Dienstag, 6. September 2016

Sandro Magister über das seltsame Ökumene-Verständnis des Pontifikates

Sandro Magister kommentiert bei www.chiesa die seltsamen Erscheinungsformen der Theorie und Praxis der Ökumene des aktuellen Pontifikates, insbesondere gegenüber den seit Jahrhunderten in Italien lebenden Gläubigen des byzantinischen Ritus, die in krassem Gegensatz zu den Annäherungsbemühungen an die offizielle Griechisch- und Russisch Orthodoxe Kirche stehen.
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"AUSSER HAUS ÖKUMENIKER , ABER DRINNEN GIBT ES EIN GEMENGE"

"Breites Lächeln für Konstantinopel und Moskau. Aber eine schwere Hand für die Byzantinischen Gemeinden des Westens. Die symbolischen Fälle der Italo-Albanischen Diözesen und des Klosters von Grottaferrata

Eine Extraportion Ökumenismus ist, durch Gesten des Respekts von Papst Franziskus für die Ostkirchen von Konstantinopel bis Moskau verstärkt, immer mehr auf dem Wellenkamm angelangt.
Aber zuhause kann man keinen Ökumenismus finden. Schlag um Schlag tut die Vatican-Kongregation für die Ostkirchen nichts anderes, als das zu zerstreuen, was von den wichtigen Diözesen und Institutionen des Byzantinisch-Katholischen Ritus übrig ist, anstatt ihre Identität zu stärken.

Die Kongregation wird vom argentinischen Kardinal Leonardo Sandri geleitet, der im Staatssekretariat  ausgebildet wurde und dem der Jesuit Cyril Vasil und der Dominikaner Lorenzo Lorusso  assistieren, beide Untersekretäre, beide Kanoniker und Mitglieder zweier religiöser Orden, die nicht Östliches an sich haben.

Und man kann die Auswirkungen sehen.  Dieser blog hat über den Schlag ins Gesicht berichtet, den Rom im vergangenen Winter der Griechisch Orthodoxen Kirche versetzte, indem Manuel Nin, ein katalanischer Benediktiner, zum Exarchen von Athen ernannt wurde, der deshalb ein Lateiner im Byzantinischen Gewand ist, der frühere Rektor des Päpstlichen Griechischen Kollegs, das in den Augen der Griechen immer noch die verhaßte Institution ist, die 1577 gegründet wurde, um Katholische Missionare  darauf vorzubereiten, nach Griechenland geschickt zu werden, um die Orthodoxen zu bekehren,

"Neuigkeiten von der Ostfront.  Pan-Orthodoxes Konzil in Kreta, während in Athen..."
Und drei Monate vorher gab es die Ernennung von Piero Marini, dem früheren Zeremoniar Johannes Pauls II und Schüler Annibale Bugninis, den alle, ob sie für oder gegen ihn sind, für den Architekten der postkonziliaren liturgischen Reformen der Lateinischen Kirche halten, zum Präsidenten der Spezialkommission für die Liturgie bei der Kongregation für Orientalische Kirchen, eines Liturgikers, der nie auch nur die geringste Kompetenz für die Östlichen Riten hatte

"Piero Marini,  der verhinderte Präfekt, kleidet sich orientalisch" 
Wenn es die Aufgabe der Kommission ist, die Östlichen Riten vor unerwünschter Latinisierung zu bewahren, ist es in der Tat sehr schwer, sich vorzustellen, wie Marini sich bemüht, Maroniten, Syrer, Chaldäer und Malabarer zu überzeugen, das Zelebrieren der Messe versus  populum aufzugeben, das sie unpassenderweise vom novus ordo des Römischen Ritus kopiert haben und zu ihrer originalen Zelebrationsrichtung nach Osten zurück zu kehren.


Besuch aus Sizilien beim Papa emeritus - Fundstück

Gefunden bei BenoîtXVI-et-moi, die den Originaltext der facebook.Seite der Gemeinde Maria Santissima dell´Elemosina aus Biancavilla, deren Delegation-wie auch voriges Jahr-in den letzten Tagen den Papa emeritus besuchte, übersetzt hat-merci!  klicken
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"Wie auch voriges Jahr hat eine Delegation der Gemeinde Maria Santissima dell´Elemosina in den letzten Tagen Papa emeritus Benedetto besucht.


           
               "MARIA SANTISSIMA DELL´ ELEMOSINA BEI PAPST BENEDIKT" 

Im Rahmen ihrer Pilgerfahrt nach Rom hat eine Delegation der Vereinigung Maria Santissima dell´ Elemosina, angeführt vom Erzbischof von Catania, Msgr. Salvatore Gristina, am Sonntagnachmittag des 4. Septembers Seine Heiligkeit im Inneren der Vaticanischen Gärten und haben eine Original-Byzantinische Ikone. Ebenfalls anwesend war Bischof Giuseppe Sciacca, Propst Don Pino Salerno, der Vikar der Gemeinde Don Giambattista Zappala und Don Massimiliano Parisi.

Papst Benedikt hatte die Gelegenheit das Marienporträt aus der Nähe zu bewundern, vor dem er den Hl. Rosenkranz rezitierte. Mit den Pilgern hat Benedikt XVI das Salve Regina intoniert, den anwesenden Personen seinen auf die Kirchengemeinde ausgedehnten Segen erteilt. Die Gläubigen von Biancavilla haben vor dem emeritierten Papst die populäre Hymne an die Hl. Jungfrau dell´ Elemosina "Madre d´amore" gesungen.  

