Montag, 20. Oktober 2014

Papst Paul VI, Papst Franziskus, Petrus & Simon, Fortsetzung


Antonio Socci fährt fort:

BLEIERNE JAHRE
"Gegen Ende seines Pontifikates, in den dunklen 70-er Jahren, in denen die ideologische Lüge sich in grassierende politische Gewalt und Hass gegen die Christen verwandelte, bekräftigte Paul VI- während er die Situation der von gegensätzlichen Ideologien und vagabundierenden Häresien eroberten Kirche betrachtete,  klar, daß "der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist."

Dramatische Wahrheit. Eines Tages gestand er dem Freund Jean Guitton: "Zur Zeit gibt es in der Welt und in der Kirche-große Verwirrung und das, was da in Frage gestellt wird, ist der Glaube. Ich verstehe jetzt, was mir das dunkle Wort Jesu im Lukas-Evangelium  immer wieder sagt: "Wenn der Menschensohn zurück kommt, wird er dann noch Glauben auf der Welt finden?" Ich lese immer wieder das  Evangelium vom Ende der Zeiten und stelle in diesem Moment fest, dass sich einige Zeichen dieses Endes zeigen"
Zuletzt hatte Papst Montini diese prophetische Intuition:" Was mich trifft, wenn ich die katholische Welt betrachte, ist dass im Inneren des Katholizismus nichtkatholisches Denken vorzuherrschen scheint, das morgen das Stärkere sein wird. Aber es wird nicht das Denken der Kirche repräsentieren. Eine kleine Herde muß bestehen bleiben, wie klein sie auch sei."
Dann haben Johannes Paul II und Benedikt XVI, spirituelle Söhne Pauls VI, die Wiedergeburt des Glaubens, die Wiederentdeckung Jesu durch Teile der Jugend und den Wiederaufbau der durch die "Bombardierungen" verwüsteten Kirche verkörpert. Sie haben sich den Häresien entgegen gestellt. Aber der Rückzug Benedikts XVI bedeutete die Rückkehr der Dunkelheit der 70-er Jahre, die Paul VI geängstigt hatten.
Und die Synode dieser Tage war der gefährlichste Versuch des Nichtkatholischen Denkens, im Inneren der Kirche die Mehrheit zu erlangen und sich zum Lehramt zu machen.


DAS UNERHÖRTE

Der Aufstand der orthodoxen Prälaten vom letzten Donnerstag ( dem Jahrestag der Wahl Wojtylas) war ein episches Ereignis, fast ein Wunder.
Die der Tradition treue Kirche obsiegte an diesem Tag. Es ist eine Tatsache, daß -genau wie es beim Konsistorium (Februar 2014) geschah (nach der Präsentation der Kasper-Vorschläge)Papst Bergoglio sich in der Minderheit wiederfand, praktisch mit einem Mißtrauensvotum.
Deshalb beeilte er sich in seiner Rede zum Abschluss der Synode die Dinge zu reparieren, sich von den progressiveren Vätern zu distanzieren und für sich selbst eine verspätete Position über den Dingen zu finden.
Zwischen denen die sagten, dass 2+2= 4 ist (die Orthodoxen) und jenen, die behaupteten  2+2= 6 (Kasper) positionierte sich Bergoglio und verkündete 2+2=5. Jesuitisch. Aber falsch.
Die "revolutionäre" Position Kaspers, der immer sagte (was niemals dementiert wurde), daß er im Namen Bergoglios spräche, hat nicht gewonnen. Aber es ist nicht klar, was die Schlussfolgerungen der Synode sind.

Bergoglio, der Benedikt XVI zitierte, erinnerte an eine Wahrheit, die viele seiner Anhänger in diesen Tagen vergessen haben: "Die Kirche ist die Kirche Christi" und "der Papst ist nicht der oberste Herr sondern eher der oberste Diener....der Garant des Gehorsams und der Übereinstimmung der Kirche mit dem Willen Gottes, mit dem Evangelium Jesu Christi und der Tradition der Kirche, der jedes persönliche Ziel beiseite legen muß."


Vielleicht ist es die Wahrheit, daß er das versuchte und es in diesem Moment nicht konnte. Am Ende ist nur eines sicher, die Spaltung der Kirche und eine große Verwirrung in ihrer Lehre."

Quelle: A.Socci, IlStraniero, Il Libero





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