Samstag, 25. August 2012

Wie gefährlich ist die Libanonreise des Hl. Vaters?

Die Kampfhandlungen in Syrien greifen zunehmend auch auf den Libanon über.
Zur Sicherheitslage beim bevorstehenden apostolischen Besuch des Hl. Vaters gibt es vor Ort zwei diametral entgegengesetzte Einschätzungen.
Einig sind sich Beobachter und der Klerus vor Ort, daß Christen und Muslime gleichermaßen hohe Erwartungen an den Besuch haben, ihn geradezu herbeisehnen.
Und vergessen wir nicht- Teile des Libanons sind das Heilige Land. Hier in der Gegend von Sidon fand bspw. die Heilung der Tochter der Kanaaniterin durch Jesus Christus statt ( Matth. 15,21-28 ; Markus 7, 24-30 ) der sich von Galiläa aus nach Norden begeben hatte- in phönizisches, heidnisches Land.


Pater Paolo Dall`Oglio, SJ, der jahrelang als Kurator für das Kloster Mar Moussa Al-Habachi  in Syrien tätig war und kürzlich ausgewiesen wurde und sich jetzt im Libanon aufhält, zeigte sich  gegenüber AFP und Libnanews " sehr beunruhigt"  und sagte wörtlich der Besuch sei für den Hl. Vater " sehr gefährlich".
Er hat persönlich an den Papst appeliert, die Hilfe internationaler Sicherheitsdienste für seine Sicherheit  zu suchen, weil die libanesischen Sicherheitskräfte nicht in der Lage seien, die zu gewährleisten, auch wg. ihrer großen ideologischen Nähe zum Assad-Regime. Das schaffe "ein enormes Risiko".
Der kanadischen Zeitung La Presse gegenüber sprach er von einem möglichen Bombenattentat im Stadion-ausgeführt von extremistischen Sunniten im Dienste Assads.
Salafisten Sheik Omar Bakri jedenfalls hat schon mal sehr harsche Töne gegenüber dem Hl. Vater angeschlagen und ihn aufgefordert, sich bei allen Muslimen der Welt für seine Regensburger Rede zu entschuldigen.
Libanesische christliche Würdenträger haben ihm dahingehend geantwortet, daß der Hl. Vater niemandes Erlaubnis braucht um " seine Kinder zu  besuchen",

Quelle AFP, Libnanews


Kardinal Jean-Louis Tauran sagt : "Sie findet statt" ( die Reise). Alle Kräfte im Libanon einschließlich der Hizbollah hätten Interesse daran, daß die Reise reibungslos vonstatten gehe.Die Vorbereitungen liefen jedenfalls auf Hochtouren, das Papamobil sei bereits in Beirut.
Auch wenn noch einmal daran erinnert werden müsse, daß Papst Johannes Paul II seinen bereits unmittelbar bevorstehenden Beirutbesuch kurzfirstig wegen einer Bombenanschlagsserie gegen christliche Kirchen absagen mußte, jetzt gäbe es keine Planspiele des Hl.Stuhls, den Besuch abzusagen- so Pater Lombardi

Quelle: VaticanInsider A,Tornielli

Der syrischkatholische Patriarch der Libanons George Masri sagte: " Die Spannungen im Libanon haben keinen Einfluß auf die Reise. Wir erhoffen viel vom Besuch des Papstes, weil er ein Ereignis der Hoffnung für die ganze Kirche ist. Der Hl. Vater gibt uns Vertrauen und den Mut, mit unseren Muslim-Nachbarn zusammen zu  leben und einen Dialog des Lebens zu führen. Wir- Christen und Muslime-  bereiten dieses große Ereignis gemeinsam vor."

Quelle :ASCA

Uns bleibt nur zu beten und zu  hoffen, daß alles gut gehen möge.
Über die Freischaltung der offiziellen Website zum Papstbesuch haben wir bereits berichtet.

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