Samstag, 31. August 2019

Marco Tosatti macht sich Gedanken darüber, wer Kardinal Achille Silvestrini wirklich war

Nach dem Tod von Kardinal Achille Silvestrini- und zahlreichen mehr oder weniger tränenreichen Elogen auf den Verblichenen- läßt Marco Tosatti bei Stilum Curiae sein alter ego Super-Ex einen eigenen Nachruf auf den umstrittenen Purpurträger verfassen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SUPER EX: WER WAR KARDINAL SILVESTRINI WIRKLICH?" 

"Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae,
Super-Ex (Ex von Avvenire, Ex der Bewegungen für das Leben und anderer Organisationen und Fahnen, aber nicht Ex-Katholik. hat uns eine  Zusammenfassung der Karriere, Freundschaften und politischen Vorlieben des verstorbenen Kardinals, Achille Silvestrini, kurz gesagt Fahnenträger der Linken im Vatican, großer Verbreiter für linke Journalisten (alterni vicibus) in der Welt der Informationen und mit Verbindungen zur diplomatischen Sippschaft des Vaticans, der einzig wahren "Karriere" in dieser Welt, auf seltsame Weise gehätschelt vom amtierenden Pontifex . Ich glaube, daß in diesem Überfluss an Krokodilstränen eine erhellende Sichtweise wie die von Super-Ex willkommen ist. 

Am Tag des Triumphes seines "Söhnchens" Giuseppe Conte ist Kardinal Achille Silverstrini, Freund von Sergio Matarella, Romano Prodi, von Kardinal Parolin und "des Mentors Contes während der Jahre, in denen der das Kolleg der Villa Nazareth frequentierte, der Prälat dem der mehr als alle anderen Premierminister seinen Zugang zu klerikalen Kreisen verdankt."
Silvestrini wird auch in Nico Spuntonis Artikel in La Nuova Bussola Quotidiana sehr gut beschrieben.

Zum Tod von Silvestrini, Regisseur der Sankt-Gallen-Gruppe

Ich möchte nur hinzufügen, daß ein Monsignore der Kurie, jener Marinelli, 1999 Autor für den Verlag Kaos, in mit einer bemerkenswerten Fülle von Details über die Übel in der Kirche unter dem Pseudonym I.Millenari angeprangert hat, - unter dem Titel  " Vom Winde verweht im Vatican"
Dieses Buch hatte einen außerordentlichen Verkaufserfolg, ähnlich den Texten von Nuzzi, obwohl es viel ernster und ganz anders motivierter war: Den Verrat von Kirchenleuten anzuprangern, sie nicht anzugreifen, sondern der Kirche zu helfen, sich selbst zu reinigen.





Tatsächlich schreibt der Monsignore nach der Beschreibung von Täuschungen, Machtspielen, wirklich einflussreichen Freimaurerlogen im Vatikan - sogar mit dem Ziel, das Papsttum zu erobern: "Gott drückt die Kirche nieder und erhebt sie dann; schneidet nutzlose Zweige, um sie zu stärken; drückt ihren Stolz nieder und erhebt sie dann in der Größe der Demut ... ".

Gut also, in dem zitierten Buch hatte Silvestrini selbst einen Ehrenplatz als Anführer des "Romagna-Clans", zusammengesetzt auch aus Pio Laghi, Luigi Bettazzi, Edoardo Menichelli, Claudio Celli ... ein Clan, wie der Ankläger behauptet, beinahe "freimaurerisch" und darauf ausgerichtet, alle Machtpositionen erobern.

Ein schwerer Schlag für den "linken" Silvestrini war dann jedoch die Wahl von Albino Luciani, der bestimmten Verhaltensweisen völlig feindlich gegenüberstand und vielleicht als Italiener die Intrigen einiger Männer der Kurie kannte. Silvestrini sah das Ende seines Aufstiegs und fürchtete, er könne nicht Kardinal werden.

