Samstag, 31. August 2019

Aus gegebenem Anlass - Msgr. Viganòs Lettergate...

der Ernennung von Msgr. Dario Viganò zum Vizekanzler der Päpstlichen Akademien der Wissenschaften,  ist es vielleicht nützlich, noch einmal auf die Lettergate-Affäre zurückzugreifen, um zu sehen, wer da die Gunst des Pontifex erlangte. Hier also noch einmal der Artikel, mit dem Diane Montagna am  18. März 2018 das unschöne Geschehen für LifeSite News kommentierte.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE VATICANISCHE LETTERGATE-KONTROVERSE IST NUR DIE LEZTE IN EINEM DAUERSTROM VON TÄUSCHUNGEN"
Der Viganò-Benedikt-"Lettergate" Skandal ist nur der letzte in einem Dauerstrom von Täuschungen, Manipulationen und Skandalen, die laut dem Vaticanista Edward Pentin das aktuelle Pontifikat plagen.
In einem Artikel, der heute um die Welt ging, sagte der respektierte Rom-Korrespondent des National Catholic Register: "immer mehr gläubige Katholiken sind alarmiert und ärgern sich zunehmend über das, was sie als konstanten Strom von Täuschungen, Manipulationen und Skandalen der unter Papst Franziskus aus dem Vatican kommt, wahrnehmen.

Der Focus von Pentins Kommentaren ist eine Kontroverse in die das Kommunikationsbüro des Vaticans in der vergangenen Woche verwickelt war.

Lettergate
Am Montag moderierte der Leiter des Kommunikationssekretariats des Vatikans, Monsignore Dario Viganò, die Präsentation einer elfteiligen Reihe von Überlegungen von elf Kommentatoren zu „Theologie des Papstes Franziskus“.
Die Veranstaltung fiel mit dem fünften Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus zusammen.

Auf der Pressekonferenz las Viganò einen privaten Brief vor, den Benedikt XVI, der Papa emeritus ihm auf seine Bitte, eine „dichte theologische“ Einführung in die 11-Hefte-Reihe zu schreiben,
zugesandt hatte.

Benedikt lobte das Buchprojekt, dessen Ziel es - wie er sagte-  sei, "dem törichten Vorurteil" entgegenzutreten, daß Papst Franziskus "nur einen praktischen Mann" ohne besondere theologische oder philosophische Ausbildung und Benediktnur ein "Theoretiker der Theologie" sei- ohne Kontakt mit dem konkreten Leben der Christen.

Er sagte auch, daß das Buch beweise, daß Franziskus "ein Mann tiefer philosophischer und theologischer Bildung" sei. Benedikt fügte hinzu, das Büchlein helfe, die "innere Kontinuität zwischen den beiden Pontifikaten zu zeigen- trotz aller Unterschiede in Stil und Temperament."

Aber eine Pressemitteilung, die bei diesem Ereignis den Journalisten ausgehändigt wurde, ließ den Rest des Briefes aus, in dem Benedikt Viganòs Bitte ablehnt, eine theologische Einführung zu schreiben. Der Papa emeritus sagte, er könne das nicht tun, weil er die Büchlein noch nicht gelesen habe und dazu aus physischen Gründen und anderen dringenderen Verpflichtungen nicht in der Lage wäre. (Normalerweise werden die beim Vatican akkreditierten Journalisten mit Kopien der vollen Texte versorgt.)

Außerdem ist auf dem einen offiziellen Foto, das den Medien ausgehändigt wurde, die erste Seite von Benedikts Brief auf einem Tisch zu sehen, aber die ersten Zeilen des zweiten Absatzes sind so verschwommen, daß sie unleserlich sind, anscheinend, um den ersten Absatz hervorzuheben. Die zweite Seite, mit Ausnahme von Benedikts Unterschrift, ist von einem Stapel der 11-Bände-Reihe bedeckt.

Am Dienstag veröffentlichte der erfahrene Vaticanist Sandro Magister, der einen Tonbandmitschnitt von der Verlesung des Briefes durch Viganò besaß,  dann den vollständigen Text in seinem Blog.

Am Mittwoch berichtete Nicole Winfield von der Associated Press, der Vatikan habe zugegeben, das Foto digital bearbeitet zu haben. Die Manipulation habe die Bedeutung des Schreibens beeinträchtigt und gegen internationale journalistische Standards verstoßen, sagte Winfield.

In einem Artikel für Reuters sagt Edward Pentin vom National Catholic Register daß es "nur die letzte in einem konstanten Strom von Täuschungen, Manipulationen und Skandalen ist, der aus dem Vatican kommt" und nannte diese Episode "Lettergate des Vaticans".
Der Name ruft den Vatilkeaks -Skandal von 2012 in Erinnerung, als Papst Benedikts persönlicher Butler einige persönliche Briefe des Papstes gestohlen und an die Medien weiter gegeben hatte.

Auf die Frage, welche speziellen "Täuschungen, Manipulationen und Skandale" er sich beziehe, sagte Pentin zu LifeSite: "Um nur einige zu nennen:  Die Tricksereien  auf den Familiensynoden, die Barros-Affäre, irreführende Fußnoten in Amoris Laetitia, die Stegreif Änderungen bezüglich der Ehen die der  Papst geplant hatte, geheime Aufträge, von denen die Leiter des Dikasterien nichts wissen, und die Vertuschung von Skandalen. " "Die Liste geht weiter. Genauso beunruhigend für viele Gläubige ist, dass wenig oder gar nichts gegen diejenigen unternommen wird, die als schuldig gelten “, sagte er.
Verletzung der Privatsphäre? Riccardo Cascioli sagte in einem Leitartikel, der heute in der katholischen Website in Italien, La Nuova Bussola Quotidiana, erschienen ist, dass Viganòs „Unehrlichkeit“ so weit gegangen ist, dass er einen „persönlichen Brief, der eine Bitte ablehnt“ als einen an die Öffentlichkeit gerichteten „Festbrief“ vorlegt. geschrieben zum fünften Jahrestag der Wahl von Franziskus. “ „Ich wiederhole, ein persönlicher Brief („ persönlich “und„ vertraulich “wurde auf den Umschlag geschrieben, der den Brief enthielt), der als solcher privat bleiben sollte. Seine Veröffentlichung ist eine eindeutige Verletzung der Privatsphäre, ein Diebstahl “, sagte er. Cascioli fuhr fort: „In einer normalen Welt würde die Person, die für solche Tricksereien verantwortlich ist - genau dann, wenn der Papst eine Nachricht an die ganze Welt gesandt hat, in der er Fake News und die Hersteller manipulierter Nachrichten anprangert - keine Minute länger am Platz bleiben, schon aus dem  Grund,  die Glaubwürdigkeit des gesamten Kommunikationsapparats des Heiligen Stuhls wiederherzustellen.
 “ Einige spanische Medien fordern bereits den Rücktritt von Vigano, sagte Cascioli. Aber er fügte hinzu, "im Vatikan bewegen sich die Dinge anders." Was mehr zählt als öffentliche Handlungen, sind die inneren Kriege unter den "Hütern der Revolution", sagte er. "Es wird wahrscheinlich keine Konsequenzen geben", sagte Edward Pentin am Donnerstag gegenüber EWTN's News Nightly. "In den letzten fünf Jahren hat es viele Täuschungen auf unterschiedliche Weise gegeben, aber niemand wurde zur Rechenschaft gezogen, und das wird in diesem Fall wahrscheinlich auch so sein."
 Reuters sagte, Mons. Viganò hatte keinen Kommentar.





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