In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican stellt A. Gagliarducci die Frage, ob Leo XIV "ein europäischer Papst ist". Hier geht´s zum Original: klicken
"LEO XIV: EIN EUROPÄISCHER PAPST?"
Zu den interessatesten Dingen in Leos XIV immer noch jungem Pontifikat gehört di zentrale Rolle Europas- die Idee von Europa und die soziopolitischen Realitäten in Europa mitten im 21. Jahrhundert- die es durch die Worte, erklärungen und Hndlungen des neuen Papstes eingenommen hat.
Leo fokussiert die Aufmerksamkeit der Kirche darauf , was in der Kirche passiert und stellt Europa zurück ins Zentrum des Handelns. Das ist besonders interessant. wenn man bedenkt, daß er der zweite aufeinanderfolgende Papst aus Amerika ist.
Es ist wahr, daß Papst Franziskus eine Straßburg-Reise den Europäischen Institutionen gewidmet hat (und dabei stur die Stadt und ihre Kathedrale gemieden hat, die ihr tausendjähriges Bestehen feierte) und sogar den Karlspreis bekam. Seine Reden über Europa -wie seine Europa-Reisem zielten darauf ab. Europas soziales Gewissen wieder zu erwecken. Sein Appell zu einer demographischen Revolution angesichrs eoner Großmutter Europa ist noch gut in erinnerung, ebenso wie seine Sorgen um Migranten, was mit seiner ersten Reis nach Lampedusa begann.
Aber während Franziskus auf Europa achtete und die Europäischen Instotutionen nicht geringschätzte, wollte er Europa nicht ins Zentrum stellen.
Was die Ukraine angeht. schien sich Papst Franziskus oft mehr dem Russischen Narrativ uzuneigen- erinnern Sie sich an die Sätze über die NATO, die an den Grezen Rußlands bellt? Oder die völlig unkonventionelle Entscheidung in der Russischen Botschaft beim Heiligen Stuhl zu erscheinen, als die großflächige Aggression begann, anstatt den Botschafter in den Vatican einzubestellen? - wie er gegenüber Europa handelte, das ihm als Teil des Westens erschien, der dem globalen Süden entgegenstand, aus dem Franziskus kam.
Es stimmt, daß viele Entscheidungen von Papst Franziskus eher auf die Probleme der Ersten als die der Dritten Welt zu antworten schienen - wie z.B. die drei Kommissionen zur Frage des Diakontas der Frau, oder die offene Diskussion über die sogenannten Viri probati und sogar seine Reform von Caritas Internationalis.- aber tatsächlich betrachtete der Papst damals Europa als wohlhabenden Kontinent. unfähig zu Mitleid für Migranten und unwichtig iin der Geschihcte einer Welt, die sich verändernmußte.
Leo XIV ist ein amerikanischer Papst, aber er betrachtet Europa nicht so sehr mit Mißtrauen als mit Sorge. Seine Worte zur Notwendigkeit , die Europäische Union in die Ukraine-Friedensgespräche einzubeziehen, zeigt den Wunsch des Papstes, Europa als Mitspieler in der globalen Arena zu sehen.
In diesem Licht hat die Audienz, die Leo XIV den Mitgliedern der Europäischen Konservativen und Reform-Gruppe des EU-Parlamentes am 10. Dezember gewährte eine reale und wichtige Bedeutung.
In seiner Rede vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments am 10. Dezember griff Leo sogar das Thema der jüdisch-christlichen Wurzeln Europas wieder auf, bekräftigte den Beitrag des Christentums zur europäischen Zivilisation und verwies auf „die reichen ethischen Prinzipien und Denkmuster, die das intellektuelle Erbe des christlichen Europas darstellen“ und „unerlässlich für die Wahrung der gottgegebenen Rechte und der jedem Menschen innewohnenden Würde von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ seien.
"Die" sagte Leo "sind essentiell für den Schutz der von Gott gewährten Rechte und den jeder menschlichen Person innewohnenden Wert von der Empfängnis bis zum netürlichen Tod." und "die ebenso fundamental dafür sind, auf die Herausforderungen durch Armut, sozialke Ausgrenzung, wirtschaftliche Entbehrung, ebenso wie die bestehende Klina-Krise, Gewalt und Krieg zu antworten."