"Aber der Seufzer der Erleichterung war tief und lang" - schrieb Marinelli - als festgestellt wurde, daß dieser Papst nach nur 33 Tagen tot im Bett aufgefunden worden war. Gott sei gesegnet! 
Der exzellente Mann aus der Romagna konnte beruhigt seine Hoffnung auf den Aufstieg wieder aufnehmen...."

Nicht nur auf der klerikalen sondern auch der politischen Erfolgsleiter- ganz links- wurde Silvestrini Präsident der Fondazione Sacra Famiglia di Nazareth, wobei es genügt, zu sagen, daß die 1996 bei einem Zusammnentreffen gegründet wurde, an dem der Präsident der Republik Oscar Luigi Scalfaro ( der Dank Marco Pannellas gewählte Katholik) , der Minister für Allgemeinde Erziehung, der Kommunist Luigi Berlibguer, die Bürgermeister von Rom, Francesco Rutella und von Venedig, Massimo Cacciari, teilnahmen. Zu den Rednern gehörten Romano Prodi und Stefano Zamagni, der katho-kommunistische Bologneser!

2013 fehlte es nach der Wahl Bergoglios, die von Silvestrini selbst unterstützt wurde,  nicht an Anerkennung für den alten Kardinal, der das kirchliche und politische Leben des Landes so maßgeblich beeinflusste.

Auf der web-site der Stiftung erfahren wir, daß anlässlich des "90. Geburtstages von Kardinal Silvestrini" in der Villa Nazareth eine Konferenz organisiert wurde, um über die Werte nachzudenken, die Don Achille bezeugte und die heute das Wesen des Weges der Gemeinschaft ausmachen: Freiheit (Alberto Monticone), Dienst (Don Luigi Ciotti), Kultur (Luca Serianni), Freundschaft (Claudio Magris). - Das Programm, das in Zusammenarbeit mit der Universität für Ausländer von Siena entwickelt wurde, wurde in der Villa Nazareth präsentiert, mit einem Spezialkurs für Italienisch- Dozenten im klerikalen Bereich.

- Am 15. Dezember empfing die Gemeinde Villa Nazareth, die zur Weihnachtsmesse Segens-Halle  in St. Peter versammelt war, den Besuch von Papst Franziskus, der von Studenten, Mitarbeitern, Freunden und ihren Familien mit Zuneigung und Begeisterung begrüßt wurde. "

2014 dagegen hieß die Gemeinde Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär und ehemals spiritueller Assistent der Studenten der Villa Nazareth, willkommen".

2015 ein weiteres wichtiges Zusammentreffen mit Kardinal Pietro Parolin und Romani Prodi und 2016 , am 18. Juni, ein weiterer Besuch Bergoglios!

Ich schließe mit einer Passage aus dem bereits zitierten Artikel in der Huffington-Post. Bevor wir Silvestrini als "auch in der Öffentlichkeit energischen Gegner von Ratzinger" definieren, gibt uns Maria Antonietta Calabro noch eine weitere nützliche Information:

"Heute hat der Chef (der Villa Nazareth) Monsignore Claudio Celli, wie Silvestrini ebenfalls aus der Romagna, seine Karriere gekrönt - nachdem er Chef der Apsa, Verwaltung des Erbes des Apostolischen Stuhls geworden war - in dem neuen Deal durch den Abschluss des neuen Abkommens von Papst Franziskus mit China, das in den letzten Tagen zur Ernennung der ersten beiden Bischöfe im Einvernehmen zwischen dem Vatican und der chinesischen Regierung geführt hat,  mit- Gerüchten zufolge- einem gemeinsame o.k.

Indiskretionen zufolge hat sich Celli in den Wochen der Regierungskrise der gelbgrünen Regierung im August sehr stark zugunsten von Giuseppe Conte, Schützling von Kardinal Silvestrini, ausgesprochen." 

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti   

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