Der Hl. Vater hat an die Begegnung vom 19. Oktober 2015 mit mehreren Gläuboigen und dem Propst erinnert, wo es zu einem Austausch von Geschenken kam (bei dieser Gelegenheit schenkte Benedetto der Basilika von Biancavilla einen päpstlichen Pileolus  und eine Stola, die heute in der Sakristei ausgestellt sind.)
Als er die in seiner Augenhöhe auf einer Staffelei aufgestellte Ikone betrachtete, betonte der Theologenpapst die Schönheit der Ikone und ihre Fähigkeit die Liebe Gottes auf figurative Weise auszudrücken: "Das ist die Zärtlichkeit Gottes" hat er ausgerufen als er die Ikone ansah und ließ diesen Worten eine intensives kontemplatives Schweigen folgen.

Auf die Frage "Heiligkeit, wie geht es Ihnen?" antwortete er lächelnd:"Ich bin dem Himmel näher."
Der emeritierte Papst, der 89 Jahre alt ist, war klar und schien in guter Form, trotz seiniger Beweglichkeitsprobleme. Die anwesenden Jungen waren glücklich, ihn bei kleinen Platzwechseln stützen zu können.


Verhüllen wir Unsere Liebe Frau aus Angst vor den Muslimen?

Das fragt Alberto Carosa in "The Remnant" und stellt der ebenso feigen wie armseligen Verhüllungsaktion von Rimini das Vertrauen der Christenheit in die Unterstützung der Hl.Jungfrau
bei der Seeschlacht von Lepanto gegenüber.
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"ANTI-LEPANTO: UNSERE LIEBE FRAU AUS ANGST VOR DEN MAUREN ZU VERSTECKEN!
"Unser Herr hat seinen Jüngern gesagt, daß die Verkündung des Königreiches Gottes sehr wahrscheinlich Widerstand, Feindseligkeit und sogar Verfolgung hervorrufen wird. Unter diesen Umständen, sagte Jesus "Jeden, der mich vor den Menschen verleugnet, werde ich vor meinem Vater. der im Himmel ist, verleugnen. (Matth. 10, 32-33)
Man kann dieses Konzept auch gut nicht nur auf Unseren Herrn sondern auch auf Unsere Liebe Frau, die Jungfrau Maria, anwenden: das ist genau die Überlegung, die mir sofort in den Sinn kommt, wenn ich daran denke, was am 19. - 21. August in Rimini während des jährlichen von Comunione e Liberazione organisierten Treffens passierte, als die Statue der Jungfrau Maria mit einem Tuch bedeckt wurde "um Zusammenstöße" zu vermeiden und religiöse Bilder entfernt wurden, aus Angst vor islamischen Extremisten -wie nicht nur IlGiornale berichtete, sondern auch andere Tageszeitungen wie Repubblica und Il Tempo.

Mit den Worten der Shalom Publishing House-Repräsentantin war es, als würde Unsere Liebe Frau, die Madonna,"- (Shalom Publishing ist immer eine Hauptattraktion beim CL-Treffen in Rimini auch durch den Verkauf religiöser Bücher, von Rosenkränzen und Postern und Sakralen Gegenständen) unter Bestrafung stehen.

Die Repräsentantin wurde weiter zitiert, wie sie den Fernsehreportern der Repubblica sagte, daß die Organisatoren des Rimini-Treffens sie nicht aufgefordert hatten, die Statue abzudecken, sondern daß sie sich aber dazu entschlossen hätte "weil ich mich verantwortlich gefühlt hätte, wenn etwas passiert wäre."
Im Kommentar von IlGiornale ist das das Ergebnis des Terrors, den die letzten ISIS-Attacken bei den Katholiken von Comunione e Liberazione hervorgerufen haben. "Das kommt von diesen Angriffen, die sie ausführen. Sie hassen die Madonna und dann, um Ärger zu vermeiden, haben wir sie verdeckt." fuhr die Frau fort und bezog sich auf Islamistische Fundamentalisten.
Wir hätten sie entfernen sollen, sogar weil hier so viele Religionen sind und hier Bilder waren, die zu entfernen wir gebeten wurden, Um Zusammenstöße zu vermeiden."

Selbst wenn die folgende Flut von Reaktionen durchweg von den Mainstreammedien ignoriert wurde, hat die Entscheidung, die Statue Unserer Lieben Frau zu verdecken in den sozialen  Netzwerken einen Sturm von Kritik hervorgerufen, einschließlich der von 2 Bischöfen.
Als Sprecher der vielen Gläubigen, die ihn durch die sozialen Medien kontaktierten, hat der Bischof von Ascoli Piceno, Msgr, Giovanni D´Ercole, das Management des Rimini-Treffens aufgefordert, die Abdeckung, die die Madonna bedeckte, sofort zu entfernen. Diese Entscheidung sei um so unverständlicher- erklärte er im Licht seiner persönlichen 10-jährigen Erfahrung als Missionar in der Elfenbeinküste in Afrika, als er dort erfahren hatte, daß die "Jungfrau uns nicht trennt, sondern vereint und von Gläubigen anderer Religionen- einschließlich des Islams- geliebt und verehrt wird,"


Montag, 5. September 2016

Als kleine Nachtmusik

      -aber dieses mal nicht vom Wolferl sondern vom Thomaskantor

              


"Dir, dir Jehova will ich singen;
denn wo ist doch ein solcher Gott wie du?
Dir will ich meine Lieder bringen,
ach, gib mir deines Geistes Kraft dazu,
dass ich es tu im Namen Jesu Christ,
so wie es dir durch ihn gefällig ist.


