSERORDENTLICHER SONNTAG" 

Vor nicht allzu langer Zeit gab es im Internet einige (komische) Accounts mit Reaktionen aus der amerikanischen Katholischen Kirche auf die liturgischen Reformen, die von klugen jungen Klerikern in ihren neuen Pfarrkirchen eingeführt wurden. Vielleicht können einige von uns alten Ex-Anglikanern da helfen. 

Als wir "Katholische Anglikaner" waren, hatte wir so etwas wie eine jahrhundertealte Erfahrung darin, das, was wir "den West-Ritus" nannten, d.h. die mit dem Namen des Hl. Pius V verbundene "Tridentinische Liturgie"- in Gemeinden einzuführen, die sie vorher nicht gekannt hatten. Das geschah ziemlich oft über Nacht; als ein Interregnum endete. wurde die neueingeführte Außerordentliche Form (wie Papst Benedikt sie später nannte) in der Gemeinde an seinem ersten Sonntag-Morgen benutzt. Ich habe mit Ihnen schon zuvor den bewegenden Bericht von Fr. Bernard Walke darüber geteilt, wie er das in St. Hilary in Cornwall getan hatte. geteilt. 

Sein  Freund Fr. Sanndys Wason hat das ähnlich im nahen Cury und Gunbwalloe (wo er von 1905-1919 Amtsinhaber war) getan. Fr. Wasons Bischof hatte gehört, daß einige aus der Gemeinde reserviert reagierten. (Wason hatte auch einen adeligen Kirchenwächter entlassen und an seiner Statt einen Dorfbewohner ernannt; und von der Kanzel aus seine Meinung zum Ordo Recentior  kundgetan, indem er das Book of Common Prayer hochhielt und so tat, als ob er hineinschaue, bevor er es mit den Worten "made in Germany" auf den Boden warf) Da gab der Bischof bekannt, daß er am nächsten Sonntag kommen werde, um in der Kirche zu zelebrieren und die Dinge in Ordnung zu bringen. Weil er wahrscheinlich annahm, daß seine Lordschaft nicht beabsichtigte, einen Ritus anzuwenden, der das Dritte Confiteor enthielt, sorgte der Pater dafür, daß er in seiner tridentinischen Missa Cantata bereits weit fortgeschritten war, als das Gefährt des hochwürdigen Prälaten vor der Kirche vorfuhr. Der verkündete der großen Menge gaffender Schaulustiger  (die gekommen waren, um den "Spaß" mitzuerleben), daß er warten werden, bis der Vikar die Messe beendet habe und dann die Hl Kommunion feiern.

Der Bischof unterschätzte das Stehvermögen sowohl des anglo-katholischen Klerus als auch der Laien...und ihren Hunger nach marianischer Verehrung. Sofort nach der Messe - ohne größere Unterbrechung als das Ablegen der Manipel,- begann Fr. Wason den feierlichen Rosenkranz...nicht einen dieser schnellen irischen Rosenkränze,  bei dem die Laien schon zum Hl. Maria hasteten, bevor der Priester noch beim "die Frucht deines Leibes"angekommen war, sondern einen langsamen, meditativen Anglikanischen Rosenkranz, bei dem am Ende jedes Mysteriums der Pater ausführlich und großzügig predigte- und nicht zuließ, daß auch nur ein Krümel unbeachtet auf den patrimonialen Boden fiel. Möglicherweise gab der Bischof auf- fast ohnmächtig, weil er keinen Lunch bekommen hatte, und wurde zu seinem Palais in Lys Escop. zurückgefahren. Als Fr. Wason schließlich -zum Sonnenuntergang erschien- nach dem was vielleicht der erschöpfendste Vortrag über die Krönung Unserer Lieben Frau in der chrisltichen Homiletik war- entließ er den wartenden Mob der Journalisten mit einem energischen Händewinken und der Information. daß er natürlich noch faste und brach zu seinem Frühstück auf. (Ich fürchte, daß ich zum Zustand seiner Blase keine Informationen habe, aber Vergleichbares läßt denken...ähm...) 

Die cornischen Kritiker Wasons listeten einige Punkt gegen ihn auf,  besonders als sie den stinkenden Kadaver eines Esels auf die Türschwelle des Vikariates warfen. Es gab Zeiten, in denen der Humor des Westlandes seine leicht dunklen Seiten hatte- wie tote Esel. 

Glückliche Tage, diese gesegente Ära der Walkes und Wasons, das leuchtende Zeitalter der Beichtväter, als der Glaube gelehrt und zu einer goldenen Flamme entfacht wurde. 

So kann das also gemacht werden. Auf geht´s  Fathers!! " 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke 

 

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