"Um sicherzustellen, daß die Stimme der Kirche - nicht zuletzt durch ihre Soziallehre- weiterhin gehört wird, geht es nicht um die Wiederherstellung vergangener Epochen" sagte Leo, "aber um zu garantieren, daß Schlüssel-Ressourcen für zukünftige Kooperation und Integrationnicht verloren gehen."
Das sind schwergewichtige Worte und sie marlieren die Rückkehr der Kirche in die EUropäische Arena mit ihrem ganzen Gewicht und ihren Werten. Und es ist whrscheinlich der richtige Moment, das zu tun.
Die Rekliogionsfreiheit scheint in Europa in Gefahr zu sein- und Christen werden besonders angegriffen. Die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung hat für 2024 mehr als 2000 antichristliche Vorfälle registiert, einschließlich des Mordes an einem Priester in Spanien und Diebstähle und Entweihungen. Es gab 93 Brandstiftungen in Kirchen, fast doppelt so viele wie 2023.
Während die Angriffe zunehmen, gibt es auch Formen der Diskriminierung unter dem Mantel der Bürokratie und dem Banner der Gleichheit.Neuere Berichte zeigen, daß die Europäische Kommission der Föderation der Katholischen Familien-Verbände Europs (FAFCE) den Zugang zu Europäischen Fonds siebenmal verweigert hat- die ausgewähtle Projekte finanzieren- einfach weil deren Vision von Familie - aus einem Vater, einer Mutter und Kindern- mit europäischen Werten kollidieren, besonders Gleichheit und Nicht-Diskriminierung.
Nicht nur das. Der Welt-Jugend-Verband, eine in den USA basierte internationale Organisation, die junge Menschenüber die Würde des Lebens unterrichtet hat Geld für Projekte erhalten und jetzt wurden Gelder aus dem Fond bereits ausgegeben, Fragen auugelöst mit dem Risiko, das Geld zurückgeben zu müssen, genau aus dem Grund, daß die Europäische Bürokratie entscheiden hat, daß diese Projekte aush das Prinzip der Nicht-Diskriminierueng verletzen.
Aber was ist dann mit Päivi Maria Räsänen, einer früheren finnischen Ministerin, die jetzt - nach 6 Jahren durch die verschiedenen Instanzen vor dem obersten finnischen Gerichtshof steht? Der Greund? Sie hat in einem Tweet (jetzt ein post auf X) ihren Widerspruch gegen die Unterstützung der Lutherischen Kirche für eine Gay Pride formuliert, in dem sie eine Passage aus der Bibel zitierte, die die Homosexualität verurteilt
Der Fall Räsänen zeigt, wie "hate speech" gegen Christen verwendet werden kann. Der Fall der FAFCE demonstriert , daß es nicht nur ein Vorurteil gegen Christen sondern auch gegen chrisrliche Ansichten von Gesellschaft gibt, Ansichten, die dem Naturgesetz entstammen.
Indem Europa zurück ins Zentrum des Globalane Dorfes gestellt wird, bringt Leo XIV auch diese Themen zurück ins Scheinwerferlicht und fordert die Politiker in gewisser Weise dazu auf, einen Standpunkt einzunehmen.
Das ist die "Diplomatie der Wahrheit" die Leo XIV in seiner ersten Rede zum beim Hl. Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps am 16. Mai zitiert hat.
Bei dieser Gelegenheit stelle Papst Leo fest, daß die Kirche niemals daauf verzichten kann, die Wahrheit über den Menschen und die Welt auszusprechen und sich- falls nötig- einer klaren Sprache zu bedienen, die anfänglich zu einen gewissen Mißverstehen führen kann.
Alles das sind mehr als nur Hinweise darauf, daß Europa kein sekundärere Fokus in Leos Pontifikat sein wurd. Diese Rückkehr Europas ins Zentrum könnte auch die Art, wie die päpstliche DIplomatie arbeitet,beeinflussen. Das ist ein kleiner, subtiler Paradigmenwechsel- um einen während der Franziskus-Ära populären Terminus zu gebrauvhen- der es wert ist, beobachtet und in seiner Entwicklung bdacht zu werden. "
Quelle: A. Gagliarducci, Monday at the Vatican
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