Über die Unvereinbarkeit von Bibel und Koran oder das folgenreiche Mißverständnis der Ringparabel

Chaim Noll räumt nicht nur mit der bei unseren Orientromantikern verbreiteten Fehleinschätzung des Islams als den beiden wirklich abrahamitischen Religionen ähnlich auf und der Illusion, daß sie-wie in der Ringparabel so schön wie falsch dargestellt- je eine andere Seite der gleichen Medaille seien, er erklärt seinen Befund auch historisch fundiert.
Der Titel seines sehr lesenswerten zweiteiligen Essays ist

"Bibel und Koran"
Die Nähe und das Unvereinbare zweier Konzepte.

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und zur Fortsetzung hier klicken

Ein Ausschnitt über die Kompromißfähigkeit der Muslime, an die unsere interreligiösen Dialogisierer so verzweifelt glauben wollen.

"Die Unfähigkeit der islamischen Fraktionen, sich auf eine verbindliche Textfassung zu einigen, deutet auf eine gering entwickelte Kultur der Konsensfindung, eine geringe Bereitschaft zu sinnvollen Kompromissen, die sich auch auf andere Bereiche des Lebens auswirken muss. Morris S.Seale, mit seinem anthropologischen Ansatz, führt diese Schwäche auf die bis heute spürbare nomadische Prägung des Islam zurück: „Um in der Wüste überleben zu können, musste der Nomade zu jeder Zeit Stärke beweisen, allzeit bereit sein, seine Rechte und seine Ehre zu behaupten, und durfte niemals einen Hauch von Moderation oder Kompromiss sichtbar werden lassen, die als Schwäche hätten ausgelegt werden können (…) Es war die Philosophie (der Wüste) zu morden oder gemordet zu werden, zu rauben oder der Beraubte zu sein.“

Sonntag, 4. September 2016

Charlie Hebdo & das Erdbeben in Italien


Peppino Zola kommentiert die unsäglich dumme Zeichnungen von Charlie-Hebdo zum Erdbeben in Italien, die vom Stil her merkwürdigerweise stark an den "Stürmer" erinnern. Vielleicht sind diese Schmierereien auch Ergebnis einer posttraumatischen Störung nach dem Massaker. Daß die Geschmacklosigkeit Programm ist, wußten wir ja schon. Das Original in La Nuova Bussola Quotidiana kann man hier lesen:  klicken

  "WER ÜBER GOTT SPOTTET,  KANN DEN MENSCHEN NICHT RESPEKTIEREN"
"Das blutige Massaker, das im Namen Allahs an den Redakteuren von Charlie Hebdo durch die schrecklichen und grausamen islamistischen Terroristen begangen wurde, macht uns aus Pietät bei der Beurteilung der Verantwortung jener Zeitschrift "im Namen der unantastbaren Satire" vorsichtig und zurückhaltend.

Man aber auch die Zivil- und Kulturcourage haben, ein klares, nicht gewaltsames Urteil dazu abzugeben, was dieses Blatt schreibt, besonders in einer globalisierten Welt, in der alle alles beurteilen- auch mit Hilfe der neuen Kommunikationsmittel.
Die französische Zeitschrift kann aus bestimmten Gründen der Barmherzigkeit keine kulturelle Freizone sein, zu der niemand Zutritt hat, Mörder, islamische Terroristen- nur die Redakteure von Charlie Hebdo sind frei, zu veröffentlichen, was sie wollen und wir, das zu beurteilen.

Und deshalb erlauben wir uns, offen und ohne Zurückhaltung die Zeichnungen zu verurteilen, die diese Zeitschrift gegenüber den Opfern des Erdbebens kühn (nicht mit Mut zu verwechseln, weil es keinerlei Mut erfordert, unschuldige Opfer zu verspotten) veröffentlicht hat, Opfer des Erdbebens das in der wunderschönen Gegend von Amatrice um die 300 Tote forderte.

Das, was besonders erschüttert, ist das absolute Fehlen eines minimalen menschlichen Respekts gegenüber auf so dramatische und blutige Weise getöteten Männern, Frauen und Kindern.
Auch wirkliche Satire-Autoren widmen - besonders wegen tragischer und unvorhersehbarer Ereignissen getöteten Menschen- poetische und berührende Zeichnungen. Man kann also eine positive und konstruktive Satire angesichts der Konfrontation mit dem Tod machen: in unserem Fall nichts Derartiges. Nur grausamer und sinnloser Spott.

Eine kleine Sonntagsmusik

           
         

Socci: Neue Show des Papstes für Soros.....


