Donnerstag, 29. Juli 2021

Fr. Hunwicke spricht...

spricht bei liturgicalnotes heute über den ewigen Gegensatz zwischen Altem und Neuen Ritus.
Hier geht´s zum Original:   klicken

         "WER WILL DEN NEUEN RITUS WIRKLICH?"

LITURGIE 

Die Kirche des Hl. Nicolas von Tolentino in der Diözese von Clifton hat es mit ihren LGBT-Messe vor einigen Wochen in die Nachrichten geschaffft. Als ich das Video anschaute, kam mir ein Gefühl wieder hoch, das ich schon einmal hatte. Wer will eigentlich die Ordentliche Form des Römischen Ritus? 

In großen und kleinen Dingen, ist die Liturgie von Tolentino ein Beispiel für die beunruhigende Tatsache...daß niemand sie will. Der Zelebrant trug keine Kasel, aber eine merkwürdig fahle Stola mit einer Quaste auf dem Rücken. Er hat nicht einmal eine Kniebeuge gemacht.o.K. Vielleicht ist er zu alt und schwach, um zu knien. Vielleicht ist seine Kirche zu arm, um sich eine Kasel leisten zu können. Aber er hat auch an einem Werktag in Credo eingefügt; ein Credo zudem, das keinerlei Ähnlichkeit mit irgendeinem Credo hat, das die Kirche je zugelassen hat. Der Zelebrant hat offenbar die Fraktion während der einleitenden Lesung vorgenommen, als ob diese Lesung eine Art Inszenierung des Letzten Abendmahls war.

Und ich habe nicht den ganzen Ritus angesehen; ich habe nur schnell durchgeblättert. Aber ich habe genug gesehen, um klar zu machen, daß der Tagesordnungspunkt "endlose Kreativität" war. 

Früher in der Geschichte unseres Ordinariates hat uns ein angesehener Dozent gesagt, daß "Ungehorsam“ ein Teil des "anglikanischen Erbes“ sei, das wir nicht mitbringen müssten. Der Punkt (mit seinem implizierten Tadel) war fair. Aber er passte schlecht zu den Erfahrungen, die viele ehemals anglikanische Geistliche gerade zu diesem Zeitpunkt machten.

Als sich der neu "umgestrichene" anglikanische Klerus in das katholische Gemeindeleben in der "Mainstream“-Katholischen Kirche ausbreitete, herrschte echtes Erstaunen über den Grad der liturgischen Unordnung und den wuchernden Ungehorsam, der in "Mainstream“-Kirchen so weit verbreitet war. Insbesondere die unaufhörliche Umformulierung von "autorisierten“ Texten. So bekam man ständig (auch sonntags) das pseudo-hippolytanische Eucharistische Hochgebet ... an sich schon schlimm genug ... in einer vom Pater "relevanter" gemachten Form. Klerikalismus in Hülle und Fülle! Und da war die schreckliche und heterodoxe Musik ... über die die Bischöfe der USA kürzlich einen sehr vielsagenden und intelligenten Brief geschrieben haben.

Es gibt tatsächlich einige Kirchen, in denen diese Verurteilung des Novus Ordo unfair wäre; aber das sind hauptsächlich Kirchen, in denen der Klerus es vorziehen würde, die Alte Messe zu feiern, aber aus pastoralen Gründen unfähig ist, das zu tun, Deshalb feiern sie den neuen Ritus mehr oder weniger im  Geist und der Spiritualität des alten.

Was den Kalender angeht, habe ich vor kurzem über einen schottischen Bischof geschrieben, für den eine Nachahmung säkularer Feierlichkeiten wirklich aufregend zu sein schien, die-wenn sie nicht synkretistisch sind- zumindest mehr auf einen didaktischen Synkretismus hindeuten, als auf die Wahrheit, die nur in Christus allein ist. 

Jede Neubewertung der liturgischen Situation in der lateinischen Kirche sollte mit der ehrlichen Annahme beginnen, daß niemand ... fast absolut niemand ... ob Traddy oder Trendy ... den Novus Ordo tatsächlich will ... weder seine Ordnung noch seinen Kalender .

Auf beiden Seiten wird er nicht gemocht oder wird als wenig relevant erachtet und weithin beiseite geschoben.

PF

Wieweit trifft das auch auf den aktuellen Römischen Pontifex zu? 

Bobby Mickens hat vor kurzem geschrieben. "....es ist nicht klar, was Franziskus zur Zeit wirklich will. Und nicht nur zu seinem Geburtstag, sondern bei vielen Dingen...Oh, er hat eine Menge geschrieben und gesagt. Sehr viel. Aber das bedeutet nicht, daß er immer offenbart, was er denkt. Und manchmal sagt er Dinge, die schwer mit Dingen in Übereinstimmung zu bringen sind, mit denen, die er früher gesagt und getan hat. In einem Wort- Jorge Maria Bergoglio ist so etwas wie ein Rätsel. Er protestiert stark gegen Klerikalismus, dennoch kann er so klerikal sein wie irgendeiner." 

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

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