Donnerstag, 24. Oktober 2019

Sandro Magister: EIn Brief aus Mindanao zur Synode und ihren paganen Randerscheinungen

Sandro Magister hat bei Settimo Cielo einen Brief veröffentlicht, den er von einem Katholiken aus Mindanao bekommen hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ZU GLAUBEN DEN AMAZONAS ZU GEWINNEN UND DEN REST DER WELT ZU VERLIEREN. EIN BRIEF AUS MINDANAO"

Lieber Magister,
Die Faszination, die von mehr oder weniger amazonischen Riten und Statuetten schwangerer Frauen ausgeht, mag vielleicht  die Synodenväter und ihre Umgebung bezaubern, aber sie bringen die Katholiken im Süden der Welt in Schwierigkeiten. Denn selbst in den Baracken der globalen Peripherien schauen die Menschen Youtube und verbringen Stunden auf Facebook, und diese Statuetten nehmen dort eine Bedeutung an, die das Leben von Katecheten und Missionaren, die mit einer ständigen „Ausblutung“ von Gläubigen zu kämpfen haben, deutlich komplizierter macht.  

Das die Erfahrung die jeder macht, der eine missionarische Reise außerhalb Europas unternimmt und sich einer großen Anzahl aggressiver evangelikaler Kirchen oder Millenniums-Sekten gegenüber sieht, die die meiste Zeit damit verbringen, die katholische Kirche anzugreifen und ihr die Gläubigen wegzunehmen. Eines ihrer Hauptargumente ist: „Die Katholiken beten Statuen an“, „Die Katholiken beten Dämonen an“. Ergo: „Die Katholiken sind keine Christen, kommt zu uns“.

Also gut. Ich erzähle Ihnen von meiner Erfahrung als einfacher Gläubiger, der aus persönlichen Gründen oft in den äußersten Süden der Philippinen, nach Mindanao, reist. Eine Region, in der zu einer großen Anzahl von Muslimen, die dort seit Jahrhunderten angesiedelt sind, eine explosiv angestiegene Zahl von Protestanten hinzukommt, was eine Zukunft in brasilianischer, das heißt in pentekostaler Soße vorhersehen lässt, und das auch in dem, was heute noch eines der katholischsten Länder der Welt ist: den Philippinen.

Es gibt keine Straße, keinen Fernsehsender, keine Radiofrequenz, die nicht von Predigern auf der Suche nach katholischer Beute heimgesucht würden. Das erste Ziel besteht darin, zu überzeugen, daß die katholische Kirche falsch ist. Das zweite ist, sich den Zehnten auszahlen zu lassen. Nun, die Bilder der Verehrung heidnischer Gottheiten – oder zumindest von etwas, das wie eine heidnische Gottheit aussieht – während einer Zeremonie in den Vatikanischen Gärten unter den Augen des Papstes sind wirklich um die Welt gegangen. Und in Mindanao, besonders in Gegenden wie Süd-Cotabato, wo Protestanten inzwischen 20 oder 25 Prozent der Bevölkerung ausmachen, haben sie den Predigern aller Art große Hilfe dabei geleistet, mit dem Finger zu zeigen: „Seht, die Katholiken sind Götzendiener. Wie wir dir immer gesagt haben. Wie es die Bibel sagt“.

Als ich heute mit einer jungen, mutigen und ebenfalls entrüsteten katholischen Katechetin sprach, hörte ich in ihrer Stimme die Scham, nicht zu wissen, wie sie ihren Glauben verteidigen soll, nicht zu wissen, wie man Kindern erklärt, daß es nicht wahr ist, daß Katholiken Götzendiener sind. Aus Respekt wollte sie nicht einmal auf Facebook kommentieren, was in Rom passiert ist, denn wenn sie angefangen hätte zu kritisieren, was passiert ist, hätte sie den Protestanten geholfen. Erklärt mal den Leuten in diesen Regionen die Finessen eines Präfekten Paolo Ruffini, wie man angeblich das Böse dort sieht, wo es nicht ist. Und wenn das so in Mindanao passiert ist, wage ich nicht, mir vorzustellen, wie das in Afrika oder Südamerika ist.

Sicher ist, daß diese Bilder, vom Süden der Welt aus gesehen, dem Herzen wirklich ganz viel Schmerz zufügen. Und sie machen all jenen das Leben schwer, die einerseits jeden Tag islamische Attentate riskieren, wenn sie zur Kirche gehen, und andererseits dem protestantischen Proselytismus entgegentreten müssen, wenn sie die Straße entlang spazieren.


Ich hoffe, daß die  in Rom verstehen. Zu glauben, auf diese Weise den Amazonas zu gewinnen, um den Rest der Welt zu verlieren... Schönes Ergebnis! 

Unterschrift

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister



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