A. Socci kommentiert bei Il Libero auf seine Weise den gestern begangenen Gebetstag zum Schutz der Schöpfung" und die der Reihe nach zum Spenden antretenden Milliardäre.
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                     "NEUE SHOW DES PAPSTES - SOROS GEWIDMET"
"Genau in dem Augenblick als das italienische Außenministerium die Ankunft einer neuen Welle von Migranten in Italien ankündigte (weitere 13.000 in nur 4 Tagen, damit sind wir bereits bei 145.000 angekommenen Migranten angelangt, während es 2015 nur 103.000 waren), genau in dieser Stunde- sage ich- hat Papst Bergoglio ein neues soziales Dikasterium gestartet, in dem er selbst -persönlich- die Sektion "Migranten" übernimmt, um seinen Druck zum Abbau der Grenzen in Europa auf ein Maximum erhöhen zu können.

Inzwischen ist die Emigration für ihn mehr als eine Obsession: sie ist ein ideologisches Dogma, mit dem er die zweitausendjährigen Pfeiler der Katholischen Kirche ersetzen will.
Der Gedanke stört ihn nicht, daß die Emigration in sich eine Tragödie ist,  die man verhindern müßte (sei es wegen der Ursprungsländer, sei es für die, die weggehen, sei es für die Aufnahmeländer).

So wie ihn die Krise unseres Sozialstaates indifferent läßt, dem es nicht mehr gelingt, auch nur die ärmsten Teile der eigenen italienische Bevölkerung noch zu unterhalten.
Er ist aber auch indifferent für das enorme Problem, daß sich die muslimische Immigration in Europa als unseren Werten nicht assimilierbar erwiesen hat, manchmal empfänglich für die gewaltsamen oder terroristischen Predigten.
Die Bergoglio-Propaganda für eine uneingeschränkte Einwanderung, die im Juli 2013 mit der Reise nach Lampedusa begann (die wie eine Einladung an den afrikanischen Küsten ankam), war besonders für Italien besonders katastrophal.
Die jüngste Ausgabe von "Limes", die der Emigration gewidmet ist, enthüllt die Neuigkeit von 2016: "jetzt sind wir aus einem Transitland zu einem Zielland geworden."

Die geopolitische Zeitschrift fügt hinzu: "Italien hat die Haut gewechselt" und "stellt sich die Veränderungen, die eine so tiefgreifende Wirkung auf Italien und sein soziale und politisch-institutionelle Strukturen haben könnten, so vor, daß sie keine Tränen produzieren. Und dennoch scheint das die Haltung unserer regierenden Klasse zu sein.
Leider unterschätzt die Bergoglio-Links-Achse nicht das Problem,  sondern-schlimmer- schätzt es als positiv ein. Im vergangenen März hat Bergoglio offen zugegeben, daß eine arabische Invasion stattfindet, aber daß das keine negative Sache ist.

Darüber hinaus hat er den Islam auf jede Weise gerechtfertigt und gepriesen, während auf die Katholiken und den Westen ein Hagel von Vorwürfen niedergeht.
Bergoglio scheint einem nihilistischen Zerstörungsprojekt gegen die Identität der Völker der Kirche selbst zu folgen, dem wir seit 3 Jahren in einem radikalen Richtungswandel beiwohnen.

DAS AUF-DEN-KOPF-STELLEN
Bis zu Johannes Paul II und Benedikt XVI - in  der Kontinuität von 2000 Jahren- war die grundlegende Mission, eine spirituelle (die ewige Erlösung) im Zentrum der Sorgen und der Arbeit der Kirche, die Evangelisierung (um der Dechristianisierung ganzer Völker entgegen zu wirken) und die Verteidigung des Lebens und der Familie als Fundamenten des Menschlichen, die von den modernen Ideologien angegriffen werden.


Samstag, 3. September 2016

Kirchenlehrer sofort!

Br. Michael Baggot, LC, fordert das in einem sehr lesenswerten Beitrag bei firstthings zu Recht.
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                                            "KIRCHENLEHRER SOFORT"
Wenn das letzte Interview in Buchlänge des Papa emeritus Benedikt XVI -"Letztes Testament- in seinen eigenen Worten" im November erscheint, werden wir die letzte Hinzufügung des Pontifex zu seinem weiten Schriftwerk erhalten. Es wird eine Gelegenheit für uns sein, die vielen Beiträge zu reflektieren, die der emeritierte Papst der Kirche durch seine Schriften und die Jahre seines Dienstes gegeben hat.

Wenn ich noch in der Ewigen Stadt lebe, wenn der Papa Emeritus von diesem ins nächste Leben hinüber geht, plane ich, eine Gruppe anzuführen, die auf dem Petersplatz Spruchbänder mit den Worten "Dottore della Chiesa subito!"zeigen.
Während die meisten Zuschauer nur eine schnelle Übersetzung brauchten, um die Rufe "Santo subito!" zu verstehen, die nach dem Tod Johannes Pauls II in Rom erklangen, wird unsere Gruppe von Benedikt-Unterstützern sicher einigen Pressevertretern die Voraussetzungen zur Ernennung zum Kirchenlehrer erklären müssen.

Zusätzlich dazu die Kirche durch ein Leben bemerkenswerter Heiligkeit aufzubauen, macht ein Kirchenlehrer durch sein Predigen und Schreiben einen speziellen Beitrag zum theologischen Erbe der Kirche. Seine Werke beweisen sich durch die Zeiten für ein weitaus größeres Publikum als die kleine Gruppe von Berufstheologen als wertvoll.
Keiner der gegenwärtigen 63 Lehrer würde sich rühmen, dem von den Aposteln überlieferten Glauben auch nur ein Iota hinzugefügt oder weg genommen zu haben.
Sie waren eifrige Hüter eines wertvollen Erbes. Dennoch- gruben sie -nach Gottes Vorhersehung (und manchmal mit Hilfe der einen oder anderen Erscheinung) in den Tiefen des Depositum Fidei und drückten es in einer Sprache aus, die geeignet war, ihren Zeitgenossen und deren Nachkommen zu helfen, das ewige Evangelium besser zu verstehen und zu leben.
Wenn man das Leben und die Werke des Papa Emeritus überdenkt, ist es schwer, an einen anderen Katholischen Denker zu denken, der seit dem II. Vaticanischen Konzil so sehr die Theologie der Kirche geformt hat. Die heroische Sorgfalt, Mut und Demut, mit denen er seine pastorale Berufung gelebt hat, zeigen, daß Heiligkeit in die Handlungen eines intellektuellen Riesen - wert des Titels eines Kirchenlehrers - eingegossen war.

Obwohl die Welt ihn durch ein päpstliches Lehramt eindrucksvoller Enzykliken, Reden in den größten Hauptstädten der Welt und systematischen Mittwochsaudienzen kennen lernte, war Joseph Ratzinger bereits vor seiner Wahl auf den Stuhl Petri im April 2005 ein großer Theologe. Nachdem er bereits 1968 durch seine "Einführung ins Christentum" die Aufmerksamkeit führender Theologen erregt hatte, wurde der deutsche Theologe 1981 zum Leiter der Glaubenskongregation ernannt.
In dieser Funktion überwachte er .die wichtigen Antworten der Kirche auf die heißen Themen.
Die Anforderungen seines Amtes mögen ihn davon abgehalten haben, das theologische Werk seiner Träume zu schreiben, aber Ratzinger hat die vielen Reden, um die er, während seines mehr als 20 jährigen Dienstes gebeten wurde, zu einflussreichen Publikationen gesammelt hatte.
Während sein Dienst Ratzinger nicht den Status des charismatischen Papstes, dem er diente, eintrug, waren sich die, die sich für die Kirchenangelegenheiten interessierten, des Einflusses des Deutschen Theologen bewußt.


Der Papst vergibt auch dem China Maos......

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die merkwürdige China-Politik des Papstes.
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"PAPST FRANZISKUS ENTSCHULDIGT AUCH DAS CHINA MAOS:  AKZEPTIEREN LÄCHELN UND VORWÄRTS GEHEN.


Indem er Franziskus bzgl. der laufenden Verhandlungen zwischen dem Hl. Stuhl und China zitiert, hat Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär, die beiden obersten Kriterien herausgestellt, an denen der Papst seine Aktionen ausrichtet: Realismus und Vergebung.
Im Endeffekt waren diese Kriterien auch im erinnerungswürdigen Interview enthalten, das am vergangenen 2.Februar 2016 von Papst Franziskus der Hong Kong "Asia Times" online gegeben wurde.
"Begegnung durch den Dialog" 
Dieses Interview war ein hervorragendes Beispiel für eine bis ins Extrem ausgedehnte Realpolitik.Es war das wegen seines gewollten, mit dem Interviewer berabredeten- Schweigens zu den Fragen zu Religion und Freiheit.
Das war es wegen der Worte, mit denen der Papst en bloc der Vergangenheit und Gegenwart Chinas die Absolution erteilte und ihnen riet, "!den eigenen Weg, so wie er war, zu akzeptieren" wie "Wasser, das fließt" und alles reinigt, auch die Millionen von Opfern, die der Papst auch nur flüchtig zu erwähnen, sich hütete.
Nun bietet einer unserer aufmerksamen Leser uns bezüglich dieser beiden Kriterien zwei  sehr nützliche Prüfsteine für die Untersuchung sowohl des einen als auch des anderen an.
Was den Realismus angeht-sagen Bergoglio und Parolin- lehnt der "die Logik des alles oder nichts"
ab und macht sich auf den Weg, der es ermöglicht sich mit den anderen zu versöhnen"- das ist ein Zitat eines der Großmeister dieser Materie, dem früheren amerikanischen Außenminister Henry Kissingers, der über eine bestimmte Art der Entspannunspolitik mancher westlichen Regierungen gegenüber der Sowjetunion schrieb:

"Alle westlichen Regierungen müssen ernsthafte Anstrengungen unternehmen, um Spannungen abzubauen und die verbleibenden Differenzen durch Verhandlungen zu lösen. Aber das Problem für den Westen ist jetzt viel größer. In unseren Ländern hat über die Tendenz die Entspannung als eine Art Theater zu betrachten, mit anderen Worten, in dem es noch nicht ein solches Gleichgewicht der nationalen Interessen gibt, wohl aber auf der Grundlage der strategischen Realitäten verbunden mit einem Bemühen guten Willens zu Verhandlungen, in deren Verlauf Dank des Verständnisses und der Überzeugung man auch den Verdacht eines Landes besänftigen konnte, indem man voraussetzte , daß es keinen anderen Grund hatte, Aggressionen zu entfesseln. Diese Tendenz die Entspannung wie eine psychotherapeutische Übung zu betrachten, oder als Versuch, gute persönliche Beziehungen zu schaffen, oder auch als ein Versuch einzelner Führer, die Gunst der öffentlichen Meinung zu gewinnen, indem man bewies, privilegierte Beziehungen zu Moskau zu haben, ist eine Katastrophe für den Westen."
Was dagegen das andere Kriterium. das des Vergebens, der Barmherzigkeit und der Versöhnung angeht, hier einige Zitate aus einem Beitrag des Philosophen und Psychologen Giovanni Cucci, einem Jesuiten und Mitarbeiter der "Civiltà Cattolica", mit dem Titel " P wie Perdono" ( V wie Vergebung), 2011 bei Citadella herausgegeben:

"Die Vergebung bleibt eine freie Handlung, nicht geschuldet und schwierig, weil sie nicht eine Art Zauberstab ist, die das Böse verschwinden lassen kann und alles dahin zurückbringt, wo es vorher war." (S.6)
"Ohne eine vorherige Arbeit zu den eigenen Gefühlen und besonders zum Zorn, besteht das Risiko einer erzwungenen Versöhnung, oberflächlich, die dazu führt zuletzt die Beziehung zu ......., und zur Entfernung der Personen voneinander an Stelle einer Annäherung." (S. 14-15)
Die Wiederversöhnung ist eine andere Geste, ....., die sicher den Prozess des Vergebens vollendet aber nicht von selbst eintritt....er erfordert ein ausdrückliches Verlangen nach Vergebung seitens des Verletzers -als vorausgehendem Schritt- ein Verlangen, das letztendlich nur glaubhaft sein kann, wenn durch konkrete Geste um das Böse wieder gut zu machen, umgesetzt wird. (S.15)
Während der Vergebung muss man mit sich selbst ehrlich sein. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem "Pardonismus"- der leichten, billigen Vergebung, zu hüten, die auf  Kosten der Anerkennung der Schwere dessen, was passiert ist, eine neue Form von Ungerechtigkeit und Gewalt werden kann.(S.18)
Vergebung gehört zur Kategorie der Geschenke, des Unvorhergesehenen, die vorbereitet, angenommen, aber nie geplant werden können.Vergeben bleibt immer eine freie Entscheidung dessen, der das Schlechte erlitten hat." (S.31)


Freitag, 2. September 2016

Neues zur gefährlichen Ideologie des Transhumanismus, zu Trisomie und Eugenik und Übermenschen in der Kultur des Todes

Interview mit Jean-Marie Le Méné zum Thema "Transhumanismus und seine Opfer" mit Correspondance Européenne, 
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Frage: "Ihr Buch ist ein aufrüttelnder Alarmschrei angesichts des Willens zur totalen Auslöschung von Menschen mit Trisomie: worum handelt es sich genau?"

Antwort:
"Es geht nicht um eine kommende Auslöschung sondern um eine bestehende Tatsache, 96% der diagnostizierten Trisomie-Träger werden vor ihrer Geburt abgetrieben. Eine praktisch völlig ausgelöschte Population die mit dem Brandzeichen der überzähligen Chromosoms gezeichnet ist.
Die die schon empfangen wurden, sind bereits verurteilt. Es ist das erste mal in der Geschichte, daß eine Gesundheitspolitik eine Krankheit tödlich werden läßt, die es nicht ist."

"Der Ausgangspunkt Ihres Buches ist die Marktzulassung eines "nichtinvasiven Tests" der es 
erlaubt Kinder mit Trisomie "risikofrei" zu entdecken: "wo sind wir bei der Verbreitung eines 
solchen Tests? Sein Ziel ist es nicht, zu behandeln sondern zu eliminieren, ohne daß das
irgendwen zu stören scheint, weder Ärzte noch Politiker?" 

"Es gibt eine intellektuelle, politische und mediale Pseudo-Elite, die sich sehr gut, mit
der Eugenik der Trisomie anfreunden kann und die das mit drei Argumenten rechtfertigt.
Kinder mit Trisomie begegnen einer Art von Aversion, sie kosten die Gesellschaft viel Geld,
und die technische Wissenschaft erlaubt uns uns ihrer sauber zu entledigen.
Diese angebliche Elite folgt der "großzügigen", aber geschichtsvergessenen eugenischen Ideologie,
und sieht keinerlei Hindernis, aus Mitleid eine ganze Population auf Grund ihres nicht perfekten Genoms auszulöschen.
Nachdem sie diese Überschreitung schon seit langem akzeptiert hat, sieht sie nur Vorteile darin,
einen neuen Test zu akzeptieren, der als nicht-invasiv qualifiziert wird und es zuläßt, die riskante Technik der Amniozentese aufzugeben.
Das ist explizit die Argumentation des beratenden nationalen Ethikrates. Das einzige Problem ist
nur das der Kosten. Der Test wird Frauen vorgeschlagen und von den Krankenversicherungen bezahlt werden und das, was sich in den kommenden Monaten abpeilen wird, wird nicht mehr kosten als als vorhergehende System.

"Was ist der Hauptmotor dieser Entwicklung, der Mythos vom "perfekten Baby" und/oder die zu erwartenden Profite durch die Kommerzialisierung des Tests?"

"Die Firma Sequenom, über die ich die Untersuchung für mein Buch gemacht habe, hat
die Entwicklung ihres Angebotes auf die Tatsache gegründet, daß die Früherkennung der Trisomie ein "notwendiges Übel"ist , einerseits- und weil es andererseits eine wichtige gute Gelegenheit auf dem Markt ist.
Warum ein notwendiges Übel? Weil die Früherkennung der Trisomie die praktisch  totale Abtreibung nach sich zieht.
Man sieht sich also objektiv einem todbringenden Markt gegenüber, der umso mehr einbringt, je effektiver er ist. Das ist das, was ich als eine auf einem fortlaufenden Genozid beruhende Rendite ist."
Je mehr Trisomieträger man eliminiert, desto mehr bringt es ein.
Dieser ultraliberale Libertismus ist anders aber ebenso wirkungsvoll wie die Ideologie, die vor dem Krieg in Deutschland herrschte.
Unser juristischer Positivismus macht jede Überschreitung möglich. Das Gesetz ist nicht dazu da, gerecht zu sein. sondern um die Regel eines wechselnden Spieles zu sein, das sich augenblicklich an der Macht befindlichen politischen Gruppe anpaßt. Es ist ein angelsächsisches Konzept des Rechtes für das Recht, ein Triumph des Rechts aber eine Niederlage der Gerechtigkeit."


Papst Franziskus, die Kurienreform und die Migranten, oder das neue Superdikasterium

Giuseppe Rusconi stellt in la rossoporpora einige Überlegungen zu der am 31.8. verkündeten Schaffung eines neuen Superdikasteriums der Kurie an, bei der auf dem Weg zur Kurien"reform" gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden,  so wurden u.a. durch die Zusammenfassung mehrerer bisheriger Kongregationen zu einer-gleich mehrere Prälaten praktisch aus Leitungsfunktionen entfernt, die man eher der Ratzinger-Linie zuordnen konnte. (u.a. Bischof Clemens und Kardinal Rylko)
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                                  "MIGRANTEN: DER PAPST IN AKTION"

"Heute hat der Vatican die Schaffung eines neuen Dikasteriums angekündigt, "im Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung", in dem eine Sektion vorübergehend vom Papst geleitet werden wird ("für die Flüchtlinge und Migranten").
In der italienischen Gegenwart- bereits jetzt durch die schmerzhaften und schwerwiegenden sozialen Konsequenzen des Erdbebens von vor einer Woche in Amatrice, Accumoli und Pescara del Tronto gezeichnet (die Zahl der Toten nimmt weiter zu, während viele jener, die alles verloren haben, gezwungen sind, in Zelten zu leben) erhebt sich machtvoll die sehr delikate Frage der Immigration im Mittelmeer: es genügt, daran zu denken, daß innerhalb der letzten 4 Tage mehr als 13.000 Personen an den Küsten der Halbinsel gelandet sind. Und die Vorhersagen für den September sind noch schlimmer.

Genau heute morgen, hat das Pressebüro des Vaticans die Vereinigung der Dikasterien des Päpstlichen Rates für die Migranten, für "Gerechtigkeit und Frieden, Cor unum und der Pastoral der Gesundheitsdienste zu einem einzigen Dikasterium "für den Dienst an der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung" bekannt gegeben.
Geleitet von Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson (der der UNO sehr nahe steht und exzellente Beziehungen zu den Haupt-"Philanthropen", Milliardären und Globalisten hat).
Das neue Dikasterium wird eine Sektion von offensichtlicher Wichtigkeit beherbergen, die den Flüchtlingen und Migranten gewidmet ist und "ad tempus" ( liest man im Motu Proprio) unter die Leitung des Souveränen Pontifex gestellt, der diese Leitung "so lange er es für richtig hält", ausüben wird.


Franziskus´ Heiligsprechungen sind nicht unfehlbar...

Peter Crenshaw schreibt bei The Remnant seine Meinung über die Unfehlbarkeit der Heiligsprechungen durch Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original:  klicken

         "FRANZISKUS´ HEILIGSPRECHUNGEN SIND NICHT UNFEHLBAR"
Seit den Kanonisierungen Johannes Pauls II und Johannes XXIII ist in Katholischen Kreisen viel Tinte über die Frage vergossen worden, ob Heiligsprechungen unfehlbar sind. Unglücklicherweise hat jedes Argument, das ich zu diesem Thema gelesen habe, den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.
Am 28. März habe ich einen Artikel mit dem Titel "Des Teufels Advocat: "Wird der Hl. Johannes Paul II die Tür für nichtkatholische Heilige öffnen?" geschrieben und dabei diesen einfachen Gesichtspunkt gemacht:  "Das Konziliare Konzept der Unfehlbarkeit."

Die katholische Enzyklopädie stellt fest:
..."alle Argumente der Theologen über die Päpstliche Unfehlbarkeit bei der Kanonisierung von Heiligen basieren auf der Tatsache, daß bei einer solchen Gelegenheit die Päpste glauben und bestätigen, daß die Entscheidung, die sie bekannt geben, unfehlbar sind.

Deshalb sollten wir uns fragen, welches das konziliare Konzept der Unfehlbarkeit ist. Ist es ein kollegiales Verständnis der Unfehlbarkeit, getrennt und abseits des Katholischen Verständnisses, das die Unfehlbarkeit direkt mit dem Papstamt verbindet?
Glaubt darüber hinaus Franziskus in dieser ökumenischen postkonziliaren Ära, in der die Unfehlbarkeit nie beschworen wird, daß Heiligsprechungserklärungen wirklich im katholischen Wortsinn unfehlbar sind?  
Was ist mit den kanonisierten Heiligen der Vorkonzilskirche, die jetzt den postkonziliären ökumenischen Päpsten peinlich sind?  Würde Franziskus seinen Anglikanischen, Orthodoxen und Protestantischen Brüdern und Schwestern erzählen, daß diese sehr unökumenischen, präkonziliären Heiligen unfehlbar richtig waren? Und wenn er es nicht täte, wie kann er glauben, daß seine eigenen Kanonisierungen unfehlbar sind?

Was jeder bei der eine Analyse dieser Frage vermißte und immer noch vermißt, ist die Tatsache, daß der Papst zuerst glauben muß. daß die Entscheidung, die er bei einer Kanonisierung veröffentlicht unfehlbar ist, In der Vergangenheit wurde dieser Punkt so angenommen. In unserer aktuellen Zeit aber kann sie -wie ich oben gezeigt habe- nicht mehr vorausgesetzt werden.

Bischof Bernard Fellay, Ordensgeneral der FSSPX,  hat am 16. August 2016 eine Pressekonferenz gegeben. Bei Minute 11, 24´´ des Videos stellt er Folgendes fest: "Papst Franziskus glaubt nicht, daß die Heiligsprechungen unfehlbar sind."

           

Das würde vollkommen Sinn machen und mit Franziskus´ bisheriger Theologie und Aktionen übereinstimmen.
Um Bischof Fellays Aussage Glaubwürdigkeit zu verleihen, sollten wir uns an die unglaublichen Neuigkeiten im April erinnern, daß Franziskus Theologen wie Hans Küng erlauben würde, offen das Unfehlbarkeitsdogma zu diskutieren. Hans Küng hat auf die mit "Lieber Bruder" beginnendem päpstliche Epistel am 20. März (begeistert und servil) mit einem offenen Brief geantwortet.

Text des Briefes in The Remnant, s.o.

Deshalb -wenn das, was Bischof Fellay sagt, wahr ist (und wir haben keinen ernsthaften Grund das zu bezweifeln) - treffen alle Argumente der Neo-Katholiken und Sedisvakantisten, ob seine Heiligsprechungen unfehlbar sind oder nicht, auf Franziskus´ Kanonisierungen nicht zu. Weil jedes ihrer Argumente, wie das der Theologen vor ihnen, daran hängt, daß der Papst selbst daran glaubt, daß sein Dekret unfehlbar ist.
Wenn dieser Achsnagel entfernt wird, zerfällt ihre gesamte Argumentation." 

Quelle: TheRemnant, Peter Crenshaw






Donnerstag, 1. September 2016

Roberto De Mattei: Spirituelles Erdbeben im Inneren der Kirche

Roberto De Mattei kommentiert bei Il Tempo mögliche Reaktionen des Papstes auf das Erdbeben in Umbrien und auf das Erdbeben im Inneren der Kirche.
Hier geht´s zum Original: klicken


           "ERDBEBEN SPIRITUELLER NATUR SIND SCHWERWIEGENDER"


"Während des Angelus vom 28. August hat Papst Franziskus angekündigt, daß er die Erdbebenopfer in Latium, Umbrien und den Marken "so bald wie möglich" besuchen wolle, um ihnen persönlich den Trost des Glaubens, eine brüderliche und väterliche Umarmung und die Unterstützung durch die Christliche Hoffnung zu bringen."

Das "so schnell wie möglich" ist nicht an die Agenda des Papstes gebunden, die es ermöglichen würde sofort dorthin zu fahren- aber dabei ist zu vermeiden, die Arbeit der Männer der Feuerwehr, der Zivilverteidigung und der Polizei zu behindern.
Wie Andrea Tornielli erinnert, war der Blitzbesuch von Johannes Paul II, 48 Stunden nach dem Erdbeben, das am 23. November 1980 Kampanien und die Basilicata traf, Anlaß zu hitzigen Polemiken.
Da waren die, die sagten, daß Johannes Paul II die Rettungsarbeiten behindert und die Polizeikräfte von wichtigeren Aufgaben abgehalten hätte.
Benedikt XVI dagegen wartete 22 Tage, bevor er das durch das Erdbeben vom 6. April 2009 zerstörte Aquila besuchte und 36 Tage, bevor er nach dem Erdbeben vom 20. Mai 2012 nach Emilia fuhr.

Die Entscheidung, den Besuch zu verschieben, erscheint daher aus verschiedenen Gründen opportun. In den ersten Wochen nach der Katastrophe brauchen die Erdbebenopfer vor allem materielle Hilfe, In den folgenden Monaten, wenn ihre Situation es nicht mehr in die Schlagzeilen schafft, fühlen sie sich verlassen und brauchen spirituelle und moralische Unterstützung. Und niemand anderes als der Papst kann diese Hilfe leisten, die vor allem darin besteht, an alles zu erinnern, was im Christlichen Leben Bedeutung hat, selbst die schlimmsten Katastrophen.

Das ist die Antwort, die man Leuten-wie Eugenio Scalfari- geben muß, die in La Repubblica vom 28. August sowohl über das Erdbeben in Amatrice als auch die anderen Übel der Welt predigen und sich nach dem Warum-nicht nur des Bebens, das Mittelitalien verwüstete- sondern auch für das Chaos, das die Welt umkrempelt fragen und im kosmischen Pessismismus Leopardis*  nach der Antwort suchen.

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes